Sonntag, 28. Oktober 2012

Kurzgeschichten schreiben - Da hab ich was für Sie!

Wollten Sie sich schon immer mal an einer Kurzgeschichte versuchen? Oder hätten Sie gerne einige Anregungen zu diesem Thema?

Da hab ich was für Sie:

1. Eine Reihe von Posts, die in diesem Blog erschienen sind.

2. Wenn Sie das Ganze gerne kompakter hätten, bitte sehr. Dann empfehle ich drei Artikel bei akademie.de, die aus diesen Posts hervorgegangen sind:
- Was Sie wissen sollten, ehe Sie eine Kurzgeschichte schreiben
- Erfolgsregeln und Veröffentlichungsmöglichkeiten
- Formen und Varianten von Kurzgeschichten

3. Eine andere Möglichkeit: Mein Büchlein, das ebenfalls auf Beiträgen in diesem Blog beruht. Wussten Sie schon, dass Sie sich diesen Ratgeber als Kindle-Besitzer auch kostenlos ausleihen können? Die genauen Konditionen finden Sie auf der Amazon-Website.

4. Noch mehr Informationen und Links, z. B. zu kostenlosen Short Storys, finden Sie in der Rubrik Kurzgeschichten. Und damit sind wir wieder bei meinem Blog und der Kreis schließt sich :-)


Montag, 15. Oktober 2012

Was meine Schreibworkshops auszeichnet und was mir wichtig ist

Ich habe in den letzten Tagen und Wochen viel an meinen Schreibkursen gearbeitet (u. a. entwerfe ich gerade eine Version auf Englisch), mit Interessenten darüber gesprochen und Konzepte für verschiedene Workshops schriftlich festgehalten.

Dabei habe ich auch darüber nachgedacht, was mir wichtig ist und was meine Kurse vermutlich von anderen unterscheidet. Herausgekommen ist dies, eine Art Mission Statement:
Ich habe im Laufe der Jahre viele Beiträge von Wissenschaftler redigiert. Dabei ist mir aufgefallen, dass das Geschriebene im Grunde immer dieselben stilistischen Schwächen aufwies. An diesen Erfahrungen orientieren sich die Inhalte meiner Schreibkurse.

Ich möchte den Teilnehmern nahebringen, dass gutes, klares Schreiben etwas ist, das man lernen muss und das jeder lernen kann. Wenn man nur einige Grundregeln beachtet, steigert dies die Qualität der eigenen Texte bereits erheblich.

Ich möchte den Teilnehmern weiterhin nahebringen, dass man nicht Literatur studieren und schwierige Fachbegriffe und Theorien lernen muss, um klar formulieren zu können. Sowohl als Naturwissenschaftlerin als auch als Journalistin stehe ich für eine pragmatische Herangehensweise, bei der ich alles Wichtige ohne unnötige theoretische Ausschmückungen vermittele.

Entscheidend ist, dass die Teilnehmer mit ihren eigenen Texten arbeiten, damit sie ihre speziellen Schwächen erkennen und wir gemeinsam daran arbeiten können, diese zu überwinden. Automatisch stellen die Betreffenden Fragen wie: „Ich weiß nie, was ich machen soll, wenn …“ (zu ergänzen: das jeweilige Problem). Das Üben mit fremden Schriftstücken kann dies nicht im selben Ausmaß leisten.

Ich biete persönliche Rückmeldungen für jede Einzelne und jeden Einzelnen,
- indem ich mir ihre Texte durchlese und Hinweise gebe, wo ich spezielle Probleme sehe,
- indem ich es ermögliche, jederzeit Fragen zu stellen,
- und indem ich die Workshop-Phasen zeitlich so bemesse, dass es ausreichend Gelegenheit gibt, mich persönlich anzusprechen (sozusagen unter vier Augen).

Ich vermeide es bewusst, dass die Teilnehmer untereinander (als Peers) ihre Texte kritisieren (abgesehen von einer einfachen Übung zu Beginn), weil ich es erstens nicht für sinnvoll halte. Denn in der Regel sind die anderen nicht kompetent, Schwächen genau zu benennen oder gar Abhilfe anzubieten. Zweitens ist es mir wichtig, dass in meinen Workshops eine produktive und angstfreie Atmosphäre herrscht, so dass alle, auch zurückhaltendere Personen, sich trauen, Fragen zu stellen (gerne auch nur mir persönlich), und alle eine Haltung entwickeln, dass jeder Text überarbeitet werden muss. Sprich, dass es kein Zeichen von Unfähigkeit ist, wenn das eigene Geschriebene Mängel aufweist. Zu diesem Zweck stammen einige der Negativbeispiele und Klöpse, die ich „vorführe“, auch von mir.

Dieses Vorgehen kommt nach meiner Erfahrung bei den Teilnehmern meiner Kurse (hauptsächlich, aber nicht nur, Wissenschaftlern und Medizinern) und bei den Lesern meiner Bücher gut an. 
Weitere Informationen zu meinen Inhouse-Schulungen gibt es auf meiner Website.

Meine Schreibratgeber finden Sie zum Beispiel bei Amazon.

Wie e-mailt man einem Professor auf Englisch? - Der Film

Mein Post Wie e-mailt man einem Professor auf Englisch? ist einer der erfolgreichsten in meinem Blog. Der Bedarf für solche Anleitungen scheint groß zu sein.

Zu meiner großen Freude habe ich gerade das Handout Take-Away Tips for Academic Email (pdf) auf der Website des Wrtiting Studios der Duke University entdeckt.

Und noch besser, darin enthalten war der Link zu einem ausführlichen Tutorial. Einige Tipps gelten übrigens ganz allgemein für E-Mails an Professoren.

Ladies and Gents, I am happy to present to you "Yo, Dear, or Hello Professor?": Mastering the Discourse of Academic Email - The Movie mit einer Menge gut recherchierten Ratschlägen. Vielen Dank an Norah Karlovich, die sich die Mühe gemacht hat, dieses hilfreiche Tutorial zu entwickeln. Das Filmchen dauert gut 20 Minuten. Die sich jedoch für alle Studenten lohnen, denke ich :



Wer sich das Video im Original anschauen möchte, folge diesem Link.

Samstag, 13. Oktober 2012

Tweets als Ultrakurzgeschichten

Als Ergänzung zu meiner Reihe Kurzgeschichten schreiben und speziell zum Post Flash Fiction und Co. hier ein Link zu einem Guardian-Artikel Twitter fiction: 21 authors try their hand at 140-character novels.

Ich finde es interessant, wie unterschiedlich die Schriftsteller die Aufgabe gelöst haben. Als Krimiautorin gefällt mir die Geschichte von Ian Rankin am besten. Was auffällt, ist, dass anders als in Romanen, Kurzgeschichten etc. üblicherweise, der Leser direkt angesprochen wird, auch in einigen der anderen Storys.

Direkte Rede dagegen ist relativ selten, wohl weil sie relativ viele Zeichen verbraucht. Unter diesem Aspekt gefällt mir der Tweet von Jeffrey Archer am besten. Er hat, finde ich, am meisten aus der Dialogform herausgeholt.

Mein Fazit: Solche Geschichten können keine Kunstwerke sein. Aber das Spielen mit dieser Form ist eine schöne Möglichkeit, die Kreativitätsmuskeln zu trainieren.

Aus meiner Reihe von Blogposts zum Thema Kurzgeschichten schreiben ist übrigens ein Büchlein entstanden: