Mittwoch, 16. September 2009

Ein Jahr Schreibhandwerk

Wie die Zeit vergeht. Vor einem Jahr schrieb ich in meinem ersten Post:
"Schreiben ist ein Handwerk: Man kann es lernen und man muss es üben." Warum habe ich dieses Motto für mein Blog gewählt?

Der Gedanke, dass man Schreiben lernen kann und muss, ist vielen fremd. Gerade in Deutschland. Manche glauben, schreiben kann jeder. Das lernt man schließlich in der Schule. Andere denken: Zum Schreiben braucht man eine angeborene Begabung.

Ich behaupte: Gut, lesbar, verständlich schreiben, das kann man nicht automatisch, sobald man weiß, wie man Buchstaben und Wörter aneinanderreiht. Das muss man lernen. Andererseits ist es keine Geheimwissenschaft und man braucht kein spezielles Talent. Es gibt klare Regeln, die man lernen kann. Und man muss trainieren.

Nehmen wir das Friseurhandwerk. Da kommt auch nicht jeder, der eine Schere halten kann, auf die Idee, er könne Haare schneiden. Andererseits lässt sich das mit der nötigen Anleitung, etwas Geduld und Übung durchaus lernen. Oder die Musik: Es ist klar, dass nicht jeder, der ein paar Tasten anschlagen oder „Alle meine Entchen“ klimpern kann, auch gleich als Klavierspieler gilt. Er oder sie kann es aber mit ausreichend Unterrichtsstunden und – ja – Übung werden.

Nur wenigen ist es gegeben, es Glenn Gould oder Artur Rubinstein gleich zu tun. Aber Sie wollen ja auch kein zweiter Shakespeare, keine zweite Joanne K. Rowling werden. (Oder vielleicht doch?) Mit der Schreibkunst werde ich mich hier allerdings nicht beschäftigen und mit kreativem Schreiben eher am Rande.

In diesem Blog geht es um Gebrauchstexte, Schreiben für jede Gelegenheit, und zwar solche Texte, die ihren Zweck erfüllen: Der Leser soll sie mühelos verstehen, sogar gerne lesen und nicht nach ein paar Zeilen entnervt beiseite legen.

Als Journalistin schreibe ich nicht nur, ich redigiere auch, was andere verfasst haben. Und als ich meinen Workshop "Gut und verständlich schreiben - in zehn einfachen Schritten" entwickelt habe, musste ich mich noch intensiver mit diesem Thema beschäftigen.

Was ich dabei herausgefunden habe, aber auch vieles andere, das ich im Laufe der Zeit entdeckt habe - und noch entdecken werde -, können Sie ab jetzt in meinem Blog erfahren.
Ein Jahr "Schreibhandwerk" ist ein guter Anlass zurückzublicken. Deshalb erwarten Sie hier in den nächsten Tagen Posts mit Links zu den besten und beliebtesten von knapp 150 Beiträgen zu verschiedenen Themen.

Donnerstag, 10. September 2009

Pons: schönes Rundum-Angebot

Die Website www.pons.eu bietet als "Sprachenportal" nicht nur Wörterbücher für Übersetzungen, sondern auch Hilfe bei der Rechtschreibung und ein Bildwörterbuch. Letzteres ist manchmal hilfreich, wenn man einen bestimmten Begriff sucht.

Selbst das Übersetzungssystem ist erstaunlich gut. Natürlich kann man sich auf seine "Übersetzungen" nicht verlassen (insofern ist es paradoxerweise eher für Sprachkundige geeignet). Aber man bekommt schnell sehr gute Anregungen und kann sich sogar Wortalternativen zeigen lassen.

Montag, 7. September 2009

Mark Twain zum Thema: Sich kurz zu fassen dauert länger

Dass es viel Arbeit macht, eine Idee auf den Punkt zu bringen und einen Text von allem Überflüssigen zu befreien, veranschaulicht sehr schön diese Geschichte aus dem Artikel Dot-Dot-Dot, Dash-Dash-Dash, No More in der New York Times:

Mark Twain, like most writers, found it easier to write long than short. He received this telegram from a publisher:

NEED 2-PAGE SHORT STORY TWO DAYS.

Twain replied:

NO CAN DO 2 PAGES TWO DAYS. CAN DO 30 PAGES 2 DAYS. NEED 30 DAYS TO DO 2 PAGES.

Donnerstag, 3. September 2009

E-Mails und Briefe auf Englisch: Microsoft hilft

Ratlos? Keine Ahnung, wie man auf Englisch sagt - oder vor allem schreibt? Vielleicht helfen die Musterbriefe aus der Template-Sammlung von Microsoft Office Online weiter. Eine wahre Fundgrube an Formulierungen für die unterschiedlichsten Anlässe.