Dienstag, 19. September 2017

Wie realistisch soll wörtliche Rede in einem Roman sein?

Welche Wörter sollte man Romanfiguren in den Mund legen und welche lieber nicht? Wie realistisch soll/darf die Sprache der Charaktere sein? Wieder habe ich mir über solche Fragen anlässlich einer Facebook-Diskussion Gedanken gemacht.

Hier das Ergebnis, zu dem ich gekommen bin:

Wer sich solche Fragen stellt, sollte bedenken, dass in Romanen die gesprochene Sprache nie realistisch ist/sein sollte in dem Sinn, dass man die Sprache echter Menschen 1:1 abbildet.

Erstes Beispiel: In einem fiktionalen Text schreibt man nicht jedes Äh, das jemand relistischerweise sagt, und lässt nicht so viele Sätze ins Leere laufen.

Zweites Beispiel: Dialekt. Den gibt man normalerweise auch nicht 1:1 wieder, sondern deutet ihn nur mit wenigen Ausdrücken an, weil es die Leser sonst nervt.

In der oben erwähnten Diskussion ging es um Jugendsprache und die manchmal recht deftigen Schimpfwörter, die manche Jugendliche verwenden. Ich würde mit der Jugendsprache ebenso wie bei den geschilderten Beispielen verfahren. Also nur wenige Ausdrücke verwenden, die das widerspiegeln und gleichzeitig so wenig Leser wie möglich vergrätzen (das zu Schimpfwörtern) und die außerdem nicht so schnell veralten. Letzteres macht den Buch "haltbarer".

Nachtrag: Mir fiel gerade ein, dass ich einen Film mal nach ein paar Minuten abgeschaltet habe, weil gefühlt jedes zweite Wort, das die Darsteller von sich gaben, "fuck" war. Und daraus den Sinn des Gesagten herauszufiltern, war mir zu anstrengend. Obwohl es zweifellos Menschen gibt, die so sprechen.

Für eine weitere Frage siehe mein vorheriger Post: Müssen sich Indie-Autoren an Schreibregeln halten? 

Vielleicht entwickelt sich daraus ja eine Reihe ;-)

Freitag, 8. September 2017

Müssen sich Indie-Autoren an Schreibregeln halten?

In einer Facebook-Gruppe, der ich angehöre, wird gerade lebhaft darüber diskutiert, ob es wichtig ist, dass Indie-Autoren sich an bestimmte Schreibregeln halten. Dabei geht es sowohl um Konventionen, was den Buchsatz betrifft, als auch um Rechtschreibung und Schreibstil.

Zur Erinnerung: Indie-Autoren (ein anderes Wort dafür ist Selfpublisher) sind Autoren, die verlagsunabhängig veröffentlichen. Ich gehöre auch dazu. Wir laden unsere Buch-Manuskripte zum Beispiel bei Amazon hoch und können so alles, was nicht ungesetzlich ist, als E-Book und/oder als gedrucktes Buch anbieten. Die Qualitätskontrolle liegt also jeweils in unseren eigenen Händen und nicht in denen eines Verlags.

Hier in leicht abgeänderter Form, was ich in meinem Facebook-Kommentar als Antwort auf die Frage im Titel dieses Posts geschrieben habe:
Meine Gedanken dazu als jemand, der schon lange als Journalistin und Autorin schreibend unterwegs ist, und als jemand, der (nicht nur) Wissenschaftlern einen leserfreundlichen Schreibstil beibringt:

1. Du kannst als Indie machen, was du willst.

2. Wenn deine Geschichten gut sind, ist es möglich, trotz Rechtschreibfehlern sowie stilistischer und typografischer Regelverstöße Leser zu finden. Es gibt Leute, die das alles nicht stört. Was eine gute Geschichte ist, das sehen verschiedene Leser wiederum unterschiedlich.

3. Schreibregeln, auch die zur Rechtschreibung, sind keine Naturgesetze. Manche sind Übereinkünfte, andere Geschmacksache, bei wieder anderen kommt es auf den Zusammenhang an. Beispiel: Zu viele Wiederholungen sind ungünstig, weil sie es oft schwierig machen, sich auf den Text zu konzentrieren. Wiederholungen können aber auch ein Stilmittel sein. Hier habe ich mehr zum Thema Rechtschreibung geschrieben: Einige Gedanken zur Rechtschreibung.

