Dienstag, 30. August 2011

Seien Sie (geschlechter)gerecht

Wohl niemand wird gerne ignoriert. Und doch passiert es Frauen immer wieder, dass sie, manchmal absichtlich, oft unabsichtlich, nicht angesprochen werden beziehungsweise sich nicht angesprochen fühlen. Auch die Leistungen von Frauen werden häufig übersehen und damit Verhältnisse zementiert, die längst überholt sein sollten.

Was meine ich damit? Nun, wenn von Chefs die Rede ist, was sehen Sie vor sich? Vermutlich (nur) Männer. Stimmt’s? Ebenso bei Chirurgen, Regisseuren oder Astrophysikern. Obwohl sich in allen diesen Gruppen auch Frauen finden lassen. Und langsam werden es mehr. Wobei das vielleicht schneller ginge, wenn die Sprache nicht althergebrachte Vorstellungen unterstützen würde.

Beiden Geschlechtern in Texten gerecht zu werden, bedeutet in der Regel, den Eindruck zu vermeiden, das Geschriebene richte sich vorwiegend an Männer und die Akteure seien hauptsächlich männlichen Geschlechts.

Lesern gerecht zu werden, bedeutet, klar, einfach und lebendig zu formulieren.

Beides zu verbinden, gleicht häufig der Quadratur des Kreises.

Meine pragmatische Lösung sieht so aus: Wenn ich befürchte, dass eine althergebrachte Sichtweise den Blick auf die gleichberechtigte Realität verstellt, erwähne ich zu Anfang eines Artikels (und wenn er länger ist, auch noch einmal mitten drin) zum Beispiel Ärztinnen und Ärzte, Justizminister und Justizministerinnen der Länder oder Professorinnen und Professoren. Eine durchgehende Erwähnung beider Geschlechter in dieser Form hält jedoch kein Text aus, ohne bizarr zu wirken.

Andererseits richtet sich dieses Blog offensichtlich an Frauen und Männer und jeder und jede versteht (hoffentlich), dass beide Geschlechter gemeint sind, wenn ich beispielsweise über Leser und Autoren spreche.

Manchmal ergibt es sich, dass ich, schon um Wiederholungen zu vermeiden, in einem Artikel von Jungen und Mädchen (statt Schülern) schreibe oder von Personen oder Frauen und Männern statt von Teilnehmern. Auch so lassen sich die Bilder im Kopf der Leser beeinflussen. Oder ich greife auf andere geeignete Möglichkeiten zurück, beide Geschlechter zu erwähnen , indem ich etwa alle schreibe statt jeder.

Ansonsten baue ich darauf, dass die Realität und unser Bewusstsein sich mehr und mehr ändern. So dass wir nicht nur, wenn von Menschen oder den deutschen Bundeskanzlern die Rede ist, automatisch Männer und Frauen (beziehungsweise eine Frau) vor unseren geistigen Augen sehen, sondern auch bei Bezeichnungen wie Astronauten, Vorstandschefs oder Nobelpreispräger. So wie es bei Personen umgekehrt auch automatisch der Fall ist. (Oder denken Sie dabei nur an Frauen, weil es die Person heißt? Oder bei Menschen, weil maskulin, nur an Männer?)

Denn darum geht es doch letztlich: dass Leser im Allgemeinen und die weiblichen im Speziellen wissen und fühlen, dass mit solchen Bezeichnungen Frauen und Männer gemeint sind.

Mehr zu diesem Thema und zu vielen weiteren finden Sie in meinem neuen Schreibratgeber



Auf den Punkt, klar, verständlich: Gut schreiben und texten kann nicht jeder – aber jeder sollte es lernen. Präzise Texte sind besonders im Job gefragt, wenn man mit wenigen Worten genau das Richtige vermitteln möchte. Egal, ob Gutachten oder Anleitungen, Rundmails oder Zeitschriftenartikel: Dieser Ratgeber zeigt Ihnen anhand zahlreicher Beispiele, wie Sie besser texten und schneller verstanden werden.
• Wie strukturiere ich richtig? Vom packenden Einstieg bis zum runden Schluss
• Welcher Stil ist der richtige? Vielfältig, lebendig und treffend formulieren
• Abgabetermin trifft auf Denkblockade? Wirksame Tipps gegen Schreibhemmungen


Montag, 29. August 2011

Tweets zum Thema Schreiben (43)

Hier meine Tweets der vergangenen Woche über das Schreiben und verwandte Themen:
Infos zu meinem neuen Schreibratgeber
Heute im Blog: Texte überarbeiten: Fragen an Betaleser
RT : Neu im Blog: Der Schreibfluss hat Vorfahrt bit.ly/onMgDu
Writing and decision fatigue also explains "why writers get fat"
RT : No Rules, Just WRITE!: Block Busting! - eepurl.com/fryQU
Vor 2 Jahren in meinem Blog: Ein Satz, zwei Probleme

Vor 1 Jahr in meinem Blog: Wie Jonathan Ames schreibt
RT : Writing in a Different Way bit.ly/q9KeJx Serienidee wird Roman-Pitch wird Drehbuch wird Indie-Roman
RT : Tips on writing, fictional style icons, and top literary Twitterers. Our advice for this week: tpr.ly/q9Erhx
Vor 3 Jahren in meinem (zweiten) Blog: Schreibtipps von Robert A. Heinlein

Amazon: Der unheimliche Verlag - SPIEGEL ONLINE -
RT : Simon & Schuster: John Locke publishing deal lets Locke keep self-publishing e-books lcsh.de/3o1
A Revolution for Readers - IndieReader
"trust the readers. ... They will find you", ermutigt Autoren
RT : Is Amazon coming to the rescue of the short story? fb.me/uJiVwWp5 (via )
RT : Ladies (61% of owners), older Americans aged 55+ (30), aged 45-54 (21) love eReaders. Men, younger American like tablets
RT : Nielsen Wire: Changing Demographics of Tablet and eReader Owners (US), getting on with older people is.gd/2ws9ZR
Six Freelancers Who Rock on Twitter–And How You Can, Too | The Renegade Writer
RT : Konrath & Crouch discuss the future of ebooks, and a new sales idea for authors. tinyurl.com/3d8ynxj
Wo man günstige englischsprachige für und andere findet:
Does Offering An Online Preview of Your Book Devalue It?

A Big Hollywood Movie Is Coming, and a Novelist Cries Foul: nur für die, die's sich leisten können?

Who Made That Dummy Text?: Der Ursprung von Lorem ipsum ...

14 Best-Selling Books Repeatedly Rejected by Publishers wie gut für Leser, dass Verlage schlechte Bücher rausfiltern ;-)

Donnerstag, 25. August 2011

Texte überarbeiten: Fragen an Betaleser

Das kennt jeder Autor, der längere Zeit an einem Text arbeitet: Irgendwann nimmt man überhaupt nicht mehr wahr, was genau da auf dem Papier oder Bildschirm steht.

Da hilft nur, das Geschriebene einige Tage ruhen zu lassen oder besser noch jemand anderen zu bitten, es sich einmal anzuschauen. Und zwar am besten eine Person (oder mehrere) aus der Zielgruppe - und nicht die Mutter oder Freunde, es sei denn sie gehören zu dem Kreis, für den das Buch oder der Artikel gedacht ist.

Wenn die Kommentare dieser Betaleser nützlich sein sollen, bringt es wenig zu fragen, ob oder wie ihnen der Text gefällt. Selbst wenn sie wider Erwarten ehrlich antworten: Was soll man mit Antworten wie "gut" oder "geht so" anfangen?

Was Sie wissen wollen, ist, wo die Schwachstellen sind.

Bei Sachtexten können Sie zum Beispiel fragen:
War irgendetwas unverständlich?
War irgendeine Stelle anstrengend zu lesen?
Ist der Leser irgendwo "ausgestiegen"? (Das ist zum Beispiel bei Bandwurmsätzen und einer Anhäufung von Fremdwörtern schnell der Fall.)
War etwas langweilig, weil zu einfach oder schon hinreichend bekannt?
Bei fiktionalen Stoffen (in meinem Fall Krimis) möchte man als Autor auch noch andere Dinge wissen. Kürzlich haben sich mehrere nette Menschen bereit erklärt, das Manuskript meines ersten Romans, des Thrillers "Ohne Skrupel", zu lesen und mir zu sagen, was sie davon halten. (Alle sind natürlich Krimifans.)

Hier die Fragen, die ich für sie notiert habe:
Was ist langweilig?
Was unverständlich?
Was zu lang (overwritten), was zu kurz (underwritten)?
Gibt es irgendwo einen Fehler, Widersprüche?
Anmerkungen zu Figuren?
War etwas zu vorhersehbar?
Zu kompliziert?
Wo warst du besonders gespannt, wie’s weitergeht?
Die Kapitellänge ist im Moment noch uneinheitlich: Was ist besser: eher längere Kapitel, wie zu Anfang, oder recht kurze Kapitel wie v. a. gegen Ende?
Allgemein: Was hat dir besonders gut gefallen?
Was hat dir nicht gefallen?
Welche Bezeichnung passt besser: Thriller oder Krimi?
Würde dich ein Büchlein (10 bis 20 Seiten) über die wahren Hintergründe, über die Fakten interessieren?
Erinnert das Buch an irgendwelche anderen AutorInnen?
Irgendwelche anderen Gedanken, zum Titel oder was auch immer?
Tippfehler etc. sind nicht so wichtig (die habe ich noch nicht durchgehend korrigiert), aber falls dir etwas auffällt, ist ein Hinweis natürlich willkommen
Eine ziemlich lange Liste. Wie leicht zu erkennen, ist manches für mein Buch spezifisch. Alle Fragen in diesem Post sollen Ihnen in erster Linie als Anregung dienen. Außerdem habe ich auch nach Dingen gefragt, die den Lesern gefallen (das ist für das nächste Buch wichtig, nicht so sehr für das aktuelle Manuskript).

Beide Listen zeigen: Was einen Autor in erster Linie interessieren sollte, ist, wo es Probleme gibt. Denn letztlich schreiben wir nicht für uns - wie im Tagebuch -, sondern für unsere Leser. Die sollen es verstehen, denen soll es gefallen. Lösungsvorschläge sind weniger wichtig. Dafür ist der Leser vielleicht nicht kompetent genug (weil er nicht so viel über die Materie oder auch übers Schreiben weiß.)

Last, but not least: Bitte denken Sie dran, sich angemessen zu bedanken. Betaleser opfern Lebenszeit, um uns zu helfen. Ich habe meinen Fragen außerdem diese Passage vorangestellt:
Liebe Betaleser ;-)
Ganz herzlichen Dank! Bitte fühlt euch nicht erschlagen von dem langen Manuskript. Ich bin für jede Art von Anregungen dankbar. Auch wenn ihr nur einen Teil lest, oder das Ganze nur querlest.
Dinge, die mich interessieren/Fragen (nur als Anregung, einfach das beantworten, wozu euch etwas einfällt): ...
So oder so: Writing is rewriting. Betaleser können uns sagen, wo eine Überarbeitung nötig ist.

Dienstag, 23. August 2011

Infos zu meinem neuen Schreibratgeber

Im Shop des C. H. Beck Verlags ist schon alles bereit für das Erscheinen meines neuen Schreibratgebers "Der Schreibcoach", das für die 36. Kalenderwoche (also ab dem 5. September) angekündigt ist.

Falls Sie neugierig sind, blättern Sie schon einmal im Inhaltsverzeichnis oder in der Leseprobe.

Und hier die Beschreibung, die sich jemand vom Verlag ausgedacht hat und die mir gut gefällt:
Auf den Punkt, klar, verständlich: Gut schreiben und texten kann nicht jeder – aber jeder sollte es lernen.

Präzise Texte sind besonders im Job gefragt, wenn man mit wenigen Worten genau das Richtige vermitteln möchte. Egal, ob Gutachten oder Anleitungen, Rundmails oder Zeitschriftenartikel: Dieser Ratgeber zeigt Ihnen anhand zahlreicher Beispiele, wie Sie besser texten und schneller verstanden werden.

  • Wie strukturiere ich richtig? Vom packenden Einstieg bis zum runden Schluss
  • Welcher Stil ist der richtige? Vielfältig, lebendig und treffend formulieren
  • Abgabetermin trifft auf Denkblockade? Wirksame Tipps gegen Schreibhemmungen


Montag, 22. August 2011

Tweets zum Thema Schreiben (42)

Hier meine Tweets der vergangenen Woche über das Schreiben und verwandte Themen:
Zwei Arbeitsproben (aus meinem Lektorat)
RT : "Kunst und Technik des Erzählens" von Otto Kruse kostenlos & legal downloaden bit.ly/pbZLzk
How to write faster. - By Michael Agger - Slate Magazine -

Spoiling The Ending Makes For A Better Story
Same study, more extensive explanation: Spoiler alert: Spoilers don't ruin stories, after all:
"ein Lesespaß für alle, die klassische Shortstories mögen" über meine Kurz-#Krimis
Preview: Cover für meinen Thriller OHNE SKRUPEL in meinem neuen Krimi-Blog (z.Zt. noch Baustelle)
MT : Gene Roddenberry (born 80yrs ago today) wrote this letter defending the pilot episode of Star Trek: bit.ly/dIXJXr
Ein Mission-Statement für meine , nicht ganz dem aktuellen Trend entsprechend ;-)

MT : China's first microblog novel published, every post ends with a cliffhanger or an open-ended question bit.ly/r3xqxb
Mystery Writing is Murder: A Few Thoughts on Book Pricing http://t.co/dv87ybh
RT : Timothy Ferriss () signs with Amazon Publishing in Larry Kirshbaum's first big deal: mbist.ro/ohwqFz
RT : RT : [Only] 22% of Smartphone Owners Have Trouble Reading on the Small Screen
RT : Studien : Wachstum im deutschen Markt für E-Reader
"Once people converted to eBooks, they stayed converts." writes
The Book is Dead. Long Live the Book! http://t.co/Imd1clg
RT : Liste mit Buch-Leuten auf - bis dato 144 Leutchen. Tendenz steigend. ow.ly/1vUYUT
MT :...CamScanner on iPhone is a deeply LIFESAVING app and I would like to give the coders cake.
Washington Independent Review of Books » The E-Book Revolution: Reading and Writing in the Digital Age
RT : RT : How To Videos zu deinem ow.ly/67FLf
Neu in meinem Blog: Warum DRM dumm ist und Offenheit gut

RT : Some survey data on average advances from different publishers. brendahiatt.com/id2.html


Warum DRM dumm ist und Offenheit gut

In einem Video zu seinem neuen Buch Public Parts erklärt Jeff Jarvis "How Sharing in the Digital Age Improves the Way We Work and Live".

Jetzt kann ich zu einem verwandten Aspekt dieses Themas meine eigene kleine Geschichte aus der (E)Buchwelt beitragen. Leser dieses Blogs wissen, dass ich Kurzkrimis als Kindle-EBooks veröffentlicht habe, u. a. einen kleinen Band mit vier Stories: A bis Z-Ermittlungen. Und alle meine EBooks hab ich bewusst nicht DRM-geschützt.

Weshalb ich das erwähne? Neulich hat mir ein Leser gemailt, um mich zu informieren, dass die Formatierung des EBooks z. B. für den Kindle-Reader in einigen Punkten nicht optimal ist. (Ich habe so ein Gerät nicht, sondern überprüfe alles in der Kindle-App meines iPod Touch.) Aber: Der nette Mensch hat es damit nicht bewenden lassen, sondern meine Datei optimiert (so dass z. B. die Links des Inhaltsverzeichnisses besser funktionieren, auch das Cover hat er integriert). Und diese Datei hat er mir freundlicherweise gemailt.

