Donnerstag, 30. Juni 2011

Wer konkret schreibt, wirkt glaubwürdiger

Eine konkrete Sprache ist nicht nur anschaulicher. Menschen halten konkrete Aussagen auch eher für wahr als abstrakte - selbst wenn der Inhalt der gleiche ist. Das hat eine Studie mit einem komplizierten und eher abstrakten Titel ergeben: Truth From Language and Truth From Fit: The Impact of Linguistic Concreteness and Level of Construal on Subjective Truth.

In der Zusammenfassung schreiben die Forscher Jochim Hansen und Michaela Wänke:
In Experiments 1 and 2, it was found that statements of the very same content were judged as more probably true when they were written in concrete language than when they were written in abstract language.
Ein Grund besteht darin, dass ein konkreter Schreibstil lebendiger wirkt. Oder in den Worten der Forscher:
Findings of Experiment 2 also showed that this linguistic concreteness effect on judgments of truth could most likely be attributed to greater perceived vividness of concrete compared to abstract statements.
Leider ist die Veröffentlichung selbst hinter einer Paywall versteckt (25 $ für einen Tag Zugang, im Ernst?).

Zum Glück hält das PsyBlog für Wissbegierige weitere Informationen bereit, und zwar in dem Post Why Concrete Language Communicates Truth.

Mittwoch, 29. Juni 2011

Vorfreude auf meinen neuen Schreibratgeber

Ende Mai habe ich das Manuskript an den C. H. Beck Verlag gemailt, inzwischen hat auch die Lektorin ihre Arbeit beendet und ich habe die "Druckfahnen" durchgesehen. Das Cover ist ebenfalls schon fertig.

So glücklich wie junge die Dame auf dem Bild bin auch ich - nämlich über die schnellen Fortschritte, die das Buchprojekt "Der Schreibcoach" gemacht hat. Erscheinen wird der kleine, kompakte Ratgeber im September. Wer will, kann ihn schon bei Amazon vorbestellen.

Falls Sie nicht so lange warten wollen: Was Leser und Experten über meinen Ratgeber Gut und verständlich schreiben - in zehn einfachen Schritten sagen, können Sie in diesem Post nachlesen. Und hier können Sie ihn kaufen:


oder, wenn Sie es besonders eilig haben, als günstigeres EBook bei verschiedenen Anbietern.

Dienstag, 28. Juni 2011

Will Rogers hat gesagt ...

“I love words but I don’t like strange ones. You don’t understand them, and they don’t understand you. Old words is like old friends—you know ‘em the minute you see ‘em.”

Alte, gebräuchliche Wörter sind wie vertraute Freunde - gefällt mir, was Multitalent Will Rogers vor vielen Jahren gesagt hat.

Hier noch ein Schlagabtausch zum diesem Thema, den ich in dem Post The 30 Harshest Author-on-Author Insults in History gefunden habe und der mich schmunzeln ließ:
William Faulkner on Ernest Hemingway
“He has never been known to use a word that might send a reader to the dictionary.”

Ernest Hemingway on William Faulkner
“Poor Faulkner. Does he really think big emotions come from big words?”

Montag, 27. Juni 2011

Tweets zum Thema Schreiben (34)

Hier meine Tweets der vergangenen beiden Wochen über das Schreiben und verwandte Themen:
explains - interesting RT : A Tortoise Writer Picks Up the Pace:
Neu in meinem Blog: Autoren, Verträge und Moneten
Writing advice for all kinds of texts from the WSJ: the word craft column
L.A. Noire eBook Free Today - GalleyCat Post v. 13.6., aber ist noch kostenlos
RT : For writers, it takes a kind of recklessness and abandon to get to the page in any real way:
Einfach besser ? Diese Leser und Experten empfehlen meinen Ratgeber:
RT : There is no way of writing well and also of writing easily. ANTHONY TROLLOPE
"you can't think yourself out of a writing block, you have to write yourself out of a thinking block" via

