Donnerstag, 28. Oktober 2010

Englisch für Naturwissenschaftler

Heute ein Linktipp zu einem ganzen Schreibkurs von natureEDUCATION: English Communication for Scientists.

Wer als Naturwissenschaftler etwas veröffentlichen will, muss englisch schreiben. Das gilt teilweise schon für Master-Arbeiten. Ja, ganze Master-Studiengänge in Biologie (und ich glaube auch in Physik) werden schon auf Englisch abgehalten.

Darum geht es in dem Online-Kurs:
English Communication for Scientists is a brief guide on how to communicate more effectively in English, no matter how much previous experience you have. Although it was developed with non-native speakers of English in mind, it should prove useful for native speakers, too. Organized as six self-contained units, it will help you understand basic communication strategies and address various audiences (Unit 1); design and draft not only scientific papers (Unit 2) but also e-mail, résumés, and short reports (Unit 3); structure, support, and deliver oral presentations (Unit 4); create and present posters, chair sessions, and participate in panels (Unit 5); and prepare, run, and evaluate classroom sessions (Unit 6). Created by seasoned communicators, English Communication for Scientists provides no-nonsense, directly applicable guidelines, illustrated with examples of written documents, oral presentations, and more.
Klingt ausgesprochen hilfreich und interessant, finde ich. Und in Unit 3 geht es um ein hier im Blog sehr beliebtes Thema: Das Schreiben von E-Mails, Briefen und Bewerbungen auf Englisch.

Dienstag, 26. Oktober 2010

Romane schreiben mit (und wie) Ken Follett

Auf seiner Website beschreibt der britische Bestseller-Autor Ken Follett seinen Schreibprozess in einer Reihe von Beiträgen unter dem Titel Masterclass. Wer will kann vom Meister lernen, wie man ein erfolgreiches Buch schreibt, angefangen von Starting out bis hin zu Finding a publisher.

Folletts Agent Albert Zuckerman, auf dessen Ratschläge der Autor eine Menge gibt (s. dieses Interview, etwa in der Mitte), hat ein ganzes Buch über das Schreiben von Bestellern verfasst. Ausnahmsweise empfehle ich hier die deutsche Übersetzung, weil das amerikanische Original kaum noch erhältlich ist:



Und hier noch die Werke von Ken Follett:

Montag, 25. Oktober 2010

Tweets zum Thema Schreiben (1)

Jetzt mikroblogge ich auch noch bei Twitter ;-)

Damit sich das, was ich dort schreibe, nicht einfach im Äther des Internets versendet, werde ich jeden Montag die Tweets der vergangenen Woche, in denen es ums Schreiben geht, hier in meinem Blog noch einmal auflisten:
Tipps von Autoren: „Zur Not schreiben Sie auf den eigenen Arm“ -

RT England, Du hast es besser - £30,000! RT @ Deadline for short story awards looming
Noch ein englischer Wettbewerb RT @: Flash fiction competition 2010:

Was ist komisch? Z. B.: genaue (Alltags)Beobachtung + Übertreibung = Komik
Noch mal Der Zusammenprall zweier Welten kann komisch sein.

Wenn Ihnen meine Tweets gefallen, folgen Sie mir bei
Follow IngridGlomp on Twitter

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Keine Angst vorm Schreiben: 4. Die beiden Schreibphasen trennen

Jeder Text entsteht in zwei Schritten: Schreiben und Überarbeiten.

Ein Grund für Schreibblockaden besteht darin, dass sich der innere Kritiker schon während der ersten Phase überlaut bemerkbar macht: "Das ist doch alles Quatsch/langweilig/peinlich." "Damit machst du dich doch nur lächerlich." Ich wette, viele von Ihnen kennen das auch.

Wer so kritisiert wird, hat irgendwann keine Lust mehr zum Schreiben oder sogar Angst davor.

Die Lösung: Die beiden Phasen konsequent trennen und während des Schreibens der ersten Fassung dem inneren Kritiker den Mund verbieten oder - die sanftere Lösung - ihn einfach nicht beachten. Beim nächsten Schritt, dem Überarbeiten, darf er sich gerne als Berater zu Wort melden. Aber höflich ;-)

Das sehen auch renommierte, hoch produktive Autoren so.

"I can fix a written page; I can't fix a blank one." Nora Roberts

"You have to be able to get deep into yourself and let these things come out, and they need to be a little bit kind of freeform. You can't say as you're writing it, oh, this has to be just a little better or a little tighter or a little brighter. You just have to let it happen. Then you do the brightening and tightening in your rewrite." Stephen J. Cannell in diesem lesenswerten Interview.