Das Ganze war sozusagen eine Win-Win-Win-Situation: Der Leser hat nun eine schönere Version zum Eigengebrauch und ich konnte diese Version bei Amazon hochladen, so dass die Käufer ein besseres Produkt bekommen.

Und das ging nur, weil ich mein Buch nicht DRM-geschützt habe, so dass dieser nette Mensch die Datei problemlos bearbeiten konnte. (Gut, es ist offenbar nicht besonders schwer, diesen Schutz zu hacken, aber dann hätte der Betreffende mich wohl kaum darüber informiert.)

Und sollte dieser oder ein anderer Leser das nutzen, um zum Beispiel die Datei in ein anderes Format umzuwandeln, damit er sein Buch auch auf einem anderen Gerät lesen kann, habe ich damit kein Problem. Ein Nachteil von DRM ist nämlich, dass es verhindert, dass manche Menschen ein Buch, das sie legal erstanden haben, auf bestimmten Smartphones, Readern o. ä. lesen können.

Aber habe ich denn gar keine Angst vor Raubkopierern? Die kurze Antwort lautet: nein. Eine längere steht in diesem Post gegen Ende von Punkt 3. (Neil Gaiman beantwortet die Frage Free Books, Books Being Lent, and/or Pirated Can Lead To More Sales? übrigens mit Ja.)

Hier mein optimiertes EBüchlein mit den vier Kurzkrimis:




Und zum Schluss noch das Video von Jeff Jarvis:

Dienstag, 16. August 2011

Zwei Arbeitsproben

Was manche nicht wissen: Ich redigiere auch wissenschaftliche Texte für Universitäten, Institute und Verlage - vorwiegend aus der Medizin und verwandten Gebieten.

Zwei Arbeitsproben gibt es im Internet zu besichtigen:

- eine ältere: Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine in der Gesundheitsvorsorge, eine Broschüre der Bertelsmann Stiftung (redaktionelle Bearbeitung)

- eine neuere (vom November 2011, diesen Link ahbe ich am 13.8.2013 aktualisiert): Bericht des Krebsregisters Rheinland-Pfalz, Überarbeitung von Texten.

Ob Pressemitteilung, Bericht oder Buch: Ich glätte die Sprache, formuliere verständlicher und überarbeite bei Bedarf den gesamten Text von Grund auf.

Sollten Sie genauere Informationen wünschen, melden Sie sich bitte per E-Mail:

schreibhandwerk@googlemail.com

Sollten Sie Ihren eigenen Schreibstil verbessern wollen, stöbern Sie in diesem Blog. Gute Ausgangspunkt sind die Rubriken Grundlagen und Tipps und Tricks.

Oder lesen Sie einen meiner Schreibratgeber:




Montag, 15. August 2011

Tweets zum Thema Schreiben (41)

Hier meine Tweets der vergangenen Woche über das Schreiben und verwandte Themen:
Vor einem Jahr in meinem Blog: Über Wissenschaft schreiben
Vor 2 Jahren in meinem Blog: Mark Twain zum Thema Füllwort
MT : Write to Publish: Discoverability...picking the right title write2publish.blogspot.com/2011/08/discov…
Neu im Blog: Der Ton macht die Musik

Vor 2 Jahren in meinem Blog: Was braucht eine gute Geschichte?
Val McDermid: a life in writing via - lesenswert

RT : With beta620, is taking the lessons of end-user innovation

RT : RT : Vom Segen der eBooks fürs Studentenleben ....und Problemen mit dem
RT Author: Laws, DRM hurt artists: Technology News: Cory Doctorow questions current protections -- Copyright laws a...
MT : RT : And so it begins, law firms start investigating Big Publishing royalties:
"Hold on going after traditional publishing and learn indie publishing for the moment", rät Autoren
Wo bleibt ein deutsches Smashwords? Google+
Deciding on a Book, and How to Read It: compares several e-readers and the paperback
RT : Amazon Launches Kindle Indie Bookstore: brendangannon.net/amazon-launche…

RT : Google Docs Remembers Spreadsheet Formulas So You Don't Have To

Authorship rules for medical journals flouted by pharma industry, experts say:


Freitag, 12. August 2011

Lesetipp: Kindle-Kurzkrimis

Mein Lesetipp fürs Wochenende: Wie wärs mit einem meiner Kurzkrimis als EBook? Oder gleich einer Sammlung von vier oder oder fünf mit meinen beliebten Hauptpersonen: der jungen Mannheimer Detektivin Anja Zenk oder dem verschmitzten Kommissar Kolm? Alles für wenig Geld, versteht sich.

Alle Geschichten sind als Kindle-Bücher sofort verfügbar. Ein, zwei Klicks und der Lesestoff ist auf dem Gerät, ob Original-Kindle, Smartphone, iPad, iPod Touch oder PC. Falls noch nicht vorhanden: Einfach kostenlose Lese-App für das jeweilige Gerät herunterladen und schon kann's losgehen.

Donnerstag, 11. August 2011

Sachtexte: Der Ton macht die Musik

Seien es Briefe, Broschüren oder Berichte - ob das, was Sie schreiben, die Leser anspricht, hängt auch vom Ton ab, den Sie anschlagen.

Hier einige Tipps:

Orientieren Sie sich an der Textart und an der Zielgruppe und überlegen Sie, wie formell Sie schreiben müssen und wie locker Sie schreiben dürfen.

Vermeiden Sie Ausflüge ins Vulgäre. Auch Umgangssprache ist oft nicht angemessen.

Vor allem bei längeren Werken sollten Sie darauf achten, den Ton einheitlich zu halten.

Wenn es passt,

- werden Sie persönlich. Schreiben Sie „ich“ und „wir“. Selbst in hoch seriösen englischsprachigen Wissenschaftszeitschriften ist das „Wir“ absolut üblich, in deutschen allerdings anscheinend noch verpönt.

- sprechen Sie die Leser direkt an – mit „Sie“, so, wie ich es in diesem Post tue.

- erzählen Sie Geschichten. Menschen lieben Anekdoten und Schilderungen Ihrer eigenen Erfahrungen. Je nach Art des Textes eignet sich eine (kurze!) Geschichte auch als Anfang.

- zeigen Sie sich von Ihrer humorvollen Seite. Auch Humor ist etwas, das Leser schätzen.

All diese Stilmittel können und sollten Sie, wie gesagt, (nur) einsetzen, wenn es zur Art des Textes passt.

Verzichten Sie auf Ironie. Denn viele Menschen verstehen sie nicht. Das gilt besonders, wenn Sie nicht wie beim gesprochenen Wort durch Mimik und Tonfall klar machen können, wie Sie etwas meinen.
Bei eher informellen Texten können Sie sich mit einem Emoticon behelfen, etwa so: ;-) Im Großen und Ganzen rate ich jedoch von Ironie ab.

Kurz: Schreiben Sie so formell wie nötig und so offen, anschaulich und persönlich wie möglich.

Montag, 8. August 2011

Tweets zum Thema Schreiben (40)

Hier meine Tweets der vergangenen Woche über das Schreiben und verwandte Themen:
Magische Momente - Mein neuer Kommissar Kolm-Kurzkrimi garantiert frei von sadistischen Serienkillern ;-)

Schreibtipp: Zäumen Sie das Pferd von vorn auf
Don't Write What You Know - The Atlantic:
The needless use of long words, and other problems that obscure scientific writing
Killing the Sacred Cows of Publishing: Writers Don’t Need to Practice by
Vor 3 Jahren in meinem Blog: Schreibtipps von Dorothea Brande