Outlines aren’t essential "The correct way to write your screenplay is whatever gets it written."
MT : Warum Sie Ihre Charaktere mit dem Schauplatz interagieren lassen sollten, auf schriftzeit.de
Seite 99 von meinem Thriller "Ohne Skrupel"
RT : Everything You Need to Know About Writing Successfully, in 10 Minutes, by Stephen King
A good short story can be a gateway drug for the reader, getting them into a writer’s work without a lot of commitment.
RT : 10 Sites to Help You Name Your Fictional Location:
Beautiful Ray Bradbury Interview via

RT : How to write about slow-moving stories
RT : "If investigative journalists don’t explain the impact of their work, who will?"
"a key benefit of print ...: The scarcity of space forces economy of thought."
RT : Michael Skoler: Community, not audience, is a new business model
The Freelance Writer’s Bill of Rights immer noch aktuell bzw. mehr denn je
Literary journalism finds new life with Byliner, the Atavist, Virginia Quarterly Review
RT : Introducing: "Why's This So Good?", a new collaboration with and bit.ly/k2nO09
Social media is not the enemy of journalism, Pew report indicates
Wait, Guardian bloggers shouldn’t get access to Nature’s embargoed materials? by
Nice RT : "A nonfiction nerd’s fantasy": Byliner.com has launched

"Die Urheber ... verdrängen..., dass ihre Rechte durch BuyOut-Verträge, [usw.] ... längst ausgehebelt sind."
"Würde das Urheberrecht morgen abgeschafft, die Urheber würden es nicht einmal merken."

RT : "These fragments I have shored against my ruins." T.S. Eliot has top-grossing iPad book app:
RT : 6 Easy Ways To Reward Your Twitter Followers:
interessant MT : Frankreich: Schriftsteller gründen eigenen Online-Verlag
Random House e-book series Preis: £2.99 für 10000 Wörter; meine Gedanken: a) zu teuer, b) wie viel % davon f. Autoren?
Paperback Writer: Freeware Ten nice!
Thalia-Chef fordert Wasserzeichen für E-Books EBooks kommen in Deutschland nicht an. Vor allem der Kopierschutz stört.
RT : Die E-Book-Frage: Wer braucht noch einen Verlag?
RT : Pusche meine Website ins neue Zeitalter und fand diese tollen Social-Media-Buttons:
RT : John Locke becomes the first self-published author to sell one million Kindle books:
RT : Blogs Elbow Up to Journal Status in New Academic-Publishing Venture via
Harrry Potter to be piublished without : way to go JKR!
Neu in meinem Blog: -: erste Erfahrungen als Indie-Autorin
Great advice for writers: Your Second Storefront
How self-publishing came of age via
What Does the J.K. Rowling Announcement Mean for Indie Authors? via

RT : And making a sort of lower-class living doing what you love is what being a writer has always been about.

RT : RT : Presentation Tips for Non-Native Speakers

RT : The 30 Harshest Author-on-Author Insults In History:

Kleine Schreibkurse in meinem Blog

Heute möchte ich wieder einmal darauf hinweisen, dass es sich lohnt, auch in älteren Posts meines Blogs zu stöbern. Etwa in Rubriken wie Grundlagen, Tipps und Tricks oder Fiction schreiben.

Um es Ihnen noch leichter zu machen, meine früheren Beiträge zu nutzen, habe ich jeweils aus einigen von ihnen kleine Online-Kurse zusammengestellt, und zwar

Na, wie wär's? Anklicken kostet nichts ;-)

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Freitag, 24. Juni 2011

Kindle-E-Books: erste Erfahrungen als Indie-Autorin

J.A. Konrath predigt es immer wieder in seinem Blog: Wenn ein E-Book sich gut verkaufen soll, zählen zwei Dinge, und zwar cost and convenience, also ein niedriger Preis und man muss es dem Leser möglichst einfach machen, das Buch zu kaufen. Dann braucht man auch keine Angst vor "Buch-Piraten" zu haben.

Die ersten Erfahrungen mit meinem kleinen Ratgeber "E-Mails auf Englisch schreiben" bei Amazon scheinen das zu bestätigen. (Ergänzung vom 18.2.2014: Dieses Büchlein ist nicht mehr erhältlich.)

Entstanden ist das Buch aus diesem Blog. Als ich einmal eher zufällig einen Beitrag über geeignete Grußformeln für englischsprachige E-Mails postete, nämlich
E-Mails beenden auf die feine englische Art,
stellte ich fest, dass er recht viele Besucher anzog. Seitdem schreibe ich hier regelmäßig über ähnliche Themen, nachzulesen in der Rubrik Englisch schreiben.

Zurück zum Thema. Ich verkaufe pro Tag im Moment etwa ein Buch. Nicht viel, aber auch nicht schlecht,
- wenn man bedenkt, dass ich gerade erst begonnen habe (am 5. Juni) und die einzige Werbung in den diversen Posts zu diesem Thema in meinem Blog besteht.
- Und wenn man bedenkt, dass das Cover, nun ja, sagen wir mal "sehr schlicht" ist. (Viele Experten, einschließlich Konrath, messen dem Cover große Bedeutung bei. Und vermutlich haben sie Recht. Aber das ist das Schöne an der neuen Kindle-Indie-Welt. Wenn ich möchte, kann ich jederzeit ein besseres Cover hochladen und schauen, ob es etwas bewirkt.)

Ich habe noch eine weitere interessante Entdeckung gemacht: Eine Ein-Stern-Bewertung, die mich kurzfristig in Panik versetzte (zumal meine anderen Bücher alle durch - nicht "bestellte" - super Bewertungen glänzen), hat den Verkauf nicht verlangsamt. Schadet also anscheinend nicht. Entweder, weil Interessenten sie lesen - und feststellen, dass weniger mein Buch als falsche Erwartungen der Leserin das Problem waren, oder weil Interessenten sie nicht beachten.

Trotzdem habe ich mir die Kritik insofern zu Herzen genommen (man kann ja immer etwas lernen), als ich gerade einen präzisierenden Satz in die Buchbeschreibung eingefügt habe, um falschen Erwartungen noch besser vorzubeugen. (In ca. 24 Stunden sollte die Änderung online sein. Wieder ein Beispiel, warum Kindle für Autoren so eine tolle Möglichkeit ist: Man behält über alles die Kontrolle und kann immer wieder ausprobieren und nachbessern.)

Was habe ich also gelernt:

1. ein niedriger Preis und ein einfacher Zugang (ein Klick und der Leser ist bei Amazon, noch ein Klick und er hat mein Buch gekauft) sind Trumpf. Ich weiß nicht, ob das etwas nützt, aber ich habe auf den DRM-Schutz verzichtet, weil er Käufer behindert und abschreckt.

2. eine schlechte Bewertung schreckt Käufer nicht ab (mit der Einschränkung, dass die Argumentation mein Buch auch gar nicht so schlecht aussehen lässt. Aber ein Stern ist ein Stern).

Donnerstag, 23. Juni 2011

Seite 99 von "Ohne Skrupel"

In Friederike Schmöes Blog habe ich gerade die schöne Sitte entdeckt, S. 99 aus einem bald erscheinenden Buch ins Netz zu stellen. Da muss ich natürlich mitmachen. Allerdings lege ich die Regeln etwas großzügig aus.

Erstens ist mein Thriller "Ohne Skrupel" noch nicht fertig. Aber fast. Meine Heldin, die Journalistin Cori Stein, ist auf der letzten Etappe ihrer Jagd nach Informationen und Verbrechern angekommen (und zwar in Berlin). Diese Jagd, die sie um die halbe Welt geführt hat, hat sie nicht ganz freiwillig begonnen, denn ein Killer ist wiederum hinter ihr her. Ein paar Seiten muss ich noch schreiben und Cori also noch ein oder zwei Abenteuer bestehen und dabei schockierende Entdeckungen machen. Überarbeiten muss ich das Buch auch noch. Aber: Ich werde es zuerst als Kindle-EBook erscheinen lassen, also wahrscheinlich noch in diesem Jahr. Das ist schon irgendwie "bald", oder?

Zweitens handelt es sich aus diesem Grunde nicht um die endgültige S. 99, sondern um die in meinem jetzigen Manuskript.

