Donnerstag, 27. März 2014

David Baldacci sagt ...

In einem Interview wurde David Baldacci kürzlich gefragt:
What advice would you give to an aspiring author? 
Seine Antwort, die mir aus der Seele spricht:
Don’t write what you know about, write what you’d like to know about. And never chase trends. Don’t write about dinosaurs because Crichton did, or codes because Brown did. Write something you’re passionate about and want to learn more about. Have fun with it. Don’t treat it as a job. Exercise your imagination, treat it like a game.
Was mir besonders gefällt, ist seine Aufforderung, das Schreiben spielerisch anzugehen (treat it like a game). Warum? U. a. weil mir bei der Recherche für einen Artikel erst so richtig bewusst geworden ist, wie wichtig eine spielerische Haltung bei der Arbeit und anderen Tätigkeiten ist. S. mein Post Jetzt in Gänze online: Mein Artikel über Sinn und Nutzen des Spielens.

Donnerstag, 20. März 2014

Kris Rusch erklärt, warum sie so gerne Kurzgeschichten schreibt

Kristine Kathryn Rusch nennt es Üben, ich nenne es Ausprobieren. Beide sprechen wir über einen Vorteil, den das Schreiben von Kurzgeschichten hat. Hier die amerikanische Autorin:
I use short stories as practice. ... Sometimes I practice a historic milieu. Sometimes I practice a character. Sometimes I practice a technique. If the short story doesn’t work, I’m out a few hours (or a week) of my time. If the novel doesn’t work, then I’m out several months.
Mehr dazu in Ruschs Post.

Ich habe, wie gesagt, auch schon über dieses Thema geschrieben, und zwar unter dem Titel Dinge, die ich in meinen Kurzkrimis ausprobiert habe.

Sie haben eine Idee für einen neuen Roman, eine neue Figur, neue Welten? Vielleicht sollten Sie zuerst mit einer Kurzgeschichte eine Probefahrt machen :-)

Dienstag, 18. März 2014

Joan Didion sagt ...

Das folgende Zitat stammt aus einem Paris Review Interview mit Joan Didion. Der Titel: The Art of Nonfiction No. 1.
Writing nonfiction is more like sculpture, a matter of shaping the research into the finished thing.
Genau so empfinde ich meine Arbeit an längeren Artikeln, z. B. an diesem für Psychologie Heute.

Joan Didion fährt fort:
Novels are like paintings, specifically watercolors. Every stroke you put down you have to go with. Of course you can rewrite, but the original strokes are still there in the texture of the thing.
Das kann ich weder bestätigen noch kann ich widersprechen. Es scheint mir nicht der beste Vergleich zu sein, es fällt mir aber auch kein geeigneterer ein. Das Schreiben eines Romans lässt sich jedenfalls nicht mit dem Schaffen einer Skulptur vergleichen. Da gebe ich Didion Recht.

Hier die Bücher von Joan Didion für die, die mehr von ihr lesen möchten.

Auf Deutsch:




Auf Englisch:


Dienstag, 11. März 2014

George Orwell hat geschrieben ...

In seinem vielzitierten Essay Politics and the English Language stellte George Orwell unter anderem fest: 
Bad writers, and especially scientific, political, and sociological writers, are nearly always haunted by the notion that Latin or Greek words are grander than Saxon ones, and unnecessary words like expedite, ameliorate, predict, extraneous, deracinated, clandestine, subaqueous, and hundreds of others constantly gain ground from their Anglo-Saxon numbers.
Das, was Orwell über guten Stil sagte, ist nach wie vor richtig, wichtig und lesenswert.

Sonntag, 9. März 2014

Was verbindet das und? Missverständnisse vermeiden und Lesern die (Denk)Arbeit abnehmen

Gerade las ich in einem Blogpost darüber, welche Themen Zeitungsleser bevorzugen, dies:
The Toronto Star’s readers might have had enough fun sharing Rob Ford stories. Instead, they’re getting excited about health benefits of red wine and unpaid interns. 
Nach dem zweiten Satz stutzte ich und las ihn erneut. Ging es Ihnen auch so? Dort stand:
Instead, they’re getting excited about health benefits of red wine and unpaid interns. 
Das Problem: Mein Gehirn verband automatisch die Dinge, die sich direkt links und rechts von dem and befinden, die bei genauem Nachdenken und erneutem Lesen jedoch nicht zusammengehören. Es verstand
Instead, they’re getting excited about health benefits of red wine and unpaid interns
Das and verbindet jedoch
Instead, they’re getting excited about health benefits of red wine and unpaid interns
Dabei lässt sich diese Unklarheit ganz einfach vermeiden, indem wir ein Wort einfügen:
Instead, they’re getting excited about health benefits of red wine and about unpaid interns. 
Jetzt ist es eindeutig und beim ersten Lesen klar, was das and verbindet.

Noch ein Beispiel gefällig? Gestern las ich:
Diese ethnologische Studie stützt sich auf Beobachtungen von Geschehnissen und Interviews.
Hier zögerte ich ebenfalls einen winzigen Moment, wenn sich auch das Verstehen schneller einstellte als beim ersten Beispiel.

Verbindet das und die benachbarten Substantive?
Diese ethnologische Studie stützt sich auf Beobachtungen von Geschehnissen und Interviews.
Nein, es verbindet natürlich:
Diese ethnologische Studie stützt sich auf Beobachtungen von Geschehnissen und Interviews.
Machen Sie es Ihren Lesern leicht und schreiben Sie:
Diese ethnologische Studie stützt sich auf Beobachtungen von Geschehnissen und auf Interviews.
Sie sehen: Kleines Wort, große Wirkung. Gerade wenn Sie, zum Beispiel als Wissenschaftler, über komplizierte Sachverhalte schreiben, sollten Sie jede Gelegenheit nutzen, Ihren Lesern (Denk)Arbeit zu ersparen. Ihre Texte sind vermutlich auch so schon schwierig genug ;-)

Weitere Tipps finden Sie in meinem Buch:


Grundregeln des verständlichen Schreibens können Sie mit diesem Workshop in Buchform lernen:

Mittwoch, 5. März 2014

Laura Levine sagt ...

Laura Levine ist die Autorin einer Krimireihe, deren Heldin den beinahe literarischen Namen Jaine Austen trägt. In einem Interview sprach sie darüber, wie wichtig Selbstvertrauen für Autoren ist.
In my humble op, the important thing for any writer is to keep writing, and never let herself be paralyzed by self-doubt. When I first started out in show biz, I had a wonderful mentor who told me, “Laura, everything stinks at the beginning. Just keep writing. You can always come back and fix it later.” And it’s so true. Writers are often assailed with doubts at the beginning of a project, and allow their inner critic to stymie them. But if you just keep plugging ahead, the more your confidence builds and the easier the process becomes. 
Hier geht's zu Laura Levines Krimis: