Montag, 12. Dezember 2011

Gut schreiben kann ganz einfach sein

Gerade habe ich zu meiner Freude eine Pressemitteilung zu meinem Ratgeber Der Schreibcoach im Internet entdeckt, und zwar nicht nur beim C. H. Beck Verlag, sondern auch auf einer Reihe anderer Websites.

Hier der vollständige Text, der eine ganze Reihe von Schreibtipps enthält:

Gut schreiben kann ganz einfach sein

München, 21. November 2011 - Vielen Menschen graust es bei dem Gedanken, einen Bericht, ein Protokoll oder auch nur einen Brief an den Vermieter zu verfassen. Schreiblaien haben außerdem häufig Probleme, schwierige Sachverhalte verständlich zu formulieren. „Dabei ist es heutzutage im Beruf wichtiger denn je, sich klar und treffend ausdrücken zu können“, sagt Ingrid Glomp, Autorin des neuen Beck-kompakt Ratgebers „Der Schreibcoach“ (Verlag C.H.Beck). Gerade im Computerzeitalter kommt kaum jemand darum herum, sich zumindest hin und wieder in irgendeiner Form schriftlich zu äußern.

„Zum Glück ist es aber gar nicht so schwer, gute Texte zu verfassen“, beruhigt Ingrid Glomp. Vorausgesetzt, man kennt die wichtigsten Stolperfallen und weiß, wie man sie vermeidet. „Zu den Problemen, die mir in der Praxis am häufigsten begegnen, gehören ellenlange Sätze, die auch noch mit Substantiven, also Hauptwörtern, vollgestopft sind“, erklärt die erfahrene Journalistin und Schreibtrainerin, die ihr Wissen auch in Workshops zum Beispiel an Wissenschaftler weitergibt.

Für Menschen, die dazu neigen, verschachtelte Sätze im XXL-Format zu produzieren, hat Ingrid Glomp diesen Sofort-Tipp: „Formulieren Sie schwierige Passagen im Kopf und nicht auf dem Papier oder am PC. Dann werden die Sätze automatisch übersichtlich und lesbar.“ Lässt sich eine längere Konstruktion doch einmal nicht vermeiden, dann gilt die Regel: Nebensätze aneinanderreihen wie Perlen auf einer Kette und nicht ineinanderschachteln wie eine russische Puppe.

Schwer verdaulich sind auch Sätze, in denen sich abstrakte Substantive häufen, erklärt die Schreibexpertin und nennt ein Beispiel: „Die Entscheidung des Bauherrn zur Umsetzung der Vorgaben zur Kosteneinsparung aus dem Lenkungskreis führte zur Verringerung der Ausgaben.“ Augenzwinkernd fügt sie hinzu: „Bei solchen Sätzen bekomme ich glasige Augen und ich bin sicher nicht die Einzige, der das so geht.“ Eine Faustregel lautet daher: Je mehr Verben (Tätigkeitswörter), desto besser, denn sie erhöhen die Lesbarkeit.

Ganz besonders wichtig sind diese Regeln für den Anfang eines Textes. „Den sollten Sie besonders einfach und interessant gestalten, um Lesern den Einstieg zu erleichtern und sie nicht schon zu Beginn abzuschrecken“, empfiehlt Ingrid Glomp. „Wenn man sich mit dem Schluss ebenfalls besonders viel Mühe gibt“, so ihr Rat, „hinterlässt das Geschriebene einen vorteilhaften Eindruck.“ Die Schreibdozentin weiß aus Erfahrung: „Gut und verständlich zu schreiben, ist keine Frage von Talent, sondern ein Handwerk, das jeder mit etwas Hilfe lernen kann.“

Ingrid Glomp, Der Schreibcoach, Reihe Beck kompakt, Verlag C.H.Beck, 2011. ISBN 978-3-406-62585-5, Euro 6,80, www.beck-shop.de/8750806

Pressekontakt: Verlag C.H.Beck oHG
Karen Geerke
Tel. (089) 381 89-512
Fax (089) 381 89-480
E-Mail: Karen.Geerke@beck.de
Internet: www.presse.beck.de


Freitag, 9. Dezember 2011

Keine Angst vorm Schreiben: 7. Den inneren Kritiker austricksen

In meinem Post Die beiden Schreibphasen trennen habe ich den so genannten inneren Kritiker bereits erwähnt. Es ist die nörgelnde Stimme in unserem Hinterkopf, die uns den Spaß am Schreiben verdirbt mit Bemerkungen wie: "Das ist doch sowieso alles Mist", "Wenn das jemals jemand liest, blamierst du dich bis auf die Knochen" und so weiter. Kein Wunder, dass der Schreibfluss stockt oder gar nicht erst in Gang kommt.

In meinem bereits erwähnten Post habe ich vorgeschlagen, dem inneren Kritiker während des Schreibens der ersten Fassung einfach den Mund zu verbieten, denn in dieser Phase stört er besonders. Außerdem ziehen seine Argumente nicht, schließlich braucht niemand die erste Fassung eines Texts jemals zu Gesicht zu bekommen.

Die Schauspielerin und Drehbuchautorin Felicia Day hat nun über eine andere, besonders trickreiche Methode berichtet, mit der man die kritische Stimme in sich zum Schweigen bringt. Man sagt sich - und ihr (der inneren Stimme): "Ich will gar nicht schreiben, sondern nur schon einmal alles vorbereiten." Ein wenig ähnelt das der Vorgehensweise, die ich in meinem Beitrag Kleine Schritte vorgestellt habe, nämlich sich einfach so wenig vorzunehmen, dass es keine Überwindung kostet anzufangen. Felicia Days Variante gefällt mir jedoch besonders gut und ich werde sie bestimmt demnächst einmal ausprobieren. Aber lassen wir Felicia selbst erzählen:
This is how I wrote the whole Season 5 on vacation early this year, I convinced myself it was free writing, just PREPPING for writing when I got back. 82 pages later, I was almost done after I actually got home!
Alles was man also tun muss, ist einfach eine Freewriting-Session beginnen als Vorbereitung aufs eigentliche Schreiben. Jedenfalls ist es das, was wir dem inneren Kritiker sagen ;-) Denn das Schwierigste ist, mit dem Schreiben zu beginnen. Danach läuft es oft von ganz allein.

Übrigens kann ich Felicia Days Webserie The Guild, von der sie in dem Zitat spricht, wärmstens empfehlen. Man findet sie zum Beispiel bei YouTube oder als DVD:









Lesen Sie auch die übrigen Posts aus meiner Reihe
Die Schreibangst überwinden

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Geschenk für meine Leser

Heute, sozusagen zum inoffiziellen Beginn der Vorweihnachtszeit, habe ich mir etwas Besonderes für meine Leser ausgedacht. Ich habe einen Auszug aus meinem Schreibratgeber Gut und verständlich schreiben - in zehn einfachen Schritten online gestellt. Folgen Sie einfach dem Link zum


das zwei besonders wichtige Kapitel meines Buchs enthält sowie meine Checkliste für gute Texte.