Doch Schluss mit der Vorrede. Ich präsentiere Ihnen, liebe Leser, Seite 99 von "Ohne Skrupel". Tadaa:
Leo beugte sich zu ihr hinüber und flüsterte ihr zu: „Ganz einfach: Ich vertraue Bob und Bob vertraut Femi. Also vertraue ich Femi. Und weil ich Femi vertraue und du mir … Muss ich mehr sagen? Entspann dich.“

Doch Cori blieb skeptisch. Nach ihrer Erfahrung konnte niemand so offen, freundlich und fröhlich sein wie Femi. Da musste irgendetwas dahinter stecken. Um herauszufinden, was, hörte sie seinem Geplauder konzentriert zu. Außerdem konnte es nicht schaden, ein wenig über Land und Leute zu lernen.

Kaum waren sie wieder auf der wenig befahrenen Landstraße unterwegs, reichte ihnen Femi Fotos von seinen fünf Kindern und von seiner Frau nach hinten. „Bald wird unser sechstes Kind geboren und wir denken noch über einen Namen nach. Es ist wichtig, den richtigen Namen zu finden, denn die Bedeutung eines Namens ist wichtig*.“

Leo studierte die Fotos von Femis Familie und Cori studierte ihn. Sein Interesse wirkte völlig echt. Wie machte er das? Denn niemand konnte sich allen Ernstes für Fotos von einem Haufen Kinder interessieren, die alle gleich aussahen, oder? In ihre Gedanken hinein fragte Leo: „Was bedeutet denn dein Name, Femi?”

„Olufemi stammt aus der Yoruba-Sprache und bedeutet ‚Gott liebt mich'. Namen sind in Nigeria wichtig. Es kommt auf ihre Bedeutung an. Man sagt, ein guter Name ist besser als Geld. Manche glauben auch, dass der Name das Schicksal bestimmt. Manche Kinder bekommen aber den Namen eines Wochentags. Abosede heißen Kinder zum Beispiel, wenn sie an einem Sonntag geboren sind. Weil so viele Kinder in jungen Jahren starben, haben manche Eltern ihren Kindern früher absichtlich ganz gewöhnliche Namen gegeben, um das Schicksal nicht herauszufordern und zu hoffnungsvoll zu erscheinen.“

„Aber deine Eltern hatten keine Angst vor einem besonderen Namen“, stellte Leo fest und lächelte Femi über den Rückspiegel an.

„Nein.“ Femi strahlte.

Meine schon, dachte Cori. Sie haben einfach nur die Tatsache festgestellt: Corinna = Mädchen. Weniger Freude und Hoffnung konnte man mit einem Namen kaum ausdrücken.

„Was?“, fragte Leo, der sie beobachtet hatte.

„Wie ‚was‘? Nichts.“

Femi drehte sich in seinem Sitz halb um.

„Was bedeutet denn dein Name?“, fragte er Cori höflich.

„Die Wissbegierige“, sagte Leo schnell. Und fügte hinzu: „Aus dem Griechischen.“ Er schien sich köstlich zu amüsieren.

„Entschuldigung. Ich kann durchaus für mich selbst sprechen.“

„Ich dachte nur ...“

*Nein, ich habe die Wortwiederholung nicht übersehen. Es ist nicht meine Schuld. So redet Femi nun mal ;-)

Neugierig? Hier können Sie den Thriller als super günstiges E-Book kaufen:





Mittwoch, 22. Juni 2011

Bewerbungen auf Englisch - die Social-Media-Version

Bei Mashable fand ich kürzlich den Post 7 Ingenious Resumes That Will Make You Rethink Your CV. Moderne Zeiten, kann ich nur sagen. Wie wär's mit einem Lebenslauf, der aussieht wie ein Twitter-Account, oder mit einem FacebookCV?

