Dienstag, 28. Dezember 2010

Haben Ihre Texte Bandwurmsätze?

Wenn Ihre Texte von Bandwurmsätzen geplagt werden, sollten Sie unbedingt etwas dagegen tun. Besonders anfällig sind nach meiner Erfahrung die Werke von Wissenschaftlern. Aber jeder gewissenhafte Autor sollte seine Manuskripte regelmäßig untersuchen.

Denn wie Bandwürmer den betroffenen Menschen Energie entziehen, so rauben lange, verschlungene Sätze Texten die Kraft. Zum Glück gibt es Gegenmittel und sie anzuwenden tut gar nicht weh.

Weil dieses Thema (leider) nie an Wichtigkeit verliert, finden Sie hier noch einmal zwei Posts, die ich vor einiger Zeit darüber geschrieben habe:

1. Ein Prachtexemplar von einem Bandwurmsatz

Neulich in einer Pressemitteilung:

Ziel der Konferenz ist es, aktuelle Entwicklungen der deutschen Gleichstellungspolitik in und für Wissenschafts- und Forschungsorganisationen zum Beispiel im Rahmen der Exzellenzinitiative, des Paktes für Forschung und Innovation, des Hochschulpaktes 2020, der Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Professorinnenprogramms von Bund und Ländern zu bilanzieren und innovative Handlungsempfehlungen zur Karriereförderung für Frauen im Arbeitsfeld Wissenschaft und Forschung, insbesondere im Wissenschaftsmanagement, zu geben.

Ich glaube nicht, dass es einen Menschen gibt, der diesen Satz in einem Anlauf lesen und verstehen kann. Vermutlich geben die meisten nach drei oder vier Zeilen auf.

Zugegeben der Satz enthält eine Menge lange Bezeichnungen, die sich wohl nicht vermeiden lassen. Gar nicht so einfach, ihn umzuformen.

1. Streichen wir erst einmal, was überflüssig ist:

Ziel der Konferenz ist es, aktuelle Entwicklungen der deutschen Gleichstellungspolitik in und für Wissenschaft(s-) und Forschung(sorganisationen) zum Beispiel im Rahmen der Exzellenzinitiative, des Paktes für Forschung und Innovation, des Hochschulpaktes 2020, der Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Professorinnenprogramms von Bund und Ländern zu bilanzieren und innovative HandlungsEmpfehlungen zur Karriereförderung für Frauen inm Arbeitsfeld Wissenschaft und Forschung, insbesondere im Wissenschaftsmanagement, zu geben.

Falls das sachlich richtig ist (was ich nicht beurteilen kann), sollte man auch die Organisationen in der dritten Zeile streichen.

2. Dann machen wir zwei Sätze aus dem einen und lagern die Aufzählung aus:

In Deutschland wird einiges zur Gleichstellung von Frauen in Wissenschaft(s-) und Forschung(sorganisationen?) unternommen: zum Beispiel im Rahmen der Exzellenzinitiative, des Paktes für Forschung und Innovation, des Hochschulpaktes 2020, der Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Professorinnenprogramms von Bund und Ländern. Ziel der Konferenz ist es, eine Bilanz zu ziehen und Empfehlungen zur Karriereförderung für Frauen in Wissenschaft und Forschung, insbesondere im Wissenschaftsmanagement, zu geben.

3. Schließlich wandeln wir noch ein Substantiv in ein Verb um (Förderung in fördern):

In Deutschland wird einiges zur Gleichstellung von Frauen in Wissenschaft und Forschung(sorganisationen?) unternommen: zum Beispiel im Rahmen der Exzellenzinitiative, des Paktes für Forschung und Innovation, des Hochschulpaktes 2020, der Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Professorinnenprogramms von Bund und Ländern. Ziel der Konferenz ist es, eine Bilanz zu ziehen und Empfehlungen zu geben, wie man die Karriere von Frauen in Wissenschaft und Forschung, und besonders im Wissenschaftsmanagement, fördern kann.
Das wäre mein Vorschlag zur Güte. - Ich hoffe, ich habe begriffen, worum es geht, und den Sinn der Aussage nicht verändert. War nicht ganz leicht zu verstehen, der Satz ;-)


2. Erträgliche und unerträgliche Bandwurmsätze

Dieser Beitrag ist als Ergänzung und Erklärung zu meinem früheren Beitrag gedacht, der sich dem Thema Bandwurmsätze widmete (s. o.)

Denn nicht alle langen Sätze sind gleich unverständlich und problematisch.