4. Den betreffenden Post beende ich so: "Erlaubt ist, was mir und (mutmaßlich) der Mehrzahl meiner Leser gefällt -- oder Letztere zumindest nicht übermäßig stört." Das bedeutet auch, so meine Vermutung, dass man mehr Menschen erreicht, wenn man sich darum bemüht (nennen wir es mal) handwerklich gut zu schreiben. Da ich mich beruflich viel mit einem guten, klaren Schreibstil befasse, kaufe ich zum Beispiel ein Buch schon dann nicht, wenn die Beschreibung Mängel (nach meiner Ansicht) aufweist. S. jedoch 1. und 2.

Schreiben ist etwas, zu dem ich mir viele Gedanken mache und das mir sehr am Herzen liegt. Ich bitte den langen Sermon zu entschuldigen. Ich habe ihn geschrieben in der Hoffnung, dass diese Überlegungen für die eine oder den anderen nützlich sind.
Wer möchte, kann dies gerne mit mir weiterdiskutieren, und zwar bei Facebook oder Google+.

Und nun zur Werbung ;-)

Tipps und Anregungen für einen leserfreundlichen Schreibstil finden Sie in diesen meinen Ratgebern:


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Donnerstag, 24. August 2017

Thomas E. Ricks schreibt zum Thema Überarbeiten ...

In dem Artikel The Book He Wasn't Supposed to Write beschreibt der Autor und Pulitzer-Preisträger Thomas E. Ricks, wie viel Arbeit er in sein neuestes Buch stecken musste, bis es seinem Lektor, diversen Probelesern und ihm selbst gefiel. Der Titel des Buchs, das im Juni erschienen ist, laut Churchill and Orwell: The Fight for Freedom.

Gegen Ende des Artikels zieht Ricks dieses Fazit:
... the hardest book for me to write became the easiest one to read.
Was, genau wie der gesamte Artikel, etwas bestätigt, das der Schriftsteller Nathaniel Hawthorn schon vor vielen Jahren wusste:
Easy reading is damn hard writing.
Und um nichts anderes geht es ja im Grunde auch in diesem Blog ;-)

(Das Foto, das diesen Beitrag illustriert, stammt von Death to the Stock Photo.)

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Montag, 7. August 2017

Ein klassischer Fall von Verschleierungspassiv

Ich habe vor Jahren hier im Blog über die Passiv-Form von Verben geschrieben und darüber, warum man sie vermeiden sollte: Besser schreiben: Das leidige Passiv.

Jetzt möchte ich das Thema noch einmal aufgreifen, weil ich ein besonders schönes Beispiel gefunden habe. Das Handelsblatt  berichtet, dass eine Rede des niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil im Entwurf diesen Satz enthielt:
Volkswagen hat damit gegen Gesetze verstoßen und Vertrauen missbraucht.
In der fertigen Rede wurde daraus:
Damit ist gegen Gesetze verstoßen und Vertrauen missbraucht worden.
Aus dem Aktiv "hat ... verstoßen und ... missbraucht" wurde die Passiv-Formulierung "ist ... verstoßen und ... missbraucht worden". Und damit entfiel der Handelnde, VW, denn den braucht man nicht zu nennen, wenn man das Passiv verwendet.

Kurz: Mit Sätzen wie "Fehler wurden gemacht" lässt sich verschleiern, wer die Verantworunt trägt. Das Passiv darf also -- ironisch gesagt -- in keinem Handwerkskoffer für Redenschreiber fehlen.

Einige Buchempfehlungen für alle, die präzise formulieren möchten und nicht auf Verschleierungstaktiken angewiesen sind ;-)


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Montag, 31. Juli 2017

So finde ich die Namen für meine Thrillerfiguren

Drüben in meinem Krimiblog habe ich ausführlich darüber geschrieben, wie ich die Namen für die Charaktere in meinen Romanen finde und was ich dabei alles beachte.

Ein Thema, das auch gut in ein Schreibblog passt, finde ich. Deshalb hier der Link zu dem betreffenden Post: Wie kommen die Figuren in meinen Thrillern zu ihren Namen?

Wer Lust hat, zu kommentieren und etwas über sein eigenes Vorgehen zu berichten, kann das am besten auf meiner Facebookseite. Ich bin schon neugierig, wie andere Autoren bei der Namensuche vorgehen ;-)

Donnerstag, 6. Juli 2017

Überschriften müssen besonders klar sein

Titel von Büchern, Artikeln und so weiter müssen wir besonders sorgfältig formulieren.