Das funktioniert sicher nicht in allen Branchen. Am Ende des Posts gibt es jedoch Links zu weiteren Beiträgen, die für den Einen oder die Andere hilfreich und inspirierend sein könnten. Etwa:

Are Cover Letters Still Relevant For Social Media and Tech Jobs?

oder:

HOW TO: Set Up an Online Resume

Weitere nützliche Ratschläge zu verwandten Themen finden Sie in meiner Rubrik Englisch schreiben.

Donnerstag, 16. Juni 2011

Autoren, Verträge und Moneten

Die Buchautorin und Publizistin Cora Stephan sprach kürzlich in ihrer Keynote auf den Buchtagen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels über die aktuellen Entwicklungen auf dem Buchmarkt und die Chancen, die sich für Autoren bieten:
Wenn also Verlage und Buchhandlungen ihre Bücher nicht mehr an- oder verkaufen, denken solche Autoren, weil sie nur noch auf Bestseller setzen, kann man es getrost auch selbst tun. Das Einfallstor dafür: das E-Book und amazon, wo man Autoren 70 % vom Verkaufspreis anbietet.
Und sie prophezeite:
Amazons verführerisches Angebot an die Autoren wird nicht heute, aber morgen von vielen Autoren genutzt werden.
Damit Autoren jedoch das "verführerische Angebot" von Amazon annehmen können, müssen sie natürlich die Rechte an ihren Büchern besitzen - seien es neue oder Backlist-Titel.

Mehr als je zuvor heißt es kaufmännisch denken und Verträge genau lesen, ehe man sie unterschreibt oder nicht unterschreibt oder abändert, ehe man sie unterschreibt. Denn wer die Rechte auch an der EBook-Veröffentlichung exklusiv/ausschließlich und auch noch unbefristet abgetreten hat, steht dumm da, weil dann der Verlag das Geschäft macht. (Oder evtl. niemand, wenn der Verlag die EBooks zu teuer anbietet, aber das ist ein anderes Thema.)

Auch haben sich die Wege, wie Schriftsteller mit ihren Büchern Geld verdienen können und wie nicht, geändert oder sind dabei sich zu ändern.

Ich lese seit Kurzem mehrere Blogs, in denen es u. a. um solche Fragen geht und darum, was Autoren beachten sollten. Einiges mag (noch?) vorwiegend für den amerikanischen Markt gelten, vieles ist aber für alle Menschen, die vom Schreiben leben (wollen), wichtig.

1. Hochinteressant sind die Posts von Kristine Kathryn Rusch in ihrer Rubrik Business Rusch, etwa The Business Rusch: Writing Like It’s 1999, ein Beitrag, den ich jedem nur wärmstens empfehlen kann. Dort schreibt sie:
Here’s the flat truth of it, my friends: If you are a midlist writer and you sign a traditional publishing contract with most modern terms, and you do so with an agent—and not an IP attorney—negotiating for you, you will not make any more than your advance on that book.
Und weiter:
Ten years ago, traditional publishing—while not a friendly industry (I don’t think there are any)—did not screw its artists the way that the music industry and Hollywood did.

Ten years ago.

Not any more.

Dieser Post und einige andere haben mich sehr nachdenklich gemacht.

2. Ebenfalls empfehlenswert: das Blog von Dean Wesley Smith (dem Ehemann von Kristine Kathryn Rusch), speziell die Rubriken New World of Publishing und Killing the Sacred Cows of Publishing, z. B. der Beitrag Self-Publishing is a Bad Idea, in dem er das Fazit zieht:

The traditional publishers’ control over what readers can read has ended. The traditional publishers’ control over what writers can write and get into print has ended.

Hochinteressant ist auch der Post The Secret of Indie Publishing in der Rubrik Think Like a Publisher. Dort gibt Smith Autoren den guten Rat:

An indie publisher needs a lot of products across a lot of sales locations all selling small amounts.
Sowie:
Indie publishers need to start looking at the averages. And make writing new product the most important thing you do every day.
3. Der dritte Blogger im Bunde nennt sich Passive Guy und sein Blog The Passive Voice. Ich zitiere mal aus About:
We talk about disruptive changes and change agents in publishing, including:
  • Indie Authors
  • Ebooks
  • Ereaders
  • Ebookstores
  • Self-publishing Promotion and Advertising
  • Book Pricing Trends
  • Disintermediation of Traditional Publishing Gatekeepers
  • Emerging Legal and Contract Issues

And also about writing.

Über den Autor ist dort zu lesen:
Passive Guy is an attorney, but he doesn’t practice law any more.
Das erklärt jedoch, warum es in diesem Blog auch immer wieder um rechtliche Fragen geht, natürlich auch in der Rubrik Contracts.

Lesenswert und wichtig z. B. der Beitrag Strip Mining the Authors, in dem Passive Guy einen ebenso wichtigen Post von K. K. Rusch kommentiert, etwa so:
As will be abundantly clear from Kris’ examples, traditional publishers and the new agents-turned-publishers are making a brazen grab for as many rights from authors as possible while reducing the amount of money they will pay authors for their books. This is the new strip mining model for publishing.
Wie diese Beispiele hoffentlich zeigen, ist es heute für Autoren, ob sie nun mit traditionellen Verlagen zusammenarbeiten oder indie publizieren, wichtiger denn je, juristisch und kaufmännisch die Augen offen zu halten. Die drei Blogs, die ich hier vorgstellt habe, bieten gute Ausgangspunkte, Informationen und Anregungen.


Dienstag, 14. Juni 2011

Tweets zum Thema Schreiben (33)

Hier (etwas verspätet) meine Tweets der vergangenen Woche über das Schreiben und verwandte Themen:
Heute vor 2 Jahren in meinem Blog: Ein falsch gesetztes Komma kann teuer werden
Good day sunshine for writers "This is the best time ever to be a writer." Alan Rinzler, Consulting Editor
Heute vor 1 Jahr in meinem Blog: Reihe zum Thema "Die überwinden"

True Blood's Alan Ball on showrunning and hiring writers
(1/2) "I don't believe in spending 12 hours in the writers' room. I've been on shows where people really didn't want to go home ...
(2/2) to their families" Alan Ball - I had the exact same experience in science labs.
Virginia Woolf, my mother and me Michael Cunningham explains what inspired him to write his novel about Woolf's life
MT : Good interview with Taylor Stevens, author of The Informationist
Heute vor 1 Jahr in meinem Schreibblog: Lesen und Lernen

RT : Our Q&A with Stephanie McCrummen about the fear of overwriting & the process of good editing:
RT @David_Dobbs: I like this from , 's soc media chief: (Information - noise) + context = responsible reporting
BBC Social Media Summit Fixates on Creating 'Open Media' | PBS
How Should Journalists Use Social Media? 's Fans' Advice by

Wow: Russian President Dmitry Medvedev is proposing to build Creative Commons-style licenses into copyright law
RT : Online-Workshop ‘Neue Website’, Folge 12 Recht: Was dürfen Sie, was ist gefährlich?
RT : Vorsicht E-Book-Falle: Preisbindungsgesetz gilt auch für Selbstverleger
und: Update zum Artikel über die Preisbindung. Börsenverein: Verlag darf Preis jederzeit ändern, aber nicht damit »jonglieren«
RT : State of the Art: Two New E-Readers Move the Plot Forward
Tipps von für angehende --Autoren
Lee Child and Suzanne Collins become the 5th and 6th authors to join the " Million Club"
Genre-/#Krimi-Autoren mit bes. guten Karten MT : Michael Connelly is Author #7 in the Kindle Million Club?
Wichtiger Hinweis für Autoren " customers are avid readers of series"
RT : Weitere Tipps rund um Kindle und ebooks im Forum
:-) RT : cash 'Everybody wins - apart from bankers'
Revolution in der Gutenberg-Galaxis Artikel von Cora Stephan zum Thema Autoren und E-Books von 2010
Super! So isses RT : Nachtrag: Rede von Cora Stephan boersenverein.de/sixcms/media.p…
RT : , unabhängige : Worauf muss man bei den Dienstleistern achten?