Drehbuch-Oscargewinner Aaron Sorkin erzählt, was er (v. a. üder das ) gelernt hat
RT : Kurt Vonnegut über Erfolgsfaktoren für Kurzgeschichten:
RT : Writing What You Have To
Vor 2 Jahren in meinem Blog: Schreibtipps von Michael A. Stackpole

Marketing-Interview: Ulrike Langer, freie Journalistin | Leander Wattig

Kindlegraph - a free way to connect with your readers via
und wieder zeigt sich: RT : Franz. HADOPI-Studie: "Piraten sind die besten Kunden"
RT : Sachbuch: Vergesst Print on Demand und pfeift auf Verlage - selbst ist der Autor!
RT : A new post at my site: 'Author And Reader: The Great Divide Erased'
RT It’s a Verifiable Trend: Publishers Sell Less and Make More!

RT : Ageism in the literary world: (The Independent)
Vor 2 Jahren in meinem Blog: Das Autorenleben ist paradox - findet Chip Scanlan

Freitag, 5. August 2011

Kurzkrimis als Kindle-EBooks

Während ich auf die Reaktionen der Betaleser auf meinen Thriller Ohne Skrupel warte und auf die Entwürfe der Grafikerin für das Cover, habe ich meine Kommissar Kolm-Kurzkrimis als Kindle-EBooks* veröffentlicht.

Für alle, die Kommissar Kolm und seine Fälle noch nicht kennen, hier die Kurzbeschreibung:
Der gewitzte Kommissar Gernot Kolm und sein leidgeprüfter Assistent Oliver Kästing sind Krimihelden der alten Schule. Wie ihre Kollegen Sherlock Holmes und Dr. Watson oder Hercule Poirot und Captain Hastings lösen sie die vertracktesten Fälle. Kommissar Kolm-Geschichten sind klassische Whodunnits, bei denen zu Anfang ein Mord geschieht und der Ermittler unter Einsatz seiner kleinen grauen Zellen schließlich den wahren Täter aufspürt. Und ja, manchmal lässt es sich Kommissar Kolm nicht nehmen, alle Verdächtigen zu versammeln, um den Mörder sozusagen vor Publikum zu entlarven.
Unter den Geschichten ist auch eine ganz neue: Magische Momente.

Fans von Kommissar Kolm können nun also entweder alle fünf Kurzkrimis, in denen er die Hauptrolle spielt, in einem Sammelband kaufen oder aber jede der drei längeren Geschichten als einzelnes E-Büchlein. (Die anderen beiden Storys sind kürzer, so dass es mir nicht fair erschien, dafür jeweils 0,99 Euro zu verlangen, den niedrigsten Betrag, der bei Kindle möglich ist.)

*Sie haben kein Kindle-Gerät? Macht nichts. Es gibt Kindle Lese-Apps für PC, iPad, iPhone und iPod touch (benutze ich), Android und Mac.









Donnerstag, 4. August 2011

Zäumen Sie das Pferd von vorn auf

Wenn Sie einen Satz formulieren, schildern Sie Ereignisse in ihrer zeitlichen und Gedanken in ihrer logischen Abfolge. Solche Sätze sind leichter zu verstehen.

Schreiben Sie nicht

Die Polizei geht von Fremdverschulden aus, nachdem sie andere Ursachen ausschließen konnte.

sondern

Nachdem sie andere Ursachen ausschließen konnte, geht die Polizei von Fremdverschulden aus.

Nicht

Wir mussten die Probe erst reinigen und wendeten dafür die Methoden X, Y und Z an. Denn es hatte sich herausgestellt, dass die Probe kontaminiert war.

sondern

Da die Probe kontaminiert war, reinigten wir sie mit Hilfe der Methoden X, Y und Z.

Von hinten durch die Brust ins Auge - wer so schreibt, macht es Lesern unnötig schwer. Und das wollen wir doch nicht, oder? ;-)

Dienstag, 2. August 2011

Aaron Sorkin sagt ...

zum Thema, was er (v. a. über das Schreiben) gelernt hat:

"The rules are all in a sixty-four-page pamphlet by Aristotle called Poetics*. It was written almost three thousand years ago, but I promise you, if something is wrong with what you're writing, you've probably broken one of Aristotle's rules."

Gefunden habe ich dieses Zitat und das folgende in dem Artikel Aaron Sorkin: What I've Learned. Wie erzählt man eine Geschichte?
I kind of worship at the altar of intention and obstacle. Somebody wants something. Something's standing in their way of getting it. They want the money, they want the girl, they want to get to Philadelphia — doesn't matter. And if they can need it, that's even better.

Whatever the obstacle is, you can't overcome it like that or the audience is going to say, "Why don't they just take the other car?" or "Why don't you just shoot him?" The obstacle has to be difficult to overcome. And that's the clothesline that you hang everything on — the tactics by which your characters try to achieve their goal. That's the story that you end up telling.
Aaron Sorkin hat z. B. das Theaterstück und den Film A Few Good Men geschrieben, den Film The Social Network und ist verantwortlich für so wunderbare Serien wie The West Wing und Studio 60 on the Sunset Strip.

*Beim Project Gutenberg gibt's eine deutsche Übersetzung











Montag, 1. August 2011

Tweets zum Thema Schreiben (39)

Hier meine Tweets der vergangenen Woche über das Schreiben und verwandte Themen:
Heute vor 1 Jahr in meinem Blog: Schreiben Sie anschaulich
RT : After Deadline tells writers to be more judicious w. 'head-scratching' words
Buchtipp: Gut und verständlich schreiben in zehn einfachen Schritten! lobt meinen Schreibratgeber
Neu im Blog: Meine wichtigste Schreibregel für Sachtexte
Heute vor 2 Jahren in meinem Blog: Wer einfach schreibt, wirkt klüger
Heute vor 1 Jahr in meinem Blog: Kostenlose Schreibkurse

MT : 'The cat sat on the mat' is not the beginning of a story,but 'the cat sat on the dog's mat' is. John le Carré tpr.ly/nHKL0a

The end of mass media: Coming full circle | The Economist
"I’m particularly glad that the NYT has proven that a very porous paywall can work" via
RT : From + Data journalism at the Guardian: what is it and how do we do it?
Tricks of the Trade With The Atlantic’s Senior Editor Megan McArdle
Mir als Freier aus d Seele gesprochen: Der Copy-and-Paste-”Journalismus” von “Spiegel Online” « Handelsblog HT
RT : RT : Neu im Blog: Hinweise für Journalisten, die Skype einsetzen

The Hybrid Writer: Balancing Traditional and Self-publishing http://bit.ly/ouGzVO
"I made a decision: ...I would commit one hundred percent to being an independent author." Bob Mayer
True Crime Writer Ponders Career Change in eBook World http://onforb.es/pzV56Z
RT : We've counted nearly 400 writers on Google+. Here are six G+ promotional tools for writers:
Neu im Blog: Dean Wesley Smith schreibt zum Thema Self-Publishing ...
Strangers and Friends – Two Kinds of Publishing
Why I Turned Down Two Publishing Contracts
RT : Konrath on the upcoming Global Ebook Explosion. tinyurl.com/3oq8jlx
How To Make A Million Dollars From Writing eBooks: Longevity In The Bestseller Charts via
RT : Better to Sell Less Books with No Piracy or Sell More with More Piracy?: Is it worth enduring…
Chapter 10: Killing the Sacred Cows of Publishing: Book as Event by
"I have more to say ...than can fit into a magazine article, but didn’t want to write a book full of filler"
RT : Are Voluntary Micropayments a Solution for Digital Content?: Will readers voluntary pay…
wichtige Info RT : Müssen Kindle-E-Books an die Deutsche Nationalbibliothek abgeliefert werden?
Interesting as always: The Business Rusch: Deal Breakers by
The New World of Publishing: Traditional or Indie? What To Do Now? by <