Und wenn Sie noch ein günstiges, aber ungemein nützliches Geschenk suchen (oder mehrere): Wie wäre es mit einem meiner beiden Schreibratgeber? Geeignet für Schule (ältere Schüler), Studium und Beruf sowie für jeden, der einfach nur lernen möchte, wie man schneller stilsicher formuliert.



Sie können sich nicht entscheiden? Vielleicht helfen Ihnen diese Informationen. Oder diese Leserstimmen.

Sonntag, 20. November 2011

Wo man meinen Schreibratgeber findet ...

Meinen neuen Ratgeber Der Schreibcoach kann man in Buchhandlungen in speziellen Regalen der Beck kompakt-Reihe entdecken - wie hier am Kölner Flughafen:

Das Foto hat mir der Lektor vom C. H. Beck Verlag vor Kurzem gemailt und der Anblick lässt mein Autorinnenherz höher schlagen ;-) Hier noch ein Ausschnitt, auf dem man mein Buch und sein Umfeld besser erkennen kann:

Ein vielfältiges Angebot, in dem mein Büchlein gut aufgehoben ist, finde ich.

Falls Sie keine Buchandlung in der Nähe haben, bekommen Sie den Ratgeber natürlich auch hier:



Und wenn Sie jetzt neugierig sind: Weitere Informationen über meine beiden Schreibratgeber finden Sie in diesem Post.

Dienstag, 15. November 2011

Jonathan Nolan sagt ...

I think “Write what you know” is the least useful maxim for writers. It’s nonsense. You should write whatever you want, and I tend to write out of a more science fiction or more slightly heightened arena.
Jonathan Nolan ist Drehbuchautor (z. B. für die Batmanfilme The Dark Knight und The Dark Knight Rises) und Showrunner/Autor der neuen amerikanischen TV-Serie Person of Interest. Das Zitat stammt aus einem Interview, das Shira Gotshalk von der WGA,West mit ihm geführt hat.

Nolan hat dabei noch etwas anderes gesagt, das ich wichtig finde, nämlich zum Thema Humor:
What I was taught about drama was you go there to raise the stakes as much as possible. What I do believe in order to get people to that, for lack of a better word, to get them to that dark place, you have to build a certain amount of levity. I spend as much time thinking about that, the lighter moments in each script. I don’t think scripts like Dark Knight or Prestige are remembered necessarily for the levity, but I certainly spent as much time worrying about the humor in the scripts and the lightness in moments.
Und weiter:
The unrelenting bleakness of some scripts ends up feeling hollow to me. It’s a little like with jumping into a pool of freezing water, all your nerves go numb after a while, you stop feeling, ...
Nur im Kontrast zu leichteren Momenten können die dramatischen ihre Wirkung entfalten.

Filme nach Drehbüchern von Jonathan Nolan (Co-Autor sein Bruder Christopher, der auch bei beiden Filmen Regie führte):







Der Film "Memento" beruht auf einer Kurzgeschichte von Jonathan Nolan (Drehbuch und Regie: Christopher Nolan):


Dienstag, 8. November 2011

Kindle und Co.: Mehr Freiheit für Autoren

Ich habe in letzter Zeit mehrere empfehlenswerte Blogposts von Indie-Autoren gelesen, die mir zu denken gaben, und zwar im positiven Sinne:

1. Das Abenteuer geht weiter von Petra van Cronenburg
Dort schreibt sie u. a.:
Self Publishing ist zur echten Option geworden, vor allem, wenn man auf die guten outgesourcten Lektorinnen und Grafikerinnen zurückgreifen kann, die gelernt haben, wie man ein gutes Buch macht. Schmuddel-Image wird eigentlich nur noch in Kollegenkreisen oder der Verlagswelt kolportiert, den Leserinnen ist es längst herzlich egal, welcher Verlag auf dem Cover steht.
Und:
... zeichnet sich schon jetzt ab, dass sich der Buchmarkt völlig neu strukturiert, dass das "Prinzip Buch" diesmal vom Leser neu definiert wird ...

... Aber wie viele Verlage schanzen einem lausige Lektoren zu, machen keinerlei Werbung fürs Buch, verramschen nach Rekordzeiten? Plötzlich haben wir Autoren eine Wahl. Wir sind nicht mehr Bittsteller, wir können Nein sagen.
Über Verlagsreaktionen zu einem neuen Buchprojekt schließlich schreibt sie:
Für jeden dieser Verlage müsste ich mein Thema genau auf dessen absolut nischiges Programm zurechtbürsten - und nicht auf das, was dem Thema am besten täte... Früher hätte ich Kompromisse geschlossen. Schlimmer noch: Ich hätte demütig meine Exposées geschrieben, für jeden ein anderes. Hätte meine Idee zigmal umgebürstet und die Runde gemacht und ewig gewartet und gebangt.
Aber heute nicht mehr, denn
Mein nächstes Sachbuch wird also wieder im Self Publishing entstehen.
2. You Aren't Asking the Right Questions von CJ Lyons
Fragen nach ihrem Erfolgsgeheimnis beantwortet die Thrillerautorin so:
“what” I did was put my readers first. By giving them a chance for free books. By risking putting my bestseller on sale. By sharing my hopes and dreams through my Lyons’ Tales newsletter.
Und weiter:
WHY do I not spend a lot of time tweeting or facebooking or blogging or fill in the blank of the current trendy promo tool? Because I need my time and energy to write and I feel my books are my best promotional tools. If I use my time to get more books out there, I’m keeping my readers happy and increasing my chances to find new ones.
...
... every decision ... focused on one thing. What would make my readers happy.
Not make every reader happy. That’s beyond my power. I focused on my readers. The people who respond to my Thrillers with Heart.
3. Doing the Unthinkable von Lee Goldberg.
Lassen wir den Autor der Monk-Krimis selbst erzählen, was er Undenkbares getan hat:
I am walking away from a hugely successful book series, one published in multiple languages around the world, and from the certainty of another three-book contract and an increase in my advance.
There was a time, not so long ago, when the idea of ending a hit book series ... with a major publisher would have been inconceivable to me and just about every author I know.
But the publishing world has completely changed.
So war es früher:
The Monk books, like the Diagnosis Murder novels that I wrote before, were licensed tie-ins.
...
I am still very proud of the books…which is why I find it incredibly frustrating that I have written 22 novels that I dearly love but that don’t belong to me.
They belong to studios.
Und jetzt?
Instead of writing two books a year for Penguin/Putman, I will be writing that many books… or more…for myself that I own.
...
It’s a bold, exciting new world for authors and I haven’t been this excited about writing since I was a teenager.

Bei der Lektüre dieser Posts ist mir Zweierlei noch einmal ganz klar geworden:
Weil ich meinen Thriller OHNE SKRUPEL selbst und ohne Verlag als Kindle-EBook veröffentlicht habe,
- brauchte ich keinen Verlag zu suchen,
- denn/und der Leser steht im Mittelpunkt.

Das muss man sich einmal klar machen. Bei dieser neuen Art des Buchveröffentlichens spielen nur zwei Personen eine Rolle: der Autor und der Leser. Es gibt keine Vermittler mehr.

Das bringt uns Autoren nicht nur die bekannten Vorteile:
- mehr Geld pro Buch,
- mehr Kontrolle (über den Text, das Cover, den Preis, das Erscheinungsdatum, die Rechte ...).

Ich brauchte auch nicht um einen Verlag für meinen Thriller zu buhlen (oder gar in einem vorgeschalteten Schritt zusätzlich um eine Agentur). S. die Auszüge aus Petra van Cronenburgs Post. Ich brauchte keine Exposees zu schreiben, keine Beschreibungen meiner Hauptfiguren, keine Anschreiben - und das (vermutlich) vielfach, auf die Vorgaben der jeweiligen Ansprechpartner zugeschnitten und immer wieder auf Hochglanz poliert.
Ich brauchte nicht auf Antworten zu warten.
Ich brauchte den Plot nicht auf Wunsch umzubauen, und das evtl. wieder und wieder.

Dass ich das nicht mehr zu tun brauche, ist ungemein befreiend - und zeitsparend. Meine Energie kann ich statt in das Schreiben von Exposees usw. in das Schreiben von Geschichten stecken. Zum Beispiel des zweiten Bands meiner Thriller-Reihe.

Die Leser stehen im Mittelpunkt, s. der Post von CJ Lyons. Ihnen muss mein Buch gefallen bzw. noch nicht einmal allen, sondern nur einer genügend großen Anzahl. Auch das ist befreiend. Denn natürlich werde ich mir die Anmerkungen meiner Betaleser, die meinem Zielpublikum entsprechen, zu Herzen nehmen. Und auch Kritiken werde ich aufmerksam lesen. Aber ich kann, solange ich genügend Leser finde, die Geschichten schreiben, die ich will. Und wie ich will*.

Aufregende Zeiten für Autoren (s. Lee Goldbergs Post).

*Das bezieht sich auch auf die Form. Schon veröffentlichen Autoren Kurzgeschichten und Novellen, die wegen mangelnder Länge bei Verlagen schwer bis gar nicht unterzubringen waren. Vermutlich finden diese Texte nicht so viele Leser wie ausgewachsene Romane - aber die Autoren können selbst entscheiden, ob ihnen das genügt. Meine Thriller haben längenmäßig eher die gegenteilige Tendenz - aber auch da brauche ich bei einem Kindle-EBook keine Rücksicht auf irgendwelche Vorgaben oder Standards zu nehmen.

Mein neuer Thriller



Und hier je ein Buch der drei zitierten bloggenden SchriftstellerInnen:









Mittwoch, 2. November 2011

Kampf der nominalen Verdichtung

Wie die Zeit vergeht. Vor gut drei Jahren habe ich diesen Post geschrieben: Besser schreiben: Die Streichung von -ung. Doch was soll ich sagen? Anhäuf-ungen von substantivierten Verben sind immer noch verbreitet. Immer noch finde ich Sätze wie diesen:

Die Entscheidung des Bauherrn zur Umsetzung der Vorgaben zur Kosteneinsparung aus dem Lenkungskreis führte zur Verringerung der Ausgaben.

Eine solche Anhäufung von Substantiven macht einen Satz sperrig und schwer lesbar. Zum Glück verbergen sich in einigen der Hauptwörter Verben.

Im ersten Schritt wandeln wir also Entscheidung, Umsetzung und Verringerung in die entsprechenden Verben um:

Der Bauherr entschied sich, die Vorgaben des Lenkungskreises zur Kosteneinsparung umzusetzen, was die Ausgaben verringerte.

Zweitens ist es überflüssig zu erwähnen, dass der Bauherr sich entschied, denn das geht aus seiner Handlung hervor. Mein Vorschlag sieht daher so aus:

Der Bauherr setzte die Vorgaben des Lenkungskreises zur Kosteneinsparung um und verringerte so die Ausgaben.

Man könnte Kosteneinsparung auch noch umwandeln, aber ich finde, der Satz ist auch so klar und verständlich (wenn auch nicht besonders elegant).

Viele weitere Tipps für einen guten Schreibstil finden Sie in meinen Ratgebern.






Donnerstag, 27. Oktober 2011

Sprachglosse in der ZEIT

Heute gibt es nur einen kurzen Hinweis auf eine ZEIT ONLINE-Glosse über die oft überflüssige Vorsilbe End-. Aber lesen Sie selbst:


Mehr zum leidigen Thema aufgeblasene Wörter finden Sie in diesem Post:
Besser schreiben: Sag's einfach (Punkt 1)
und natürlich auch in meinen Schreibratgebern.

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Zwei Schreibratgeber

Mit Gut und verständlich schreiben und Der Schreibcoach sind jetzt zwei Schreibratgeber von mir auf dem Buchmarkt. Beide sind für Menschen gedacht, die viel schreiben (müssen), jedoch keine Profis sind. Und in beiden geht es darum, was einen klaren, gut lesbaren Schreibstil ausmacht. Ganz pragmatisch, mit vielen Beispielen und ohne unnötige Theorie.

Und was ist der Unterschied zwischen den beiden Büchern?

Gut und verständlich schreiben - in zehn einfachen Schritten eignet sich zum Lernen und Einüben der allerwichtigsten Stilregeln, die jeder braucht, vom Schüler bis zum Professor, von der Sekretärin bis zur (angehenden) Bestsellerautorin. Das Buch behandelt zehn entscheidende Aspekte und ist gleichzeitig ein Workshop, denn es enthält Übungen, in denen man das Gelernte sofort anwenden kann. Das Besondere, was auch Rezensenten hervorheben, sind die vielen Beispiele und Übungen einerseits und die Kürze, sprich: die Konzentration auf das Wesentliche, andererseits. GUVS ist also ein Buch für Menschen mit wenig Zeit, die auf einen Sitz das Allerwichtigste lernen und gleich einüben wollen. Das war jedenfalls mein Ziel und wenn man Lesern und Rezensenten glaubt, habe ich es auch erreicht ;-)

Der Schreibcoach - Besser texten, schneller verstanden werden ist eine erweiterte Version seines Vorgängers, jedoch ohne die Übungen. Dafür enthält das Buch zusätzliche Kapitel zum Beispiel zum Überwinden von Schreibhemmungen und zum Texten für Websites sowie über geschlechtergerechte Sprache. Es eignet sich deshalb besonders für alle, die im Beruf jegliche Art von Texten besser, verständlicher und routinierter formulieren möchten. Wer einen guten, kompakten, etwas umfassenderen Schreibratgeber für wenig Geld sucht, dem empfehle ich diese Ausgabe.

Die Print-Versionen meiner Schreibratgeber:



Das EBook von "Gut und verständlich schreiben":


Montag, 3. Oktober 2011

Nützliche Anmerkungen zu: EBooks für Kindle einrichten, die Zweite

Vor einiger Zeit habe ich darüber geschrieben, wie mir ein Leser, der sich mit IT auskennt, geholfen hat, meine damaligen EBooks in Bezug auf die Formatierung zu oprimieren, s. Warum DRM dumm ist und Offenheit gut. Diese Dateien hatte ich ganz "zu Fuß" ins EBook-Format umgewandelt.