Bei einem normalen Satz hilft den Lesern der Text drum herum, der Zusammenhang, den Sinn zu verstehen. Eine Überschrift steht oft für sich allein, zum Beispiel in einem Newsletter, einem Inhaltsverzeichnis oder einer anderen Art von Ankündigung. Deshalb muss sie aus sich heraus verständlich sein.

Wie ich darauf komme? Gerade las ich in einem Newsletter
„Tagesschau“ mischt mit Turnoma-Video das Storyclash-Ranking auf 
Eines erreichte diese Überschrift: Ich wurde neugierig. Jedoch vermutlich nicht auf eine Art, die der Verfasser beabsichtigt hatte. Ich fragte mich: Was war dieses "Turnoma"? Ein Ort? Ein neues Spielzeug wie die Fidget Spinner?

Der zugehörige Artikel gab Aufschluss: Es ging um eine ältere Dame, die mit über 90 noch ausgesprochen fit ist und mit Begeisterung ... turnt. Eine "Turnoma". Wer hätte das gedacht?

In einem früheren Post habe ich bereits einmal über ein ähnliches Problem geschrieben.

Wie dort wollen wir in einem ersten Schritt, sozusagen nach Schema F, versuchen, das Problem zu lösen. Mit einem Bindestrich:
„Tagesschau“ mischt mit Turn-Oma-Video das Storyclash-Ranking auf  
Etwas besser, aber noch nicht auf Anhieb zu verstehen, finde ich. Oft ist aber ein Bindestrich durchaus nützlich. Etwa, wenn aus Programmmacher Programm-Macher wird. Oder aus Genregrenzen Genre-Grenzen.

Mein Vorschlag:
"Tagesschau“ mischt mit Video von turnender Oma das Storyclash-Ranking auf 
Manchmal kommt man nicht darum herum, ganz leicht umzuschreiben. Der Titel ist jetzt ein wenig länger. Aber Klarheit geht vor Kürze.

Sollte die Länge ein Problem sein, dann müsste man an anderer Stelle Zeichen oder Wörter sparen oder den Titel neu formulieren.

Zum Schluss einige Buchempfehlungen für alle, die ihren Schreibstil verbessern möchten:


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Sonntag, 2. Juli 2017

John le Carré sagt ...

Heute nur ein kurzes Zitat, das aber sehr gut zu diesem Blog und meiner Haltung passt.

"... without clear language, there is no standard of truth."

Geschrieben hat das Why we should learn German.

Montag, 1. Mai 2017

Die Verständlichkeit wissenschaftlicher Texte nimmt immer weiter ab

Ich bereite mich im Moment darauf vor, in der nächsten Woche wieder einmal Studenten in wissenschaftlichem Schreiben zu unterrichten. Zwischen meinen Kursen sammele ich Artikel und Ähnliches, das für die Teilnehmer interessant oder hilfreich sein könnte.

Eine solche Veröffentlichung ist vor etwa einem Monat erschienen: The Readability Of Scientific Texts Is Decreasing Over Time. Der Titel hat sofort meine Aufmerksamkeit erregt, weil das einerseits sehr beunruhigend ist und weil mir andererseits das verständliche, leserfreundliche Schreiben so sehr am Herzen liegt (s. dieses Blog, meine Schreibratgeber und meine Kurse).

Studie über die Lesbarkeit von Wissenschaftstexten seit 1881


Es folgen enige Zitate aus dem Artikel sowie meine Gedanken dazu. Zuerst das wesentliche Ergebnis aus der Zusammenfassung:
Here, in a corpus consisting of 707 452 scientific abstracts published between 1881 and 2015 from 122 influential biomedical journals, we show that the readability of science is steadily decreasing. Further, we demonstrate that this trend is indicative of a growing usage of general scientific jargon.
Das ist ziemlich erschreckend, finde ich. Vor gut einer Woche habe ich am March for Science teilgenommen -- als Biologin (die ich ja auch bin), als Wissenschaftsjournalistin und als Mensch, der Wissenschaft wichtig und spannend findet. Doch wie wollen wir den Menschen die Bedeutung wissenschaftlicher Forschung vermitteln, ja, sie vielleicht sogar dafür begeistern, wenn die Personen, die dieses Forschung betreiben, sich immer unverständlicher ausdrücken?

Ich weiß, die Studie hat nur Veröffentlichungen angeschaut und auch nur in englischsprachigen Zeitschriften. Aber ich habe den starken Verdacht, dass sich diese Erkenntnisse verallgemeinern lassen. Schließlich spreche ich in meinem anderen Beruf (als Journalistin) immer wieder auch mit deutschen Wissenschaftlern und lese ihre Bücher und so weiter.

So sind die Autoren der Studie vorgegangen:
To investigate trends in scientific readability over time, we downloaded 707 452 article abstracts from PubMed, from 122 high-impact journals selected from twelve biomedical fields of research (Fig. 1A-C). This journal list included, among others, Nature, Science, NEJM, Lancet, PNAS and JAMA … and ranged from 1881 to 2015. We quantified the reading level of each abstract using two established measures of readability: the Flesch Reading Ease (FRE (1, 2)) and the New Dale-Chall Readability Formula (NDC, (3)). The FRE is proportional to the number of syllables per word and the number of words in each sentence. The NDC is proportional to the number of words in each sentence and the percentage of ‘difficult words’. Difficult words are defined as those words which do not belong to a predefined list of common words.
Es handelte sich also um Texte aus der biomedizinischen Forschung -- einem Gebiet, mit dem ich mich oft als Dozentin befasse. Gemessen wurde die Lesbarkeit a) mit einer Variante des Flesch-Wertes, der Wort- und Satzlänge berücksichtigt, und b) mit einer Formel, die auf der Länge und der Schwierigkeit der Wörter basiert. Natürlich bestimmen noch andere Faktoren, die Verständlichkeit eines Texts, aber diese Werte liefern gut Anhaltspunkte.

Schwierige Wörter zerstören die Lesbarkeit


Hier das wichtigste Ergebnis:
The average number of syllables in each word (FRE component ) and the percentage of difficult words (NDC component) showed pronounced increases over years (Fig. 1I,J). Sentence length (FRE and NDC component) showed a steady increase with year after 1960 ...
Der Text deutet es schon an und wenn man sich die Abbildungen dazu anschaut, wird es noch deutlicher: Das, was die Veröffentlichungen zunehmend schwer lesbar macht, sind in erster Linie lange, schwierige Wörter, oder genauer: der Jargon, das Fachchinesisch. Darauf bezieht sich das Bildchen zu Beginn dieses Posts: Schwierige Begriffe sind zerstörerisch. Mit weiteren Tests zeigten die Forscher, dass wissenschaftler Jargon tatsächlich (zum Teil) für das Abnehmen der Lesbarkeit verantwortlich war.

Sind vielleicht nur die Abstracts der Artikel, also die Zusammenfassungen, so unverständlich? Nein, denn
To verify that the readability of abstracts was representative of the readability of the entire articles, we downloaded full text articles from six additional independent journals from which all articles were available from the PubMed Central Open Access Subset (Fig. 2A). Although, as has previously been reported (13), abstracts are less readable than the full articles, there was a strong positive relationship between readability of the abstracts and the full texts
Zwischen der Verständlicheit von Abstracts und Hauptartikeln gab es also einen klaren Zusammenhang.

Zusammenfassungen sollten besonders verständlich sein


Was mich aber besonders erschreckt hat, war, dass Abstracts anscheinend laut einer anderen Untersuchung weniger lesbar sind als die gesamten Artikel. Dabei sollte es umgekehrt sein. Die meisten Menschen lesen zuerst diese Zusammenfassungen und viele lassen es dabei bewenden. Die Zusammenfassung ist auch der Teil, an den sich Fachfremde, seien es Wissenschaftler anderer Disziplinen, seien es Laien wie Journalisten und andere, am ehesten herantrauen. Das heißt, hier sollten die Verfasser sich besonders große Mühe geben, leserfreundlich zu schreiben.

Das ganze Ausmaß des Problems macht das folgende Zitat deutlich, das sich auf die Flesch-Werte bezieht:
A FRE score of 100 is designed to reflect the reading level of a 10-11 year old. A score between 0 and 30 is considered understandable by college graduates (1, 2). In 1960, 16.3% of the texts in our corpus had a FRE below 0. In 2015, this number had risen to 26.5%. In other words, more than a quarter of scientific abstracts now have a readability considered beyond college graduate level English
Das Englisch, also der Schreibstil, von mehr als einem Viertel der Abstracts war 2015 so schwierig, dass es jemanden mit einem College-Abschluss überfordern würde. Und das, obwohl (s. o.) eine solche Zusammefassung nicht nur für die nächsten Fachkollegen gedacht ist. Abgesehen davon, dass es auch für Experten angenehmer ist, wenn etwas leserfreundlich verfasst ist. Das bestätigt diese Passage:
Lower readability is also a problem for specialists (22, 23, 24). This was explicitly shown by Hartley (22) who demonstrated that rewriting scientific abstracts, to improve their readability, increased academics’ ability to comprehend them.
Aha! Sogar Akademiker verstehen schwierige Sachverhalte besser, wenn man sie lesbarer präsentiert.

Tja, ich sehe, meine Kurse und meine Bücher sind noch längst nicht überflüssig. Ich bleibe dran ;-) 

Angaben zu der Veröffentlichung:
The Readability Of Scientific Texts Is Decreasing Over Time
Pontus Plaven-Sigray, Granville James Matheson, Björn Christian Schiffler, William Hedley Thompson


Zum Schluss einige Buchempfehlungen für alle, die ihren Schreibstil verbessern möchten:

 





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Dienstag, 28. Februar 2017

Ganz einfach besser schreiben – Frage an die Leser: Wie soll es weitergehen?


Insgesamt 100 Mini-Lektionen für einen besseren Schreibstil habe ich im Laufe der Zeit hier im Blog gepostet.

Wer mehr darüber wissen möchte, lese diese beiden Posts:
- Ganz einfach besser schreiben – Mini-Lektionen für zwischendurch (1)
- Ganz einfach besser schreiben – Meine Mini-Lektionen für Schüler und andere.

Am 17. Februar habe ich den letzten Post der Reihe veröffentlicht. Ich denke, volle 100 Mini-Lektionen sind ein guter Zeitpunkt, um aufzuhören und um über Neues nachzudenken.

Dazu habe ich zwei Fragen an Sie/euch:

1. Was soll ich aus diesen 100 Mini-Lektionen machen? 


Für Menschen, die sie im Nachhinein (noch einmal) durcharbeiten möchten, ist es vermutlich etwas mühsam, sich die einzelnen Posts zusammenzusuchen, auch wenn man sie alle in einer Rubrik findet. Außerdem habe ich sie bei Google+ in einer Sammlung gebündelt. Das ist die kostenlose Lösung, die  jetzt schon allen zur Verfügung steht.

Ich könnte die Mini-Lektionen aber auch noch einmal in anderer Form aufbereiten. Denkbar ist einiges:
  • als Übungskarten (Da müsste ich noch herausfinden, wie/wo man so etwas drucken lässt usw.),
  • als E-Book (Wie wären dann die Seiten am besten aufgebaut, so dass man vielleicht erst nur die problematischen Sätze präsentiert bekommt und selbst eine Lösung finden muss?),
  • als gedrucktes Buch (s. E-Book),
  • etwas anderes? 
Bevor ich über eine dieser Möglichkeiten intensiver nachdenke, Erkundigungen (z. B. über Druckmöglichkeiten) einhole und mich an die Arbeit mache wenn überhaupt, wüsste ich gerne, was Sie/ihr, die Leser und potentiellen Käufer, sich wünschen/euch wünscht.

2. Wie soll es weitergehen?


Ich kann natürlich einfach, wie ich es schon zuvor getan habe, hin und wieder etwas zum Thema Schreibhandwerk posten, das mir interessant oder wichtig erscheint.

Mir hat aber die Form einer Reihe von Posts in einem festen Format gut gefallen, so dass ich darüber nachgedacht habe, was als Nächstes kommen könnte.

Das Bearbeiten einzelner Sätze habe ich nun ausgereizt, glaube ich. Es gibt nur eine bestimmte Anzahl von Problemen, die man anhand eines Satzes durchspielen kann. Danach wiederholt es sich. Was zu Übungszwecken nicht schlecht ist. Aber irgendwann wird es langweilig für die Leser und für mich.

Die nächstgrößere Texteinheit wäre ein Absatz oder, allgemeiner, eine Passage aus mehreren Sätzen. Das würde mich durchaus reizen, doch dafür benötige ich Beispiele, die ich überarbeiten kann.

Einzelne Sätze habe ich beim Lesen und Radiohören hier und da gefunden und dann leicht verändert, so dass man sie im Internet nicht zu einfach finden kann. Es geht mir ja nicht darum, jemanden bloßzustellen, und in den Texten von uns allen gibt es Wörter, Sätze oder größere Einheiten, die sich verbessern ließen.

Das bringt mich zu meiner Idee: Ich könnte eine neue Reihe von Ganz einfach besser schreiben starten, in der ich kurze (etwa drei bis fünf Zeilen) Textpassagen überarbeite, die Leser mir schicken.

Wer also das Gefühl hat, ein Absatz im eigenen Text ist schwer lesbar, jedoch nicht weiß, was man ändern könnte, hätte dann die Gelegenheit, mir die betreffende Passage zu mailen. Damit würden Sie/würdest du dich natürlich gleichzeitig einverstanden erklären, dass ich das alles hier im Blog posten darf. Auf Wunsch gerne ohne die Namen der Betreffenden zu nennen.

Außerdem bräuchte ich etwas Vorlauf, denn ich müsste das Ganze irgendwie in meine übrige Arbeitszeit einbauen. Vielleicht ein oder zwei Wochen? Darüber werde ich nachdenken, falls es prinzipiell ein Interesse gibt.

Denn vielleicht besteht gar kein Bedarf an einem solchen Angebot oder jemand hat einen anderen, besseren Vorschlag?

Ich dachte, ich frage einfach mal die "Zielgruppe", bevor ich weitermache ;-)

Ideen zu beiden Fragen nehme ich gerne entgegen, z. B. in den Kommentaren bei Facebook oder Google+ oder per E-Mail an schreibhandwerk [[at]] gmail.com.

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Mittwoch, 22. Februar 2017

Satzlänge: Was Gary Provost rät

Nicht immer ist die Zeit, die man mit Sozialen Medien verbringt, verschwendet. Gestern entdeckte ich via Twitter etwas, das Gary Provost zum Thema Satzlänge geschrieben hat.

Was mir so gut gefällt, ist: Provost hat seinen Rat spielerisch und anschaulich formuliert. Man lächelt und hat gleichzeitig etwas gelernt.
This sentence has five words. Here are five more words. Five-word sentences are fine. But several together become monotonous. Listen to what is happening. The writing is getting boring. The sound of it drones. It's like a stuck record. The ear demands some variety. Now listen. I vary the sentence length, and I create music. Music. The writing sings. It has a pleasant rhythm, a lilt, a harmony. I use short sentences. And I use sentences of medium length. And sometimes when I am certain the reader is rested, I will engage him with a sentence of considerable length, a sentence that burns with energy and builds with all the impetus of a crescendo, the roll of the drums, the crash of the cymbals--sounds that say listen to this, it is important.
Merke: Geschriebenes hat – wie Musik – einen Rhythmus und eine Melodie. Es ist an uns, unsere Texte zum Singen zu bringen. Denn das Ohr liest mit.

Was auch beachtenswert ist: Provosts letzter Satz ist zwar sehr lang, aber linear aufgebaut. Eines folgt aus dem anderen. Das macht ihn immer noch recht leicht lesbar. Das, was Lesern die größten Probleme bereitet, sind Verschachtelungen. In Provosts Satz findet sich nur zu Anfang eine kleine Verschachtelung, die den Gedanken für einen Moment unterbricht:
And sometimes when I am certain the reader is rested, I will ...
Ich persönlich habe noch etwas anderes gelernt. Auf der Website des leider verstorbenen Provost entdeckte ich das Cover seines Buchs 100 Ways to Improve Your Writing: Proven Professional Techniques for Writing with Style and Power. Dieses Cover kam mir sehr bekannt vor. Und tatsächlich: Ich fand in einem Stapel von Schreibratgebern ein schon etwas vergilbtes Exemplar dieses Buchs, das ich offenbar auch schon durchgearbeitet hatte. Vielleicht sollte ich wieder einmal hineinschauen :-)

Und damit wären wir bei meinem Buchtipp für heute:


PS: Wie Amazon mir beim Anklicken des Links verriet, habe ich das Buch schon 2007 gekauft. Nach so langer Zeit kann es schon mal passieren, dass man etwas vergisst ;-)

Freitag, 17. Februar 2017

Ganz einfach besser schreiben – Mini-Lektionen für zwischendurch (100)


Los geht's:

Der Satz
Es wird darum gebeten, die Formulare vollständig auszufüllen.
Das Problem

Passiv.
Es wird darum gebeten, die Formulare vollständig auszufüllen.
Die Lösung
Wir bitten Sie, die Formulare vollständig auszufüllen.
(Besser) Bitte füllen Sie die Formulare vollständig aus.


Die 100 sind voll! 100 Mini-Lektionen für zwischendurch! Wenn das kein Grund zum Feiern ist :-)

Und ein guter Moment, diese Reihe zu beenden, finde ich.

Was kommt danach? Darüber werde ich mir in einem eigenen Post Gedanken machen -- und dabei gerne Ihre Anregungen berücksichtigen.

Weitere Informationen zu dieser Reihe enthalten diese Posts:
- Ganz einfach besser schreiben – Mini-Lektionen für zwischendurch (1)
- Ganz einfach besser schreiben – Meine Mini-Lektionen für Schüler und andere.

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Foto von Feuerwerk: via https://visualhunt.com

Dienstag, 14. Februar 2017

Ganz einfach besser schreiben – Mini-Lektionen für zwischendurch (99)


Los geht's:

Der Satz
Durch diese Maßnahmen wird sich eine erhöhte Erfolgswahrscheinlichkeit erhofft.
Das Problem
Passiv.
Durch diese Maßnahmen wird sich eine erhöhte Erfolgswahrscheinlichkeit erhofft.
Die Lösung
Durch diese Maßnahmen erhofft man sich eine erhöhte Erfolgswahrscheinlichkeit. (Besser) Diese Maßnahmen sollen die Erfolgswahrscheinlichkeit erhöhen.

Weitere Informationen zu dieser Reihe enthalten diese Posts:
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Freitag, 10. Februar 2017

Ganz einfach besser schreiben – Mini-Lektionen für zwischendurch (98)


Los geht's:

Der Satz
Was motiviert Zuschauer Binge Watching zu betreiben und Plattformen dies zu ermöglichen?
Das Problem

Unklarer Bezug: Was verbindet das und?
Was motiviert Zuschauer Binge Watching zu betreiben und Plattformen dies zu ermöglichen?
Die Lösung

Zeichensetzung kann Klarheit schaffen.
Was motiviert Zuschauer, Binge Watching zu betreiben, und Plattformen, dies zu ermöglichen?
(Theoretisch wäre nämlich auch möglich) Was motiviert Zuschauer, Binge Watching zu betreiben und Plattformen dies zu ermöglichen? (Man versteht natürlich, was gemeint ist, verläuft sich beim ersten Lesen aber möglicherweise in diese Richtung.)

Weitere Informationen zu dieser Reihe enthalten diese Posts:
- Ganz einfach besser schreiben – Mini-Lektionen für zwischendurch (1)
- Ganz einfach besser schreiben – Meine Mini-Lektionen für Schüler und andere.

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Dienstag, 7. Februar 2017

Ganz einfach besser schreiben – Mini-Lektionen für zwischendurch (97)


Los geht's:

Der Satz
Diese Methode ist ziemlich einzigartig.
Das Problem

Manche Adjektive lassen sich weder steigern noch abschwächen.
Diese Methode ist ziemlich einzigartig.
Die Lösung
Diese Methode ist einzigartig. (Wenn das stimmt.)
(Sonst zum Beispiel) Diese Methode ist etwas Besonderes, besonders wirksam, extrem ungewöhnlich. (Je nachdem, was gemeint ist).

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Freitag, 3. Februar 2017

Ganz einfach besser schreiben – Mini-Lektionen für zwischendurch (96)


Los geht's:

Der Satz
Der Erfolg der Aktion hängt ursächlich von verschiedenen Faktoren ab.
Das Problem

Doppelt gemoppelt.
Der Erfolg der Aktion hängt ursächlich von verschiedenen Faktoren ab.
Die Lösung
Der Erfolg der Aktion hängt von verschiedenen Faktoren ab.

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Dienstag, 31. Januar 2017

Ganz einfach besser schreiben – Mini-Lektionen für zwischendurch (95)


Los geht's:

Der Satz
Die Rebellen haben Friedensgesprächen eine Absage erteilt.
Das Problem

Unnötig lang.
Die Rebellen haben Friedensgesprächen eine Absage erteilt.
Die Lösung
Die Rebellen haben Friedensgespräche abgelehnt.