RT @austinkleon: Nobody would publish Mad Libs in the 1950s, so the creators self-published:

If you like my tweets you can flattr my account:

Dienstag, 7. Juni 2011

Tweets zum Thema Schreiben (32)

Hier (etwas verspätet) meine Tweets der vergangenen Woche über das Schreiben und verwandte Themen:
Neu in meinem Blog: Von Tucholsky guten Satzbau lernen
RT : DIN-5008 - Schreib- und Gestaltungsregeln für die Textverarbeitung
"language is not, and has never been, solid"
RT : Worth reading: Phil Davis, 'Copy Editing and Open Access Repositories ', plus comments:

! MT : Gefühlstonleitern -- Wie Sie in wenigen Worten Menschen bezaubern und begänsehauten .
RT : The most authentic endings are the ones which are already revolving towards another beginning. – Sam Shepard
Thriller-Autor James Rollins über Kurzgeschichten
Expect the Unexpected: Creating Plot Twists
MT : Author Liane Moriarty shares her best pieces of writing advice
Thriller-Autor James Rollins sagt über seine Romanfiguren ...

TV: Return of scripted shows
"Often ... scripted programs are perceived to be safer harbors for advertisers than reality programs. "
"Ultimately, the hunger for richly detailed characters and robust plot development benefits writers"


MT : The News Article Is Breaking Up But this isn't bad news for long form journalism. It's good.
wow RT : Die “Schnäppchen-Plattform” Groupon beschäftigt mehr Redakteure als die Süddeutsche Zeitung
All about Stories: How to Tell Them, How They're Changing, and What T... - via
"People have assumed that new media means short media, ... that's just not true"
Sites like Slate have found that their longer pieces get more emailed and more read

RT : The Pricing of ebooks and Perceived Value
MT : Mystery Writers of America opens membership door to eBook & POD publishers.
RT : E-Books selbst gemacht: Braucht Ihr Buch eine ISBN?
RT : Is Twitter writing or is it speech? Why it's time to change the way we think about social media
RT : 4 tools to promote your author blog on Twitter & Tumblr:
RT : I love this. Crowdfunded book publishing:
Am 16. Juni geht's los: Meets Twitter: Boiling Down 'Ulysses' -

Schreiben und Reflektieren als wichtiger Teil der Medizin
"Training in writing needs to become a part of how scientists are brought up."

Montag, 6. Juni 2011

Freitag, 3. Juni 2011

Von Tucholsky guten Satzbau lernen

In seiner Glosse Ratschläge für einen schlechten Redner erklärt Kurt Tucholsky indirekt unter anderem, wie man klare, übersichtliche Sätze formuliert.

Rat Nr 1:
Sprich mit langen, langen Sätzen – solchen, bei denen du, der du dich zu Hause, wo du ja die Ruhe, deren du so sehr benötigst, deiner Kinder ungeachtet, hast, vorbereitest, genau weißt, wie das Ende ist, die Nebensätze schön ineinandergeschachtelt, so daß der Hörer, ungeduldig auf seinem Sitz hin und her träumend, sich in einem Kolleg wähnend, in dem er früher so gern geschlummert hat, auf das Ende solcher Periode wartet ... nun, ich habe dir eben ein Beispiel gegeben.
Daraus lernen wir: Keine Schachtelsätze, und erst recht keine mit Überlänge. S. a. mein Posts Haben Ihre Texte Bandwurmsätze? und Übersichtliche Sätze.

Rat Nr. 2:
Du mußt alles in die Nebensätze legen. Sag nie: »Die Steuern sind zu hoch.« Das ist zu einfach. Sag: »Ich möchte zu dem, was ich soeben gesagt habe, noch kurz bemerken, daß mir die Steuern bei weitem...«
Daraus lernen wir: Hauptsachen gehören in den Hauptsatz, Nebensachen (oder besser: Ergänzungen) in den Nebensatz.

Mittwoch, 1. Juni 2011

James Rollins hat gesagt ...

"A short story requires writing very tightly, sticking to one character and really getting into their head, under their skin."

Gefunden habe ich diesen Satz in einem Interview mit Thriller-Autor James Rollins in J.A. Konraths Blog.

Außerdem interessant für Autoren: die FAQs auf der Website von Rollins.