Bei meinem neuen Thriller OHNE SKRUPEL habe ich Calibre verwendet und mein Vorgehen in dem Post EBooks für Kindle einrichten, die Zweite beschrieben.

Nun hat mir derselbe nette Mensch einige Anmerkungen zu diesem Beitrag gemailt, die sicher auch für andere Indie-Autoren hilfreich sind und die ich deshalb hier wiederhole.

Ich hatte geschrieben:
Ich habe Seitenumbrüche eingefügt, jeweils nach dem letzten Zeichen der betreffenden Seite, also etwa nach dem Titel oder dem Ende eines Kapitels.

Kommentar des Lesers:
Nun, besser ist es in Word hier mit Überschriftformatvorlagen zu arbeiten. "Überschrift 1" bis Überschrift 6" gibt es bei Word von Hause aus. Hier kann man in der Formatvorlage auch einen vorangestellten Umbruch auswählen, der von Calibre auch erkannt wird.

Ich:
Eine Leerzeile vor der jeweiligen Kapitelzahl.

Kommentar:
Nein, bitte nie und nimmer dies tun. Das gibt später nur Probleme. Hier bitte die Kapitelzahl mit einer Überschriftformatvorlage (zum Beispiel "Überschrift 2" formatieren und diese mit einem vorangestellten Umbruch versehen. Calibre macht das sogar bei erkannten (Kapitel-)Überschriften automatisch.

Seitenzahlen in der Fußzeile entfernt.

Ja. Muss sein.

Ich wollte, dass jeder neue Absatz mit einem Einzug anfängt, deshalb hatte ich das im Word-Dokument so vorgegeben. Zu Beginn jedes Kapitels sollte der erste Absatz ohne Einzug beginnen. Also habe ich das für jeden betreffenden Absatz einzeln so formatiert (geht das auch einfacher, also auf einen Schlag? Keine Ahnung.)

Vollautomatisch geht dies in Word/Calibre tatsächlich nicht. Aber auch hier helfen die Formatvorlagen. Eine definieren, die immer von Ihnen dann für den ersten Absatz benutzt wird.

Dann habe ich das Word-Dokument als gefiltertes HTML-Dokument gespeichert (bei meiner Word-Version heißt das "Website, gefiltert") und anschließend in Calibre zu einer mobi-Datei konvertiert."

Ja, eine bessere Möglichkeit bietet Word nicht.

Wenn man das Ergebnis kontrollieren möchte, was ich unbedingt empfehle, weil man nach meiner Erfahrung bei Kleinigkeiten herumprobieren muss, sollte man sich die Kindle-Leseapp auf den PC laden und die konvertierte mobi-Datei darin anschauen.

Ja, das ist wirklich überaus notwendig sonst erlebt man schnell unangenehme Überraschungen.

dass aber Leerzeilen, die im Manuskript vorhanden waren, im Kindle-Buch nicht erscheinen. Was funktionierte: Ich habe die entsprechenden Leerzeilen im Word-Dokument vollständig entfernt und dann wieder eingefügt. Nur bei dem Titelblatt gelang es mir für die PC-Version des Kindle nicht, in der Version auf meinem iPod sind die Leerzeilen z. B. zwischen meinem (Autoren)Namen und dem Buchtitel vorhanden. Warum? Keine Ahnung. Es zeigt aber, dass dieselbe mobi-Datei auf verschiedenen Geräten ein wenig unterschiedlich wiedergegeben wird.

Ja, leider funktioniert dies nicht wirklich mit den Leerzeilen. Der Kindle interpretiert < br / > (ein HTML-Zeilenumbruch) als Leerzeile, die App nur & n b s p ; < br / > (ein festes Leerzeichen plus Zeilenumbruch). Calibre erzeugt < br / >. (Anmerkung von mir: Ich musste in die Befehle hier jede Menge Leerstellen einbauen, weil Blogger sie sonst entfernte.)

Und schließlich noch eine Beobachtung, die ich beim Hochladen der mobi-Datei bei KDP (also bei Amazon) gemacht habe: KDP nudelte entweder ewig herum, ohne fertig zu werden, oder es kam eine allgemeine Fehlermeldung, diemir nicht weiterhalf. Bis ich folgende Lösung fand: Calibre hatte meinem Buch den Dateinamen Ohne Skrupel – Ingrid Glomp.mobi gegeben. Als ich den zu
OhneSkrupel.mobi verkürzt habe, ging's plötzlich. Warum? Genau: keine Ahnung.

Erklärung, warum das nicht ging: Die Datei beinhaltete ein Minuszeichen im Namen. Im Dateinamen sind nur Buchstaben "a" bis "z", "A" bis "Z" sowie die Zahlen "0" bis "9" erlaubt (plus z. B. ".mobi" als Dateianhang). Leerzeichen können ggf. schon kritisch werden. Das steht nirgendwo, aber es bewirkt die Fehlermeldung. Verschiedene Apps und der Kindle selbst vertragen einige Zeichen mehr, aber man benutzt dann am besten immer den kleinsten Nenner.

Wirklich nützliche Hinweise finde ich. Da mein Buch auf dem Kindle usw. ganz ordentlich aussieht, lasse ich es im Moment so, werde aber die Erklärungen vor dem Anfertigen der nächsten Version noch einmal lesen. Und beim nächsten EBook wird dieses neue Wissen mir einige Mühe ersparen (Formatvorlagen!). Dem hilfsbereiten Leser deshalb ein herzliches Dankeschön für seine Tipps.

Mittwoch, 28. September 2011

Jetzt lieferbar: Mein neuer Schreibratgeber

Am vorigen Samstag erhielt ich die druckfrischen Autorenexemplare. Jetzt ist er auch bei Amazon erhältlich: mein neuer Schreibratgeber "Der Schreibcoach".



Auch im Buchhandel sollten Sie das Buch jetzt kaufen können.

Hier die Kurzbeschreibung:
Auf den Punkt, klar, verständlich: Gut schreiben und texten kann nicht jeder - aber jeder sollte es lernen. Präzise Texte sind besonders im Job gefragt, wenn man mit wenigen Worten genau das Richtige vermitteln möchte. Egal, ob Gutachten oder Anleitungen, Rundmails oder Zeitschriftenartikel: Dieser Ratgeber zeigt Ihnen anhand zahlreicher Beispiele, wie Sie besser texten und schneller verstanden werden.
- Wie strukturiere ich richtig? Vom packenden Einstieg bis zum runden Schluss
- Welcher Stil ist der richtige? Vielfältig, lebendig und treffend formulieren
- Abgabetermin trifft auf Denkblockade? Wirksame Tipps gegen Schreibhemmungen

EBooks für Kindle einrichten, die Zweite

Im März habe ich in einem Post beschrieben, wie ich meine ersten Kindle-Bücher formatiert habe: E-Books für Kindle veröffentlichen - Einige Tipps aus der Praxis. Zwar ist seitdem erst ein halbes Jahr vergangen und doch klingt der Post teilweise wie ein Stimme aus grauer Vorzeit. Damals gab es noch nicht einmal die Möglichkeit hierzulande, also bei amazon.de, Kindle-EBooks zu veröffentlichen!