Sehen Sie selbst:

(Beispiel 1) Ein Autor, der, um Lesern Sachverhalte, die an sich so leicht zu verstehen sind, dass jeder sie begreifen kann, darzulegen, Gedanken in Gedanken schachtelt, verklausuliert die Botschaft so, dass kein Mensch sie sofort, ohne dass er mehrmals von vorn anfängt, erfassen kann. (42, 274)

(Beispiel 2) Es ist sinnvoll, dass Sie Ihre Texte so verfassen, wie ich es in diesem Blog empfehle, weil es das Leben der Leser leichter macht, die sich nicht gerne anstrengen, so dass die Chancen größer sind, dass das Beachtung findet, was Sie geschrieben haben. (43, 251)

Der erste Satz besteht aus 42 Wörten (bei 274 Zeichen inkl. Leerzeichen), der zweite aus 43 Wörtern (bei 251 Zeichen inkl. Leerzeichen). Die Länge ist also ähnlich.

Und doch ist der zweite Satz eindeutig leichter zu verstehen als der erste (obwohl er sogar einen Nebensatz mehr enthält). Warum? Er ist linear auf gebaut, eins folgt aus dem anderen. Beim ersten Satz ist dagegen Nebensatz in Nebensatz (und Hauptsatz) geschachtelt, so dass man schnell den Überblick verliert.

Fazit: Wenn lange Sätze, dann bitte keine verschachtelten. Am besten vermeidet man sie jedoch ganz. Denn der Satz in Beispiel 2 ist zwar verständlicher. Ihn zu lesen ist trotzdem kein Vergnügen.

***

Umfassender behandele ich diese und andere häufige Stil-Probleme in meinem Ratgeber und Workshop zum Selberlernen Gut und verständlich schreiben in zehn einfachen Schritten.


Noch nicht überzeugt? Das sagen Experten zu meinem Buch.

Montag, 27. Dezember 2010

Tweets zum Thema Schreiben (10)

Hier meine Tweets zum Thema Schreiben (und verwandten Themen wie E-Books) aus der vergangenen Woche:
RT @: Global e-book sales at Random House jump 250% on 2009: Random House's global sales are up...
RT @: Hallo @ (u.a.), ihr treibt eure Kundschaft in die Tauschbörsen
Gute Übersicht RT @: eBooks kaufen/laden: Quellen und Tipps
RT @: How E-Books Are Changing the Economics of Writing
"For an established mid-list author ..., I can't say that working with publishers really makes much financial sense..."
And: Book publishers see their role as gatekeepers shrink - latimes.com Writers are bypassing the route to bookstores.

A Newbie's Guide to Publishing: Resolutions for Writers 2011

Aus meiner Reihe "Keine Angst vorm Schreiben": 6. Drei Bücher, die Mut machen

in UK: National Short Story Day
Jede Menge Weihnachtskurzkrimis:

The rise of the ;-)

Heute vor zwei Jahren in meinem Blog: Die Lesbarkeit messen

Try, Try Again: Rejection Letters Received by Bestselling Authors am besten: der an Orwell

Sie kennen meinen noch nicht? Das sagen LeserInnen und ExpertInnen

The Book-Length Sentence - Essay - Sätze, d. s. über ein Kapitel o. ganzes Buch erstrecken. Kunst? Lesbar?

Dienstag, 21. Dezember 2010

Keine Angst vorm Schreiben: 6. Drei Bücher, die Mut machen

In meinen vorherigen Posts in dieser Reihe habe ich mehrere Methoden beschrieben, die ich hilfreich finde, wenn es darum geht, Schreibblockaden zu überwinden.

Heute möchte ich Ihnen drei Bücher empfehlen, die ich in diesem Zusammenhang nützlich und inspirierend finde. Hier jeweils die deutsche und die englische (Original-)Ausgabe:

1.







2.







3.





***

Weitere Posts zum Thema "Die Schreibangst überwinden"



Montag, 20. Dezember 2010

Tweets zum Thema Schreiben (9)

Hier meine Tweets zum Thema Schreiben (und verwandten Themen wie Leistungsschutzrecht und E-Books) aus der vergangenen Woche:
RT @: Gegen das : 5 Fragen an Till Kreutzer - ; wichtig, nicht nur für freie Journ.
RT @: Internet-Schlachten ums Leistungsschutzrecht:

on New Yorker Best Poetry Books 2010 list and how it was made
Meine Gedanken über :
... und hier, was andere AutorInnen über sagen:
RT @: Global e-book sales at Random House jump 250% on 2009: Random House's global sales are up...

