Montag, 12. Dezember 2011

Gut schreiben kann ganz einfach sein

Gerade habe ich zu meiner Freude eine Pressemitteilung zu meinem Ratgeber Der Schreibcoach im Internet entdeckt, und zwar nicht nur beim C. H. Beck Verlag, sondern auch auf einer Reihe anderer Websites.

Hier der vollständige Text, der eine ganze Reihe von Schreibtipps enthält:

Gut schreiben kann ganz einfach sein

München, 21. November 2011 - Vielen Menschen graust es bei dem Gedanken, einen Bericht, ein Protokoll oder auch nur einen Brief an den Vermieter zu verfassen. Schreiblaien haben außerdem häufig Probleme, schwierige Sachverhalte verständlich zu formulieren. „Dabei ist es heutzutage im Beruf wichtiger denn je, sich klar und treffend ausdrücken zu können“, sagt Ingrid Glomp, Autorin des neuen Beck-kompakt Ratgebers „Der Schreibcoach“ (Verlag C.H.Beck). Gerade im Computerzeitalter kommt kaum jemand darum herum, sich zumindest hin und wieder in irgendeiner Form schriftlich zu äußern.

„Zum Glück ist es aber gar nicht so schwer, gute Texte zu verfassen“, beruhigt Ingrid Glomp. Vorausgesetzt, man kennt die wichtigsten Stolperfallen und weiß, wie man sie vermeidet. „Zu den Problemen, die mir in der Praxis am häufigsten begegnen, gehören ellenlange Sätze, die auch noch mit Substantiven, also Hauptwörtern, vollgestopft sind“, erklärt die erfahrene Journalistin und Schreibtrainerin, die ihr Wissen auch in Workshops zum Beispiel an Wissenschaftler weitergibt.

Für Menschen, die dazu neigen, verschachtelte Sätze im XXL-Format zu produzieren, hat Ingrid Glomp diesen Sofort-Tipp: „Formulieren Sie schwierige Passagen im Kopf und nicht auf dem Papier oder am PC. Dann werden die Sätze automatisch übersichtlich und lesbar.“ Lässt sich eine längere Konstruktion doch einmal nicht vermeiden, dann gilt die Regel: Nebensätze aneinanderreihen wie Perlen auf einer Kette und nicht ineinanderschachteln wie eine russische Puppe.

Schwer verdaulich sind auch Sätze, in denen sich abstrakte Substantive häufen, erklärt die Schreibexpertin und nennt ein Beispiel: „Die Entscheidung des Bauherrn zur Umsetzung der Vorgaben zur Kosteneinsparung aus dem Lenkungskreis führte zur Verringerung der Ausgaben.“ Augenzwinkernd fügt sie hinzu: „Bei solchen Sätzen bekomme ich glasige Augen und ich bin sicher nicht die Einzige, der das so geht.“ Eine Faustregel lautet daher: Je mehr Verben (Tätigkeitswörter), desto besser, denn sie erhöhen die Lesbarkeit.

Ganz besonders wichtig sind diese Regeln für den Anfang eines Textes. „Den sollten Sie besonders einfach und interessant gestalten, um Lesern den Einstieg zu erleichtern und sie nicht schon zu Beginn abzuschrecken“, empfiehlt Ingrid Glomp. „Wenn man sich mit dem Schluss ebenfalls besonders viel Mühe gibt“, so ihr Rat, „hinterlässt das Geschriebene einen vorteilhaften Eindruck.“ Die Schreibdozentin weiß aus Erfahrung: „Gut und verständlich zu schreiben, ist keine Frage von Talent, sondern ein Handwerk, das jeder mit etwas Hilfe lernen kann.“

Ingrid Glomp, Der Schreibcoach, Reihe Beck kompakt, Verlag C.H.Beck, 2011. ISBN 978-3-406-62585-5, Euro 6,80, www.beck-shop.de/8750806

Pressekontakt: Verlag C.H.Beck oHG
Karen Geerke
Tel. (089) 381 89-512
Fax (089) 381 89-480
E-Mail: Karen.Geerke@beck.de
Internet: www.presse.beck.de


Freitag, 9. Dezember 2011

Keine Angst vorm Schreiben: 7. Den inneren Kritiker austricksen

In meinem Post Die beiden Schreibphasen trennen habe ich den so genannten inneren Kritiker bereits erwähnt. Es ist die nörgelnde Stimme in unserem Hinterkopf, die uns den Spaß am Schreiben verdirbt mit Bemerkungen wie: "Das ist doch sowieso alles Mist", "Wenn das jemals jemand liest, blamierst du dich bis auf die Knochen" und so weiter. Kein Wunder, dass der Schreibfluss stockt oder gar nicht erst in Gang kommt.

In meinem bereits erwähnten Post habe ich vorgeschlagen, dem inneren Kritiker während des Schreibens der ersten Fassung einfach den Mund zu verbieten, denn in dieser Phase stört er besonders. Außerdem ziehen seine Argumente nicht, schließlich braucht niemand die erste Fassung eines Texts jemals zu Gesicht zu bekommen.

Die Schauspielerin und Drehbuchautorin Felicia Day hat nun über eine andere, besonders trickreiche Methode berichtet, mit der man die kritische Stimme in sich zum Schweigen bringt. Man sagt sich - und ihr (der inneren Stimme): "Ich will gar nicht schreiben, sondern nur schon einmal alles vorbereiten." Ein wenig ähnelt das der Vorgehensweise, die ich in meinem Beitrag Kleine Schritte vorgestellt habe, nämlich sich einfach so wenig vorzunehmen, dass es keine Überwindung kostet anzufangen. Felicia Days Variante gefällt mir jedoch besonders gut und ich werde sie bestimmt demnächst einmal ausprobieren. Aber lassen wir Felicia selbst erzählen:
This is how I wrote the whole Season 5 on vacation early this year, I convinced myself it was free writing, just PREPPING for writing when I got back. 82 pages later, I was almost done after I actually got home!
Alles was man also tun muss, ist einfach eine Freewriting-Session beginnen als Vorbereitung aufs eigentliche Schreiben. Jedenfalls ist es das, was wir dem inneren Kritiker sagen ;-) Denn das Schwierigste ist, mit dem Schreiben zu beginnen. Danach läuft es oft von ganz allein.

Übrigens kann ich Felicia Days Webserie The Guild, von der sie in dem Zitat spricht, wärmstens empfehlen. Man findet sie zum Beispiel bei YouTube oder als DVD:









Lesen Sie auch die übrigen Posts aus meiner Reihe
Die Schreibangst überwinden

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Geschenk für meine Leser

Heute, sozusagen zum inoffiziellen Beginn der Vorweihnachtszeit, habe ich mir etwas Besonderes für meine Leser ausgedacht. Ich habe einen Auszug aus meinem Schreibratgeber Gut und verständlich schreiben - in zehn einfachen Schritten online gestellt. Folgen Sie einfach dem Link zum


das zwei besonders wichtige Kapitel meines Buchs enthält sowie meine Checkliste für gute Texte.

Und wenn Sie noch ein günstiges, aber ungemein nützliches Geschenk suchen (oder mehrere): Wie wäre es mit einem meiner beiden Schreibratgeber? Geeignet für Schule (ältere Schüler), Studium und Beruf sowie für jeden, der einfach nur lernen möchte, wie man schneller stilsicher formuliert.



Sie können sich nicht entscheiden? Vielleicht helfen Ihnen diese Informationen. Oder diese Leserstimmen.