Eines ist aber geblieben: Das Formatieren der Dateien gelingt (zumindest mir) im konkreten Einzelfall nur mit Versuch und Irrtum. Und wenn man es auch noch für andere Plattformen versucht, wird es noch komplizierter, s. dieser Post im Blog von Bob Mayer: Keeping up with the eBook technology.

Auch ich versuche mitzuhalten und habe deshalb mein neues EBook, den Thriller OHNE SKRUPEL, mit Hilfe von Calibre, einer kostenlosen Software (man kann jedoch etwas spenden) formatiert. Wie schon bei Bob Mayer zu lesen, ist das keine ideale Lösung, aber für jemanden wie mich, also ohne IT-Kenntnisse, gut zu bewältigen. Und mir gefällt, dass man das Cover einbinden und gleich noch eine epub-Datei erzeugen kann - für Freunde oder Rezensenten, die dieses Format bevorzugen, weil sie z. B. einen entsprechenden Reader haben.

Für Menschen, die das interessiert, folgt jetzt ein Protokoll, wie ich beim Formatieren der mobi-Datei (also des Kindle-EBooks) vorgegangen bin. Daraus wird auch deutlich, was ich weiter oben mit "Versuch und Irrtum" gemeint habe.

Ich bin ausgegangen von einer Word-Datei. Die habe ich so bearbeitet, wie das fertige EBook aussehen sollte:

Ich habe Seitenumbrüche eingefügt, jeweils nach dem letzten Zeichen der betreffenden Seite, also etwa nach dem Titel oder dem Ende eines Kapitels.

Eine Leerzeile vor der jeweiligen Kapitelzahl.

Seitenzahlen in der Fußzeile entfernt.

Ich wollte, dass jeder neue Absatz mit einem Einzug anfängt, deshalb hatte ich das im Word-Dokument so vorgegeben. Zu Beginn jedes Kapitels sollte der erste Absatz ohne Einzug beginnen. Also habe ich das für jeden betreffenden Absatz einzeln so formatiert (geht das auch einfacher, also auf einen Schlag? Keine Ahnung.)

Dann habe ich das Word-Dokument als gefiltertes HTML-Dokument gespeichert (bei meiner Word-Version heißt das "Website, gefiltert") und anschließend in Calibre zu einer mobi-Datei konvertiert.

Wenn man das Ergebnis kontrollieren möchte, was ich unbedingt empfehle, weil man nach meiner Erfahrung bei Kleinigkeiten herumprobieren muss, sollte man sich die Kindle-Leseapp auf den PC laden und die konvertierte mobi-Datei darin anschauen.

Dann sieht man vielleicht, dass ein Absatz ohne Einzug auch im Kindle-Buch so erhalten bleibt, obwohl das vor Kurzem noch nicht der Fall war (s. mein früherer Post und den Nachtrag vom 10.5.), dass aber Leerzeilen, die im Manuskript vorhanden waren, im Kindle-Buch nicht erscheinen. Was funktionierte: Ich habe die entsprechenden Leerzeilen im Word-Dokument vollständig entfernt und dann wieder eingefügt. Nur bei dem Titelblatt gelang es mir für die PC-Version des Kindle nicht, in der Version auf meinem iPod sind die Leerzeilen z. B. zwischen meinem (Autoren)Namen und dem Buchtitel vorhanden. Warum? Keine Ahnung. Es zeigt aber, dass dieselbe mobi-Datei auf verschiedenen Geräten ein wenig unterschiedlich wiedergegeben wird.

Zum Hochladen des Buchcovers bei Calibre: Ich musste etwas herumsuchen, bis ich herausfand, wie's geht. Deshalb für ähnlich Unbedarfte hier die Klick-Folge: Die HTML-Datei des Buchs lädt man hoch mit dem Befehl "Buch hinzufügen" (Icon links oben in der Ecke). Zum Einfügen des Covers klickt man das Icon daneben an "Metadaten bearbeiten" (natürlich muss die entsprechende Datei markiert sein). Dann klickt man bei "Umschlag ändern" "Durchsuchen" an und lädt das Cover vom PC hoch.

Und schließlich noch eine Beobachtung, die ich beim Hochladen der mobi-Datei bei KDP (also bei Amazon) gemacht habe: KDP nudelte entweder ewig herum, ohne fertig zu werden, oder es kam eine allgemeine Fehlermeldung, die mir nicht weiterhalf. Bis ich folgende Lösung fand: Calibre hatte meinem Buch den Dateinamen Ohne Skrupel – Ingrid Glomp.mobi gegeben. Als ich den zu OhneSkrupel.mobi verkürzt habe, ging's plötzlich. Warum? Genau: keine Ahnung. Es ist eben so: Leute wie ich, die nichts vom Programmieren verstehen, müssen einfach solange herumprobieren, bis es geht. Oder Erfahrungsberichte wie diesen lesen ;-)

Nachtrag vom 3.10.11: s. a. auch mein Post Nützliche Anmerkungen zu: EBooks für Kindle einrichten, die Zweite mit Kommentaren eines Experten zu einigen der obigen Punkte.

Meinen Thriller, das Endprodukt meiner Bemühungen, können Sie hier besichtigen und kaufen:


Sonntag, 18. September 2011

Und wieder Lob für meinen Schreibratgeber

Die Klartext-Initiative der Universität Hohenheim empfiehlt meinen Ratgeber Gut und verständlich schreiben in zehn einfachen Schrittenin ihren Lesetipps. Und nicht nur das: Ihre Klartext-Regeln beruhen zum Teil auf meinen Empfehlungen.

Darum geht's bei der Initiative (s. Startseite des Internet-Auftritts):
Eine klare Sprache - das hat sich die Universität Hohenheim im Rahmen des Themenjahres "Stark durch Kommunikation" als Ziel gesetzt. Davon können und sollen alle profitieren, vor allem aber die Studierenden. Deshalb werden wir alle wichtigen Schreiben, die Studierende erhalten, Stück für Stück einer Klartext-Prüfung unterziehen. Und sie - falls nötig - verständlicher formulieren. Auch die wichtigen Homepage-Texte werden nach und nach auf ihre Verständlichkeit geprüft und optimiert. Bereits geprüfte und optimierte Texte erhalten ein Klartext-Siegel.
Eine super Idee, finde ich, und ich hoffe, dass sie von Hohenheim aus weite Kreise ziehen wird.

Wer sonst noch meinen Ratgeber empfehlenswert findet, können Sie in meinem Post Sie alle loben meinen Schreibratgeber nachlesen.

Neugierig? Hier finden Sie mein Buch in gedruckter Form


und als EBook

Dienstag, 6. September 2011

Schreiben für den Bildschirm

Menschen lesen Websites selten gründlich. Mehr noch als beim gedruckten Wort neigen sie dazu, einen Text zu überfliegen und nur hervorgehobene Elemente wie Titel, Zwischenüberschriften oder Auflistungen wahrzunehmen.

Was die Forschung sagt: Die Bereiche einer Website, die am meisten Beachtung finden, so einer der führenden Experte Jakob Nielsen, entsprechen ganz grob der Form eines großen

F
  • Das heißt, den Anfang einer Website lesen die Besucher ausführlich von links nach rechts. Doch schon nach circa zwei Absätzen gleitet der Blick den linken Rand des Bildschirms entlang nach unten, auf der Suche nach etwas Interessantem.

  • Nielsen hat außerdem festgestellt, dass die meisten Menschen 80 Prozent ihrer Aufmerksamkeit auf den Bereich einer Website richten, den sie auf Anhieb sehen. Zwar scrollen Besucher durchaus, aber den Texten, die sie so erreichen, schenken sie nur 20 Prozent, also nur ein Fünftel, ihrer Aufmerksamkeit.

  • Allerdings nützt es nichts, einen längeren Text auf mehrere Seiten zu verteilen. Denn eine neue Seite klicken Leser noch seltener an, als sie eine einzelne hinunterscrollen.

  • Wenn es um komplexere Sachverhalte geht, empfiehlt Nielsen, einen kurzen, zusammenfassenden Text zu schreiben, der alle Leser anspricht, und von dort zu einer längeren Abhandlung für Interessierte zu verlinken.

  • Vergleicht man die beiden Seiten des Bildschirms, so lesen Besucher vorwiegend (zu etwa 70 %) das, was auf der linken Hälfte steht.

  • Das Ende einer Aufzählung wird wiederum häufiger gelesen als die Punkte in der Mitte. Außerdem erinnern sich Menschen besser an das, was sie zuletzt gesehen haben. An dieser Stelle können Sie also auch noch einen interessanteren Aspekt erwähnen.
Viele weitere Schreibtipps finden Sie in meinem neuen Ratgeber



Auf den Punkt, klar, verständlich: Gut schreiben und texten kann nicht jeder – aber jeder sollte es lernen. Präzise Texte sind besonders im Job gefragt, wenn man mit wenigen Worten genau das Richtige vermitteln möchte. Egal, ob Gutachten oder Anleitungen, Rundmails oder Zeitschriftenartikel: Dieser Ratgeber zeigt Ihnen anhand zahlreicher Beispiele, wie Sie besser texten und schneller verstanden werden.
• Wie strukturiere ich richtig? Vom packenden Einstieg bis zum runden Schluss
• Welcher Stil ist der richtige? Vielfältig, lebendig und treffend formulieren
• Abgabetermin trifft auf Denkblockade? Wirksame Tipps gegen Schreibhemmungen

Montag, 5. September 2011

Tweets zum Thema Schreiben (44)

Hier meine Tweets der vergangenen Woche über das Schreiben und verwandte Themen:
Seien und Sie (geschlechter)gerecht
Vor 1 Jahr in meinem Blog: KUA - keine unüblichen Abkürzungen
Neu im September: von und von mir :-)

Ann Patchett's lessons on writing, from Byliner
! RT : Quote of the Day, from Nadine Gordimer: bit.ly/nXLCBR
RT : A method for developing an elevator pitch: bit.ly/r5792b
RT : Perils of writing your 15th book in a series: Just realized the reason this scene is writing itself is because I have written it before
RT : Miserable novels bore me. I don’t want to read a miserable book about misery. – Barry Hannah tpr.ly/fTtVax
RT : TV writers? Sorkin. Norman Lear. Joss Whedon. RT Who inspired you the most?
MT : Write every day. Watch a lot of TV, dissect ur fave shows. RT any advice for an aspiring television writer?

MT : Yay! MT thrilled I am latest guest at , talking about being Scary Disease Girl... bit.ly/omU6Q5
Und eine gute Nachricht: Journalisten erhalten nach Anmeldung kostenfreien Zugang zur Cochrane Library
MT : Am 19.10. wählen d Freischreiber "die fairste und die fieseste" Redaktion Deutschlands 2011. bit.ly/pHrxQl via
SciWrite 2011 interesting notes from this Santa Fe Workshop:

By the Time A Self-Published Author Hits it Big, Do They Really Need a Publisher? | Nathan Bransford, Author
buhu RT : Die Buchindustrie jammert wieder rum und behauptet: Piraten machen E-Book-Markt kaputt lcsh.de/3oj
RT : E-Books und Lesegeräte: Erste „eLibrary“ auf der IFA
"Der Kopierschutz ist ein Hindernis" nicht bei meinen EBooks :-)
Hier noch mal mein Post: Warum DRM dumm ist und Offenheit gut
The Race to the Bottom zur Anti-Digital/Raubkopierer-Panikmache
RT : Great, do I have to be Captain Buzzkill and gently point out that if illegal dl of comics stopped right this second ...
RT : ... odds are comic sales of would not increase by any noticeable %? INot just "odds are" but "almost certainly given available research"?
RT : Just ... let's not pretend "comics won't be around" b/c of piracy. If comics "die" per se, corporate decisions over decades made it happen.
RT : Yeah, sure.According to all available research, there's no evidence piracy has significant economic effect. Including my TV shows.
S. vorige Posts: gehört zu den Kreativen/Urhebern, die nicht glauben, dass Raubkopierer großen Schaden anrichten. Recht hat er.
How I got my ITIN (US Individual Taxpayer Identification Number) great advice for people who pub on amazon.com & smashw.
interessant RT : Announcing “” (beta): Connecting readers with their favorite writers and their books. amzn.to/npQuCb
Free Software for Indie Authors | Publish Your Own Ebooks
MT :  "Die stärkste Waffe im Kampf gegen Piraterie ... ein nutzerfreundliches legales Angebot“ bit.ly/oDmc0V via
RT : How authors can use to share audiobooks, reading recordings & podcasts: mbist.ro/pMCSNO
"you can build momentum in ebooks whereas in print your book wld be pulled from the shelves before it got any momentum"
Bob Mayer Interview – Selling 80,000 eBooks in One Month
Staatliche Datenschützer fördern die Monopolisierung im Internet: Weichert und der Sargnagel für d..

RT : An interesting story reflecting the author's role in traditional cover design melissacwalker.com/wintering-well/
Author Sues Publisher for Restraint of Trade

Academic publishers make Murdoch look like a socialist | George Monbiot I totally agree
"a single article published by one of Elsevier's journals will cost you $31.50. Springer...€34.95, Wiley-Blackwell, $42"
! MT : Pay $32 to learn "The article has been permanently retracted"? Story at Retraction Watch bit.ly/oEJVgP via
! RT : So when does academic publishing get disrupted? gigaom.com/2011/08/30/so-…
RT : RT : Direct action nerds who set knowledge free bit.ly/qzfogW



Dienstag, 30. August 2011

Seien Sie (geschlechter)gerecht

Wohl niemand wird gerne ignoriert. Und doch passiert es Frauen immer wieder, dass sie, manchmal absichtlich, oft unabsichtlich, nicht angesprochen werden beziehungsweise sich nicht angesprochen fühlen. Auch die Leistungen von Frauen werden häufig übersehen und damit Verhältnisse zementiert, die längst überholt sein sollten.