Meta-Tweet: die besten -Tweets der Woche: (lt. @) und (lt. @)

Writers 'at greater risk of depression', survey finds

Hier geht's zu allen bisherigen Posts meiner Reihe "Die Schreibangst überwinden"

RT @: Formulierungen näher betrachtet, heute: "Crossmediales Storytelling ..."

Doctors make up the largest group of murderers in 's novels and short stories:

Meedia: Die besten Gratis-Ratgeber für Journalisten via @

Six Ways Twitter Can Make You A Better Writer: post on tweeting tiny parts of work in progress, i. e. ,

“Anyone who writes for a living and doesn’t admit to being very lucky is almost certainly insane” T. Kidder,

RT @: Writers get paid for what other people get scolded for: daydreaming. We’re supposed to wander. RICHARD WALTER

Meine Blogposts als kostenlose Themen: Grundlagen, Kurzgeschichten , Schreibangst überwinden ..

Ebenfalls lesenswert: "Time lost and found " von Anne Lamott über das und das Leben

RT @: Character first, plot second. Stole that from Joss Whedon. RT @ Top writing/storytelling rule u swear by?

RT @: There's a word for a writer who never gives up: published. JOE KONRATH

New Scientist: Flash fiction 2010: Futures that never happened -
And the winner of 's Flash fiction 2010, picked by Neil Gaiman, is: Atomic Dreams

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Donnerstag, 16. Dezember 2010

Tracy Kidder sagt ...

“Anyone who writes for a living and doesn’t admit to being very lucky is almost certainly insane.”

Und zwar sagt der Journalist und Autor dies im ersten Teil eines Interviews auf der empfehlenswerten nieman storyboard-Site.

Im zweiten Teil des Interviews beschreibt Kidder seine Arbeitsweise so:

"I make up a kind of outline, and then I just start writing. I try to write really fast, ... In part, I think it is sort of true that I write as fast as I can to prevent remorse for having written badly. ... What really matters is what comes out at the end. I love to rewrite. I think it’s one of the great gifts that is given to a writer, to be able to rewrite, to take back what you’ve written and write it better before anyone else has to see it, ..."

Dienstag, 14. Dezember 2010

Keine Angst vorm Schreiben: 5. An mehreren Projekten arbeiten

Wenn man mit einem Text nicht weiterkommt, wenn es einem nur bei dem Gedanken ans Schreiben schon graut, braucht man manchmal nur etwas Abwechslung.

Es ist also gut und richtig, immer mehrere Projekte in der Mache zu haben. Denn dann können Sie sich einem anderen Text zuwenden, wenn Sie sich ausgepowert fühlen. Oft hilft das schon. Und unter dem Strich sind Sie so vermutlich erheblich produktiver.

Eine Variante dieser Vorgehensweise lässt sich auf größere Werke wie einen Roman anwenden: In diesem Fall widmen Sie sich einfach einem anderen Aspekt der Aufgabe. Wenn Sie zu müde zum Schreiben sind, recherchieren Sie, denken Sie über Ihre Hauptfigur nach, redigieren Sie. Oder arbeiten Sie an etwas Speziellem wie der Beschreibung eines Ortes oder einer Person oder schreiben Sie, wenn Sie dazu Lust haben, einfach eine spätere Szene.

Als Journalistin habe ich es in dieser Beziehung leicht, denn ich arbeite nie an nur einem Artikel. Einen einzigen Auftrag zu akquirieren, den Artikel zu schreiben und erst dann etwas Neues zu beginnen, wäre unter finanziellen Gesichtspunkten tödlich. Ich arbeite folglich zu jeder Zeit an mehreren Texten, die sich in unterschiedlichen Stadien befinden (Recherche, Gliederung, erste Fassung, Überarbeitung). Wenn Sie dann noch bedenken, dass ich an einem Roman sitze (einem Thriller, mehr als zur Hälfte fertig!) und offensichtlich Blogposts verfasse, sehen Sie, dass ich diese Methode konsequent anwende ;-)

Aber, und das ist ein großes und gewichtiges Aber, Sie müssen diszipliniert vorgehen und sich Texten, die sie beiseite gelegt haben, auch wieder zuwenden und sie irgendwann beenden. Diese Methode ist nicht zu verwechseln mit Prokrastination (auf deutsch: Aufschieberitis). Denn dann haben Sieam Ende tausend angefangene Texte, aber keinen einzigen fertigen. Kurz: Sie müssen sinnvolle Projekte auswählen und aufpassen, dass Sie sich nicht verzetteln.