***

Hier finden Sie weitere Posts zum Thema:

Die Schreibangst überwinden

Dienstag, 19. Oktober 2010

Schreibtipps - nicht nur für Fiction-Autoren

Heute gibt es wieder einmal einen Linktipp, und zwar zu den 17 Writing Secrets des Schriftstellers und Englischprofessors Steven Goldsberry. Wobei der Titel falsche Versprechungen macht, denn so "geheim" sind die Ratschläge nicht. Aber nützlich. Und das nicht nur für Romanautoren. Einiges sollten die Verfasser jeder Art von Text berücksichtigen, besonders die Punkte 13. ff.

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Erträgliche und unerträgliche Bandwurmsätze

Mein heutiger Post ist als Ergänzung und Erklärung zu einem früheren Beitrag gedacht, der sich dem Thema Bandwurmsätze widmete:

Aus dem täglichen Lesen: Ein Prachtexemplar von einem Bandwurmsatz.

Denn nicht alle langen Sätze sind gleich unverständlich und problematisch.

Sehen Sie selbst:

(Beispiel 1) Ein Autor, der, um Lesern Sachverhalte, die an sich so leicht zu verstehen sind, dass jeder sie begreifen kann, darzulegen, Gedanken in Gedanken schachtelt, verklausuliert die Botschaft so, dass kein Mensch sie sofort, ohne dass er mehrmals von vorn anfängt, erfassen kann. (42, 274)

(Beispiel 2) Es ist sinnvoll, dass Sie Ihre Texte so verfassen, wie ich es in diesem Blog empfehle, weil es das Leben der Leser leichter macht, die sich nicht gerne anstrengen, so dass die Chancen größer sind, dass das Beachtung findet, was Sie geschrieben haben. (43, 251)

Der erste Satz besteht aus 42 Wörten (bei 274 Zeichen inkl. Leerzeichen), der zweite aus 43 Wörtern (bei 251 Zeichen inkl. Leerzeichen). Die Länge ist also ähnlich.

Und doch ist der zweite Satz eindeutig leichter zu verstehen als der erste (obwohl er sogar einen Nebensatz mehr enthält). Warum? Er ist linear auf gebaut, eins folgt aus dem anderen. Beim ersten Satz ist dagegen Nebensatz in Nebensatz (und Hauptsatz) geschachtelt, so dass man schnell den Überblick verliert.

Fazit: Wenn lange Sätze, dann bitte keinen verschachtelten. Am besten vermeidet man sie jedoch ganz. Denn der Satz in Beispiel 2 ist zwar verständlicher. Ihn zu lesen ist trotzdem kein Vergnügen.

Dienstag, 12. Oktober 2010

brikada empfiehlt meinen Schreibratgeber

This just in: "Gut und verständlich schreiben - in zehn einfachen Schritten" ist Buchtipp in der Rubrik "Beruf" des Frauen-Magazins brikada.

Nützliche Schreibtipps und -tricks

Ich blogge hier nun schon seit mehr als zwei Jahren, genauer, seit dem 16. September 2008. Im Laufe der Zeit haben sich eine Menge Posts angesammelt und ich denke, ein Blick ins Archiv lohnt sich durchaus.

Deshalb lautet meine Empfehlung heute: Stöbern Sie doch einmal in der Rubrik Tipps und Tricks. Vielleicht, ach was, bestimmt finden Sie dort etwas Nützliches.

Dienstag, 5. Oktober 2010

Lob der Kurzform

Nein, heute geht es nicht wieder um Twitter, wie in einem vorherigen Post, sondern um Gedichte. Zum ersten Mal in diesem Blog, wenn ich das recht sehe.

Und zwar um kurze Gedichte, deren Form strengen Regeln gehorcht. Da gibt es einige, etwa Sonette, Haikus und Limericks. Aber auch über die schreibe ich heute nicht.

Als Naturwissenschaftlerin finde ich eine Form von Gedicht besonders faszinierend, über die ich kürzlich zum ersten Mal gelesen habe: das so genannten Fib. Es besteht aus sechs Zeilen mit einer bestimmten Abfolge von Silbenzahlen: 1, 1, 2, 3, 5, 8. Und das ist der Anfang von, na?, genau: der Fibonacci-Reihe. Daher der Name Fibs.

Sehr gut gefällt mir dieses Exemplar von Gregory K. Pincus , das ich via Wikipedia in seinem Blog gefunden habe :

One
Small,
Precise,
Poetic,
Spiraling mixture:
Math plus poetry yields the Fib.

Unbedingt auch die Fibs in den Kommentaren lesen!

Mehr über Fibs steht in diesem Post des Blogs Cocktail Party Physics, durch den ich auf diese Gedichtform aufmerksam wurde.

Mathematik und Poesie? Passt wunderbar zusammen, finde ich.

Freitag, 1. Oktober 2010

Zum Lachen: Beamtendeutsch

Zum Wochenende etwas Spaß. Wie sich herausstellt, ist Beamtendeutsch doch zu etwas gut. In fröhlicher Runde kann es zu guter Laune beitragen. Wie dieser Vorfall im Schweizer Parlament zeigt:



Und als Rap: