Donnerstag, 27. Oktober 2011

Sprachglosse in der ZEIT

Heute gibt es nur einen kurzen Hinweis auf eine ZEIT ONLINE-Glosse über die oft überflüssige Vorsilbe End-. Aber lesen Sie selbst:


Mehr zum leidigen Thema aufgeblasene Wörter finden Sie in diesem Post:
Besser schreiben: Sag's einfach (Punkt 1)
und natürlich auch in meinen Schreibratgebern.

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Zwei Schreibratgeber

Mit Gut und verständlich schreiben und Der Schreibcoach sind jetzt zwei Schreibratgeber von mir auf dem Buchmarkt. Beide sind für Menschen gedacht, die viel schreiben (müssen), jedoch keine Profis sind. Und in beiden geht es darum, was einen klaren, gut lesbaren Schreibstil ausmacht. Ganz pragmatisch, mit vielen Beispielen und ohne unnötige Theorie.

Und was ist der Unterschied zwischen den beiden Büchern?

Gut und verständlich schreiben - in zehn einfachen Schritten eignet sich zum Lernen und Einüben der allerwichtigsten Stilregeln, die jeder braucht, vom Schüler bis zum Professor, von der Sekretärin bis zur (angehenden) Bestsellerautorin. Das Buch behandelt zehn entscheidende Aspekte und ist gleichzeitig ein Workshop, denn es enthält Übungen, in denen man das Gelernte sofort anwenden kann. Das Besondere, was auch Rezensenten hervorheben, sind die vielen Beispiele und Übungen einerseits und die Kürze, sprich: die Konzentration auf das Wesentliche, andererseits. GUVS ist also ein Buch für Menschen mit wenig Zeit, die auf einen Sitz das Allerwichtigste lernen und gleich einüben wollen. Das war jedenfalls mein Ziel und wenn man Lesern und Rezensenten glaubt, habe ich es auch erreicht ;-)

Der Schreibcoach - Besser texten, schneller verstanden werden ist eine erweiterte Version seines Vorgängers, jedoch ohne die Übungen. Dafür enthält das Buch zusätzliche Kapitel zum Beispiel zum Überwinden von Schreibhemmungen und zum Texten für Websites sowie über geschlechtergerechte Sprache. Es eignet sich deshalb besonders für alle, die im Beruf jegliche Art von Texten besser, verständlicher und routinierter formulieren möchten. Wer einen guten, kompakten, etwas umfassenderen Schreibratgeber für wenig Geld sucht, dem empfehle ich diese Ausgabe.

Die Print-Versionen meiner Schreibratgeber:



Das EBook von "Gut und verständlich schreiben":


Montag, 3. Oktober 2011

Nützliche Anmerkungen zu: EBooks für Kindle einrichten, die Zweite

Vor einiger Zeit habe ich darüber geschrieben, wie mir ein Leser, der sich mit IT auskennt, geholfen hat, meine damaligen EBooks in Bezug auf die Formatierung zu oprimieren, s. Warum DRM dumm ist und Offenheit gut. Diese Dateien hatte ich ganz "zu Fuß" ins EBook-Format umgewandelt.

Bei meinem neuen Thriller OHNE SKRUPEL habe ich Calibre verwendet und mein Vorgehen in dem Post EBooks für Kindle einrichten, die Zweite beschrieben.

Nun hat mir derselbe nette Mensch einige Anmerkungen zu diesem Beitrag gemailt, die sicher auch für andere Indie-Autoren hilfreich sind und die ich deshalb hier wiederhole.

Ich hatte geschrieben:
Ich habe Seitenumbrüche eingefügt, jeweils nach dem letzten Zeichen der betreffenden Seite, also etwa nach dem Titel oder dem Ende eines Kapitels.

Kommentar des Lesers:
Nun, besser ist es in Word hier mit Überschriftformatvorlagen zu arbeiten. "Überschrift 1" bis Überschrift 6" gibt es bei Word von Hause aus. Hier kann man in der Formatvorlage auch einen vorangestellten Umbruch auswählen, der von Calibre auch erkannt wird.

Ich:
Eine Leerzeile vor der jeweiligen Kapitelzahl.

Kommentar:
Nein, bitte nie und nimmer dies tun. Das gibt später nur Probleme. Hier bitte die Kapitelzahl mit einer Überschriftformatvorlage (zum Beispiel "Überschrift 2" formatieren und diese mit einem vorangestellten Umbruch versehen. Calibre macht das sogar bei erkannten (Kapitel-)Überschriften automatisch.

Seitenzahlen in der Fußzeile entfernt.

Ja. Muss sein.

Ich wollte, dass jeder neue Absatz mit einem Einzug anfängt, deshalb hatte ich das im Word-Dokument so vorgegeben. Zu Beginn jedes Kapitels sollte der erste Absatz ohne Einzug beginnen. Also habe ich das für jeden betreffenden Absatz einzeln so formatiert (geht das auch einfacher, also auf einen Schlag? Keine Ahnung.)

Vollautomatisch geht dies in Word/Calibre tatsächlich nicht. Aber auch hier helfen die Formatvorlagen. Eine definieren, die immer von Ihnen dann für den ersten Absatz benutzt wird.

Dann habe ich das Word-Dokument als gefiltertes HTML-Dokument gespeichert (bei meiner Word-Version heißt das "Website, gefiltert") und anschließend in Calibre zu einer mobi-Datei konvertiert."

Ja, eine bessere Möglichkeit bietet Word nicht.

Wenn man das Ergebnis kontrollieren möchte, was ich unbedingt empfehle, weil man nach meiner Erfahrung bei Kleinigkeiten herumprobieren muss, sollte man sich die Kindle-Leseapp auf den PC laden und die konvertierte mobi-Datei darin anschauen.

Ja, das ist wirklich überaus notwendig sonst erlebt man schnell unangenehme Überraschungen.

dass aber Leerzeilen, die im Manuskript vorhanden waren, im Kindle-Buch nicht erscheinen. Was funktionierte: Ich habe die entsprechenden Leerzeilen im Word-Dokument vollständig entfernt und dann wieder eingefügt. Nur bei dem Titelblatt gelang es mir für die PC-Version des Kindle nicht, in der Version auf meinem iPod sind die Leerzeilen z. B. zwischen meinem (Autoren)Namen und dem Buchtitel vorhanden. Warum? Keine Ahnung. Es zeigt aber, dass dieselbe mobi-Datei auf verschiedenen Geräten ein wenig unterschiedlich wiedergegeben wird.

Ja, leider funktioniert dies nicht wirklich mit den Leerzeilen. Der Kindle interpretiert < br / > (ein HTML-Zeilenumbruch) als Leerzeile, die App nur & n b s p ; < br / > (ein festes Leerzeichen plus Zeilenumbruch). Calibre erzeugt < br / >. (Anmerkung von mir: Ich musste in die Befehle hier jede Menge Leerstellen einbauen, weil Blogger sie sonst entfernte.)

Und schließlich noch eine Beobachtung, die ich beim Hochladen der mobi-Datei bei KDP (also bei Amazon) gemacht habe: KDP nudelte entweder ewig herum, ohne fertig zu werden, oder es kam eine allgemeine Fehlermeldung, diemir nicht weiterhalf. Bis ich folgende Lösung fand: Calibre hatte meinem Buch den Dateinamen Ohne Skrupel – Ingrid Glomp.mobi gegeben. Als ich den zu
OhneSkrupel.mobi verkürzt habe, ging's plötzlich. Warum? Genau: keine Ahnung.

Erklärung, warum das nicht ging: Die Datei beinhaltete ein Minuszeichen im Namen. Im Dateinamen sind nur Buchstaben "a" bis "z", "A" bis "Z" sowie die Zahlen "0" bis "9" erlaubt (plus z. B. ".mobi" als Dateianhang). Leerzeichen können ggf. schon kritisch werden. Das steht nirgendwo, aber es bewirkt die Fehlermeldung. Verschiedene Apps und der Kindle selbst vertragen einige Zeichen mehr, aber man benutzt dann am besten immer den kleinsten Nenner.

Wirklich nützliche Hinweise finde ich. Da mein Buch auf dem Kindle usw. ganz ordentlich aussieht, lasse ich es im Moment so, werde aber die Erklärungen vor dem Anfertigen der nächsten Version noch einmal lesen. Und beim nächsten EBook wird dieses neue Wissen mir einige Mühe ersparen (Formatvorlagen!). Dem hilfsbereiten Leser deshalb ein herzliches Dankeschön für seine Tipps.