Wer gleichzeitig an mehreren Texten arbeitet und außerdem nach dem Grundsatz verfährt, dass jedes Bisschen, das man schreibt, besser ist als nichts (s. mein Post Kleine Schritte), kann erstaunlich produktiv sein. Denn statt das Gehirn leer laufen zu lassen und Löcher in die Luft zu starren, wendet man sich einfach einer anderen Aufgabe zu und arbeitet eine Zeit lang daran. So schafft man es, peu à peu eine Menge Wörter und Texte in den PC und zu Papier zu bringen. Probieren Sie's aus.

Das meinen zwei Experten:

„So I did what I always do when I am stuck. ... I turned to something else, something like a palate cleanser, an “amuse bouche” in cooking terms. I turned to a different project, something smaller, that was broken into tinier pieces. A book of poems“, schreibt die überaus produktive Kinder- und Jugendbuchautorin Jane Yolen in ihrem Writer's Journal.

„Have more than one idea on the go at any one time. If it's a choice between writing a book and doing nothing I will always choose the latter. It's only if I have an idea for two books that I choose one rather than the other. I ­always have to feel that I'm bunking off from something”, sagt Geoff Dyer im Guardian.

***

Hier finden Sie weitere Posts zum Thema:

Die Schreibangst überwinden

Montag, 13. Dezember 2010

Tweets zum Thema Schreiben (8)

Hier meine Tweets zum Thema Schreiben der vergangenen Woche:
The Triumph of Avarice - Lawrence Block on his decision to republish backlist titles as

RT @: The best style is the style you don’t notice. SOMERSET MAUGHAM

RT @: More and more, I think of novel writing as a kind of deliberate dreaming. Jonathan Franzen

RT @ A writer takes earnest measures to secure his solitude and then finds endless ways to squander it.D. DE LILLO

Etwas Werbung in eigener Sache: Die Sprachberater der TU Chemnitz loben meinen

as : a work in progress

Jeder Text entsteht in zwei Schritten: und Überarbeiten. Mehr dazu hier:

RT @: The first how-to book for :

Eine Fundgrube für (angehende) Journalisten

Journalistenbarometer 2010: Berufsstand in der Krise? (pdf-Datei)

Romance Books Are Hot in the E-Reading Market -

An denken, Nützliches schenken. Z. B. meinen

RT @: It’s Get It Right Friday and I have nothing to atone for except one mislaid, comma. Oh, there it is!

RT @: Vintage rejection. "Your manuscript is returned for the reason checked below" funny & depressing ;-)

Novelist Charlaine Harris: "If it pleases you and you can write at all, it's gonna please somebody else."

"writers just suck up new experiences— we’re just like the vacuum cleaners of newness." Charlaine Harris love tht quote

Writers as vacuum cleaners of newness - Ms. Harris has a way with words ;-) Awesome metaphor

"Meinungsfreiheit ist ... die Mutter der Wahrheit", sagt Friedensnobelpreisträger Liu

Gerade entdeckt und interessant für (angehende) -Autoren: Written By zum Runterladen als pdf

Winterzeit - -Zeit Podcast-Reihe des Guardian: 12 AutorInnen lesen ihre Lieblingsgeschichte

This much I know: Elmore Leonard E. L., 85, on Dizzy Gillespie, not being frightened, and being a good guy

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Samstag, 11. Dezember 2010

Winterzeit - Geschichtenzeit

Der Guardian stellt eine ganz besondere Reihe von Podcasts mit zwölf Kurzgeschichten ins Netz. Darum geht's:
a special series of podcasts running each day until Christmas in which a collection of our greatest writers read and discuss their favourite short stories
Den Anfang macht heute Philip Pullman (ja, der, der "Der goldene Kompass" und vieles mehr geschrieben hat) Er liest 'The Beauties' by Anton Chekhov. Tee eingießen, Kerzen anzünden, zuhören und genießen.

PS: Was auffällt: die männlichen Autoren lesen ausschließlich Geschichten von männlichen Kollegen vor. Die weiblichen Autoren lesen Geschichten sowohl von weiblichen als auch von männlichen Schriftstellern. Die Vorleserinnen überwiegen (8 von 12) und so bekommen die HörerInnen fünf Geschichten präsentiert, die von Frauen geschrieben wurden, und sieben von Männern.

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Eine Fundgrube für (angehende) Journalisten

Viele kennen die Journalismus-Lehrbücher aus der Gelben Reihe des Econ-Verlags. Was aber vermutlich nicht jeder weiß: Zu einigen dieses Bücher gibt es so genannte Online plus-Angebote, also zusätzliche Beiträge, die man im Internet lesen kann. Etwa zum:

- Online-Journalismus,

- Fernseh-Journalismus,

- Radio-Journalismus,

- Thema Interviews führen,

- Thema Die Nachricht,

- Thema Die Überschrift.

Ich habe mich hier auf die Bücher/zusätzlichen Materialien beschränkt, die in irgendeiner Form mit Schreiben zu haben.

Einige interessante Beiträge sind:

Erklärfilm, Rausschmeißer und andere Kurzformen (Gregor Alexander Heussen),

Eine Reportage als Beispiel,

oder Nachrichtensprache (Josef Ohler).

Und wer sich einfach nur amüsieren möchte, lese Ausrutscher in Überschriften – zum Schmunzeln peinlich (für die schönsten Beispiele muss man etwas nach unten scrollen). Viel Spaß!

Dienstag, 7. Dezember 2010

Francine Prose hat gesagt ...

"For any writer, the ability to look at a sentence and see what's superfluous, what can be altered, revised, expanded, or especially cut is essential. It's satisfying to see that sentence shrink, snap into place, an ultimately emerge in a more polished form: clear, economical, sharp."

Gefunden habe ich das Zitat in Francine Proses Buch "Reading Like a Writer".


Montag, 6. Dezember 2010

Tweets zum Thema Schreiben (7)

Hier wieder meine Tweets zum Thema Schreiben der vergangenen Woche:
Lese gestern vor Publikum einen Kurzkrimi, der 2011 in einer Antho erscheint. Stutze. Stottere, denn ich sehe, zum ersten Mal, dass da steht
"Der Barmann, ein Kerl von einem Baum". Hä??? Soll natürlich heißen: "ein Kerl wie ein Baum". Die Gefahren von Klischees.

New rule for science journalism :-) SMBC - November 26, 2010

Ich habe einige meiner Posts zu kleinen, kostenlosen zusammengestellt:

RT @: words founded today's English
Und hier der Link zum Guardian-Artikel "Word power: the Times claims lead in OED influence"
Sie prägten also die englische : Times, Shakespeare, Sir Walter Scott und die Wissenschaftler der Royal Society

RT @: When you're working very hard you're not lonely; you are the whole damn world. Shelby Foote

RT @: Self Discovery #23: I write best with pens I steal from hotel rooms.

Meine Checkliste für gute Texte

10 Authors Whose Novels Took Over 5 Years to Write and Publish: Es gibt noch Hoffnung ;-)

RT @: The best style is the style you don’t notice. SOMERSET MAUGHAM

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Donnerstag, 2. Dezember 2010

Meine Checkliste für gute Texte

Als kleines Geschenk für meine Blogleser hier eine Checkliste aus meinem Buch "Gut und verständlichen schreiben - in zehn einfachen Schritten":

Checkliste für gute und verständliche Texte

o Text klar gliedern, Anfang und Schluss besonders
leserfreundlich gestalten

o lange Sätze unterteilen

o den richtigen Bezug herstellen

o überflüssige Wörter streichen

o (starke) Verben bevorzugen

o einfache Wörter wählen

o Wiederholungen vermeiden

o positiv formulieren

o Passiv vermeiden

o Regeln der Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik beachten

Soviel zum Handwerklichen. Den guten Inhalt müssen Sie natürlich liefern ;-)

Sie dürfen die Checkliste gerne kopieren und - mit Nennung der Quelle - in Ihrem Blog veröffentlichen, per Mail verschicken oder sonstwie weitergeben.


***

Sie möchten mehr wissen?

Dann "blättern" Sie doch einmal in den Posts und Rubriken dieses Blogs.

Oder - noch einfacher - lesen Sie meinen Ratgeber Gut und verständlich schreiben – in zehn einfachen Schritten. Dort erfahren sie, was die Regeln der Checkliste im Einzelnen bedeuten und wie man sie umsetzen kann.

Neugierig? Lesen Sie, was LeserInnen und ExpertInnen über mein Buch sagen.

Hier können Sie meinen Ratgeber als gedrucktes Buch kaufen:


oder, wenn Sie es ganz besonders eilig haben, als günstigeres EBook bei verschiedenen Anbietern.

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