Was meine ich damit? Nun, wenn von Chefs die Rede ist, was sehen Sie vor sich? Vermutlich (nur) Männer. Stimmt’s? Ebenso bei Chirurgen, Regisseuren oder Astrophysikern. Obwohl sich in allen diesen Gruppen auch Frauen finden lassen. Und langsam werden es mehr. Wobei das vielleicht schneller ginge, wenn die Sprache nicht althergebrachte Vorstellungen unterstützen würde.

Beiden Geschlechtern in Texten gerecht zu werden, bedeutet in der Regel, den Eindruck zu vermeiden, das Geschriebene richte sich vorwiegend an Männer und die Akteure seien hauptsächlich männlichen Geschlechts.

Lesern gerecht zu werden, bedeutet, klar, einfach und lebendig zu formulieren.

Beides zu verbinden, gleicht häufig der Quadratur des Kreises.

Meine pragmatische Lösung sieht so aus: Wenn ich befürchte, dass eine althergebrachte Sichtweise den Blick auf die gleichberechtigte Realität verstellt, erwähne ich zu Anfang eines Artikels (und wenn er länger ist, auch noch einmal mitten drin) zum Beispiel Ärztinnen und Ärzte, Justizminister und Justizministerinnen der Länder oder Professorinnen und Professoren. Eine durchgehende Erwähnung beider Geschlechter in dieser Form hält jedoch kein Text aus, ohne bizarr zu wirken.

Andererseits richtet sich dieses Blog offensichtlich an Frauen und Männer und jeder und jede versteht (hoffentlich), dass beide Geschlechter gemeint sind, wenn ich beispielsweise über Leser und Autoren spreche.

Manchmal ergibt es sich, dass ich, schon um Wiederholungen zu vermeiden, in einem Artikel von Jungen und Mädchen (statt Schülern) schreibe oder von Personen oder Frauen und Männern statt von Teilnehmern. Auch so lassen sich die Bilder im Kopf der Leser beeinflussen. Oder ich greife auf andere geeignete Möglichkeiten zurück, beide Geschlechter zu erwähnen , indem ich etwa alle schreibe statt jeder.

Ansonsten baue ich darauf, dass die Realität und unser Bewusstsein sich mehr und mehr ändern. So dass wir nicht nur, wenn von Menschen oder den deutschen Bundeskanzlern die Rede ist, automatisch Männer und Frauen (beziehungsweise eine Frau) vor unseren geistigen Augen sehen, sondern auch bei Bezeichnungen wie Astronauten, Vorstandschefs oder Nobelpreispräger. So wie es bei Personen umgekehrt auch automatisch der Fall ist. (Oder denken Sie dabei nur an Frauen, weil es die Person heißt? Oder bei Menschen, weil maskulin, nur an Männer?)

Denn darum geht es doch letztlich: dass Leser im Allgemeinen und die weiblichen im Speziellen wissen und fühlen, dass mit solchen Bezeichnungen Frauen und Männer gemeint sind.

Mehr zu diesem Thema und zu vielen weiteren finden Sie in meinem neuen Schreibratgeber



Auf den Punkt, klar, verständlich: Gut schreiben und texten kann nicht jeder – aber jeder sollte es lernen. Präzise Texte sind besonders im Job gefragt, wenn man mit wenigen Worten genau das Richtige vermitteln möchte. Egal, ob Gutachten oder Anleitungen, Rundmails oder Zeitschriftenartikel: Dieser Ratgeber zeigt Ihnen anhand zahlreicher Beispiele, wie Sie besser texten und schneller verstanden werden.
• Wie strukturiere ich richtig? Vom packenden Einstieg bis zum runden Schluss
• Welcher Stil ist der richtige? Vielfältig, lebendig und treffend formulieren
• Abgabetermin trifft auf Denkblockade? Wirksame Tipps gegen Schreibhemmungen


Montag, 29. August 2011

Tweets zum Thema Schreiben (43)

Hier meine Tweets der vergangenen Woche über das Schreiben und verwandte Themen:
Infos zu meinem neuen Schreibratgeber
Heute im Blog: Texte überarbeiten: Fragen an Betaleser
RT : Neu im Blog: Der Schreibfluss hat Vorfahrt bit.ly/onMgDu
Writing and decision fatigue also explains "why writers get fat"
RT : No Rules, Just WRITE!: Block Busting! - eepurl.com/fryQU
Vor 2 Jahren in meinem Blog: Ein Satz, zwei Probleme

Vor 1 Jahr in meinem Blog: Wie Jonathan Ames schreibt
RT : Writing in a Different Way bit.ly/q9KeJx Serienidee wird Roman-Pitch wird Drehbuch wird Indie-Roman
RT : Tips on writing, fictional style icons, and top literary Twitterers. Our advice for this week: tpr.ly/q9Erhx
Vor 3 Jahren in meinem (zweiten) Blog: Schreibtipps von Robert A. Heinlein

Amazon: Der unheimliche Verlag - SPIEGEL ONLINE -
RT : Simon & Schuster: John Locke publishing deal lets Locke keep self-publishing e-books lcsh.de/3o1
A Revolution for Readers - IndieReader
"trust the readers. ... They will find you", ermutigt Autoren
RT : Is Amazon coming to the rescue of the short story? fb.me/uJiVwWp5 (via )
RT : Ladies (61% of owners), older Americans aged 55+ (30), aged 45-54 (21) love eReaders. Men, younger American like tablets
RT : Nielsen Wire: Changing Demographics of Tablet and eReader Owners (US), getting on with older people is.gd/2ws9ZR
Six Freelancers Who Rock on Twitter–And How You Can, Too | The Renegade Writer
RT : Konrath & Crouch discuss the future of ebooks, and a new sales idea for authors. tinyurl.com/3d8ynxj
Wo man günstige englischsprachige für und andere findet:
Does Offering An Online Preview of Your Book Devalue It?

A Big Hollywood Movie Is Coming, and a Novelist Cries Foul: nur für die, die's sich leisten können?

Who Made That Dummy Text?: Der Ursprung von Lorem ipsum ...

14 Best-Selling Books Repeatedly Rejected by Publishers wie gut für Leser, dass Verlage schlechte Bücher rausfiltern ;-)

Donnerstag, 25. August 2011

Texte überarbeiten: Fragen an Betaleser

Das kennt jeder Autor, der längere Zeit an einem Text arbeitet: Irgendwann nimmt man überhaupt nicht mehr wahr, was genau da auf dem Papier oder Bildschirm steht.

Da hilft nur, das Geschriebene einige Tage ruhen zu lassen oder besser noch jemand anderen zu bitten, es sich einmal anzuschauen. Und zwar am besten eine Person (oder mehrere) aus der Zielgruppe - und nicht die Mutter oder Freunde, es sei denn sie gehören zu dem Kreis, für den das Buch oder der Artikel gedacht ist.

Wenn die Kommentare dieser Betaleser nützlich sein sollen, bringt es wenig zu fragen, ob oder wie ihnen der Text gefällt. Selbst wenn sie wider Erwarten ehrlich antworten: Was soll man mit Antworten wie "gut" oder "geht so" anfangen?

Was Sie wissen wollen, ist, wo die Schwachstellen sind.

Bei Sachtexten können Sie zum Beispiel fragen:
War irgendetwas unverständlich?
War irgendeine Stelle anstrengend zu lesen?
Ist der Leser irgendwo "ausgestiegen"? (Das ist zum Beispiel bei Bandwurmsätzen und einer Anhäufung von Fremdwörtern schnell der Fall.)
War etwas langweilig, weil zu einfach oder schon hinreichend bekannt?
Bei fiktionalen Stoffen (in meinem Fall Krimis) möchte man als Autor auch noch andere Dinge wissen. Kürzlich haben sich mehrere nette Menschen bereit erklärt, das Manuskript meines ersten Romans, des Thrillers "Ohne Skrupel", zu lesen und mir zu sagen, was sie davon halten. (Alle sind natürlich Krimifans.)

Hier die Fragen, die ich für sie notiert habe:
Was ist langweilig?
Was unverständlich?
Was zu lang (overwritten), was zu kurz (underwritten)?
Gibt es irgendwo einen Fehler, Widersprüche?
Anmerkungen zu Figuren?
War etwas zu vorhersehbar?
Zu kompliziert?
Wo warst du besonders gespannt, wie’s weitergeht?
Die Kapitellänge ist im Moment noch uneinheitlich: Was ist besser: eher längere Kapitel, wie zu Anfang, oder recht kurze Kapitel wie v. a. gegen Ende?
Allgemein: Was hat dir besonders gut gefallen?
Was hat dir nicht gefallen?
Welche Bezeichnung passt besser: Thriller oder Krimi?
Würde dich ein Büchlein (10 bis 20 Seiten) über die wahren Hintergründe, über die Fakten interessieren?
Erinnert das Buch an irgendwelche anderen AutorInnen?
Irgendwelche anderen Gedanken, zum Titel oder was auch immer?
Tippfehler etc. sind nicht so wichtig (die habe ich noch nicht durchgehend korrigiert), aber falls dir etwas auffällt, ist ein Hinweis natürlich willkommen
Eine ziemlich lange Liste. Wie leicht zu erkennen, ist manches für mein Buch spezifisch. Alle Fragen in diesem Post sollen Ihnen in erster Linie als Anregung dienen. Außerdem habe ich auch nach Dingen gefragt, die den Lesern gefallen (das ist für das nächste Buch wichtig, nicht so sehr für das aktuelle Manuskript).

Beide Listen zeigen: Was einen Autor in erster Linie interessieren sollte, ist, wo es Probleme gibt. Denn letztlich schreiben wir nicht für uns - wie im Tagebuch -, sondern für unsere Leser. Die sollen es verstehen, denen soll es gefallen. Lösungsvorschläge sind weniger wichtig. Dafür ist der Leser vielleicht nicht kompetent genug (weil er nicht so viel über die Materie oder auch übers Schreiben weiß.)

Last, but not least: Bitte denken Sie dran, sich angemessen zu bedanken. Betaleser opfern Lebenszeit, um uns zu helfen. Ich habe meinen Fragen außerdem diese Passage vorangestellt:
Liebe Betaleser ;-)
Ganz herzlichen Dank! Bitte fühlt euch nicht erschlagen von dem langen Manuskript. Ich bin für jede Art von Anregungen dankbar. Auch wenn ihr nur einen Teil lest, oder das Ganze nur querlest.
Dinge, die mich interessieren/Fragen (nur als Anregung, einfach das beantworten, wozu euch etwas einfällt): ...
So oder so: Writing is rewriting. Betaleser können uns sagen, wo eine Überarbeitung nötig ist.

Dienstag, 23. August 2011

Infos zu meinem neuen Schreibratgeber

Im Shop des C. H. Beck Verlags ist schon alles bereit für das Erscheinen meines neuen Schreibratgebers "Der Schreibcoach", das für die 36. Kalenderwoche (also ab dem 5. September) angekündigt ist.

Falls Sie neugierig sind, blättern Sie schon einmal im Inhaltsverzeichnis oder in der Leseprobe.

Und hier die Beschreibung, die sich jemand vom Verlag ausgedacht hat und die mir gut gefällt:
Auf den Punkt, klar, verständlich: Gut schreiben und texten kann nicht jeder – aber jeder sollte es lernen.

Präzise Texte sind besonders im Job gefragt, wenn man mit wenigen Worten genau das Richtige vermitteln möchte. Egal, ob Gutachten oder Anleitungen, Rundmails oder Zeitschriftenartikel: Dieser Ratgeber zeigt Ihnen anhand zahlreicher Beispiele, wie Sie besser texten und schneller verstanden werden.

  • Wie strukturiere ich richtig? Vom packenden Einstieg bis zum runden Schluss
  • Welcher Stil ist der richtige? Vielfältig, lebendig und treffend formulieren
  • Abgabetermin trifft auf Denkblockade? Wirksame Tipps gegen Schreibhemmungen


Montag, 22. August 2011

Tweets zum Thema Schreiben (42)

Hier meine Tweets der vergangenen Woche über das Schreiben und verwandte Themen:
Zwei Arbeitsproben (aus meinem Lektorat)
RT : "Kunst und Technik des Erzählens" von Otto Kruse kostenlos & legal downloaden bit.ly/pbZLzk
How to write faster. - By Michael Agger - Slate Magazine -

Spoiling The Ending Makes For A Better Story
Same study, more extensive explanation: Spoiler alert: Spoilers don't ruin stories, after all:
"ein Lesespaß für alle, die klassische Shortstories mögen" über meine Kurz-#Krimis
Preview: Cover für meinen Thriller OHNE SKRUPEL in meinem neuen Krimi-Blog (z.Zt. noch Baustelle)
MT : Gene Roddenberry (born 80yrs ago today) wrote this letter defending the pilot episode of Star Trek: bit.ly/dIXJXr
Ein Mission-Statement für meine , nicht ganz dem aktuellen Trend entsprechend ;-)

MT : China's first microblog novel published, every post ends with a cliffhanger or an open-ended question bit.ly/r3xqxb
Mystery Writing is Murder: A Few Thoughts on Book Pricing http://t.co/dv87ybh
RT : Timothy Ferriss () signs with Amazon Publishing in Larry Kirshbaum's first big deal: mbist.ro/ohwqFz
RT : RT : [Only] 22% of Smartphone Owners Have Trouble Reading on the Small Screen
RT : Studien : Wachstum im deutschen Markt für E-Reader
"Once people converted to eBooks, they stayed converts." writes
The Book is Dead. Long Live the Book! http://t.co/Imd1clg
RT : Liste mit Buch-Leuten auf - bis dato 144 Leutchen. Tendenz steigend. ow.ly/1vUYUT
MT :...CamScanner on iPhone is a deeply LIFESAVING app and I would like to give the coders cake.
Washington Independent Review of Books » The E-Book Revolution: Reading and Writing in the Digital Age
RT : RT : How To Videos zu deinem ow.ly/67FLf
Neu in meinem Blog: Warum DRM dumm ist und Offenheit gut

RT : Some survey data on average advances from different publishers. brendahiatt.com/id2.html