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Freitag, 27. Januar 2017

Ganz einfach besser schreiben – Mini-Lektionen für zwischendurch (94)


Los geht's:

Der Satz
Das Unternehmen fokussierte bisher keine globale Marktpräsenz an.
Das Problem

Fremdwörter. Anfokussieren – gibt es dieses Wort überhaupt? War anstreben gemeint?
Das Unternehmen fokussierte bisher keine globale Marktpräsenz an.
Die Lösung
Das Unternehmen versuchte bisher nicht, seine Produkte weltweit zu verkaufen.
(Je nach Zusammenhang könnte und sollte man eine konkretere Bezeichnung für Produkte finden.)

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Dienstag, 24. Januar 2017

Ganz einfach besser schreiben – Mini-Lektionen für zwischendurch (93)


Los geht's:

Der Satz
Die Behandlung muss die individuelle Problemlage des Patienten berücksichtigen.
Das Problem

Überflüssiges Wort, unnötig langes Wort.
Die Behandlung muss die individuelle Problemlage des Patienten berücksichtigen.
Die Lösung
Die Behandlung muss die Probleme des Patienten berücksichtigen.

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- Ganz einfach besser schreiben – Mini-Lektionen für zwischendurch (1)
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Freitag, 20. Januar 2017

Ganz einfach besser schreiben – Mini-Lektionen für zwischendurch (92)


Los geht's:

Der Satz
Wir wollen unsere Angebote sukzessive an die neuen Gegebenheiten anpassen.
Das Problem

Schwieriges Wort.
Wir wollen unsere Angebote sukzessive an die neuen Gegebenheiten anpassen.
Die Lösung
Wir wollen unsere Angebote nach und nach an die neuen Gegebenheiten anpassen.

Weitere Informationen zu dieser Reihe enthalten diese Posts:
- Ganz einfach besser schreiben – Mini-Lektionen für zwischendurch (1)
- Ganz einfach besser schreiben – Meine Mini-Lektionen für Schüler und andere.

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Dienstag, 17. Januar 2017

Ganz einfach besser schreiben – Mini-Lektionen für zwischendurch (91)


Los geht's:

Der Satz
Dieser Vorschlag ist Trittbrettfahrerei auf dem Rücken der Toten und ihrer Familien. (Der Satz bezieht sich auf ein Unglück.)
Das Problem

Unfreiwillige Komik durch zwei Metaphern, die nicht zusammenpassen.
Dieser Vorschlag ist Trittbrettfahrerei auf dem Rücken der Toten und ihrer Familien.
Die Lösung

Beispielsweise (je nach Zusammenhang sind auch andere, konkretere Formulierungen denkbar): 
Der Vorschlag nutzt das Unglück auf unseriöse Weise aus.
(oder)Das Unglück dient als Vorwand, um diesem unseriösen Vorschlag Gehör zu verschaffen.

Weitere Informationen zu dieser Reihe enthalten diese Posts:
- Ganz einfach besser schreiben – Mini-Lektionen für zwischendurch (1)
- Ganz einfach besser schreiben – Meine Mini-Lektionen für Schüler und andere.

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Freitag, 13. Januar 2017

Ganz einfach besser schreiben – Mini-Lektionen für zwischendurch (90)


Los geht's:

Der Satz
Unser Ziel ist es, zum Knotenpunkt dieses Forschungszweiges zu werden.
Das Problem

Metaphern passen nicht zusammen.
Unser Ziel ist es, zum Knotenpunkt dieses Forschungszweiges zu werden.
Die Lösung
Dieses Mal fällt mir keine Lösung ein, denn ich weiß nicht, was die Autoren mit "Knotenpunkt" meinen. Ich weiß nur, dass ein Zweig keine Knoten(punkte) besitzt. Wenn man einen eigenen Text überarbeitet, weiß man jedoch (hoffentlich), was man ausdrücken will, und kann solche gemischten Sprachbilder entfernen.

Weitere Informationen zu dieser Reihe enthalten diese Posts:
- Ganz einfach besser schreiben – Mini-Lektionen für zwischendurch (1)
- Ganz einfach besser schreiben – Meine Mini-Lektionen für Schüler und andere.

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